15-Zoll Display im Model 3 stammt von LG

Bei der Enthüllung des Model 3 konnten wir auch einen ersten Blick in das Interieur des Mittelklassefahrzeugs werfen. Dabei hat sich der in der Mitte des Armaturenbretts platzierte 15-Zoll Display besonders hervorgehoben. Nun berichtet Reuters, dass eben jenes Display von LG hergestellt wird. Dabei beruft man sich auf eine anonyme Quelle mit direktem Bezug.

LG möchte im Markt der Fahrzeugelektronik einsteigen, da man sich hierbei eine größere Gewinnmarge verspricht. Die Einnahmen seien bei Zulieferern von Fahrzeugherstellern stabiler und höher, als im Bereich der Konsumelektronik.

Das Display für das Model S und Model X wird aktuell von einem anderen Zulieferer produziert. Ob LG sich zukünftig auch diesen Auftrag ans Land zieht, wird sich zeigen. Mit den aktuell bekannten Reservierungszahlen des Model 3 dürfte den Koreanern aber sicherlich erst einmal ein guter Einstieg im Markt der Fahrzeugelektronik gelungen sein.

Interieur des Model 3 wird sich noch ändern

Einige Nutzer in unserem Kommentarbereich und den sozialen Netzwerken hatten sich darüber beschwert, dass das Interieur des Model 3 überhaupt nicht deren Erwartungen entspricht. Dass man lediglich einen 15-Zoll Display und sonst keine Instrumententafel zur Verfügung hat, war für sie unverständlich. Dabei sollte eigentlich bereits klar sein, dass man bei der Präsentation lediglich einen Prototypen zu Gesicht bekommen hat. Selbst die drei auf der Bühne vorgestellten Model 3 waren nicht identisch (u.a. unterschiedliche Form der Türgriffe).

Auch das Model S oder Model X hatte wurde noch vor Produktionsbeginn wesentlichen Änderungen unterzogen. So war das Display im Model X-Prototypen bei der Präsentation nicht vollständig in die Mittelkonsole eingearbeitet, wurde letztendlich dann doch wie im Model S integriert. Einen guten Vergleich haben die Kollegen von Electrek veröffentlicht:

  • Oscar

    „Die Einnahmen seien bei Zulieferern von Fahrzeugherstellern stabilder […]“ Kleiner Rechtschreibfehler 😉

  • Alex

    Ich hoffe, dass es komplett eingearbeitet wird. Schon das winzige Display der Mercedes A Klasse sieht ziemlich bescheiden aus, als würde es nicht zum Auto gehören. Mit einem 15″ Display wäre das entsprechend unschön.

    • notting

      Wenn das einfach mit VESA-Halterung wäre (wodurch es etwas abstehen muss zumindest um die Schrauben hinten in den Monitor reinzukriegen), könnte man es leicht austauschen, wenn’s kaputtgeht…

      notting

    • David

      Auch ich fände ein Display besser, das sich vielleicht hinter dem Lenkrad bis zur Mittelkonsole erstreckt. (á la Mercedes E-Klasse)

  • Hulahoop

    Ich war zuerst auch nicht so beigestert über die fehlende Tachoanzeige und musste an den Yaris denken, den ich mir vor ein paar Jahren angesehen hatte. Der hatte auch die gesamte Anzeige in der Mitte.

    Heute habe ich beim Autofahren mal verglichen, ob es einen Unterschied macht die Augen nach unten, oder nach rechts unten zu bewegen. Ich fand jetzt nicht das es unangenehm war. Ist wahrscheindlich nur eine Frage der Gewohnheit.

    Falls es ein Headup Display gibt, wovon ich ausgehe, werde ich dieses mitbestellen und das ist dann für mich die beste und sicherste Lösung.

    • Hannes

      100%ig. Als ich das Interieur gesehen habe mit nichts als dem Display in der Mitte, musste ich sofort an HUDs denken. Das wäre meiner Meinung nach die perfekte Kombination.
      Und was will man schon groß anzeigen hinter dem Lenkrad? Geschwindigkeit und Drehzahl gehen einher und lassen sich mit Leistungsaufnahme/-abgabe wie bei den anderen Modellen in eine Anzeige packen, dann vielleicht noch Infos vom Autopilot. Für Reichweite, Durchnittswerte etc. alles andere kann ich aufs große Display gucken.

  • Haefe

    Ich denke auch, dass die Kombination 15 Zoll mit zusätzlichem Head Up Display HUD perfekt ist. HUD hat Panasonic, welcher Teslas Batterielieferant ist, schon vor vielen Jahren entwickelt. Wahrscheinlich haben sich HUDs bis heute nicht durchgesetzt, weil die Hersteller bisher auf ein klassisches Cockpit Design gesetzt haben. Tesla könnte auch da neue Wege gehen…

  • Florian

    Bei Tesla würde es mich nicht überraschen wenn es längerfistig nicht nur ein HUD (gegen Aufpreis) geben wird, sondern sogar augmented reality z.B Autopilot Spuranzeige direkt überlagernd mit der Realität. Diese Leute setzen das in Monaten um was andere in Jahren planen.

  • Ein in das ehemalige Armaturenbrett eingebettetes Touch-Display würde ich bevorzugen, an dem hervorstehenden kann man sich stoßen oder es abbrechen, wenn man ungünstige Bewegungen vollführt.

  • Thomas

    Ich kritisiere eher WIE das Display ins Cockpit integriert ist, nämlich gar nicht und das sieht total billig aus.

  • Fabian Joos

    Es ist und sieht genial aus, so wie es ist 🙂

    Ich hoffe also inständig, dass sich daran nur wenig ändert!

    Seid doch mal etwas progressiver, könnte man ja schließlich von der Tesla-Klientel erwarten 😛

    Viel wichtiger wäre eine echte Heckklappe, wie beim Model S, denn die kleine Öffnung ist ein Witz 🙁

    • „ELMO“

      Genau, warum nicht Heckklappe wie beim Model S und trotzdem wegen der Kopffreiheit von mir aus ein Glasdach bis ran an die Klappe? Wie Bjørn Nyland ganz richtig in seinem Videokommentar erläutert kann man dann wenigstens auch etwas Sperriges hineinbekommen – der Platz ist ja da.