China: Absatz im Februar im Vergleich zum Vormonat um 45 Prozent eingebrochen

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Wie Bloomberg berichtet, gab es in China im Februar rund 45 Prozent weniger Zulassungen eines Tesla Model S, als es noch im Januar der Fall war. Dabei beruft man sich auf Informationen des Analyseunternehmens JL Warren Capital, welches auf den chinesischen Markt spezialisiert ist. Im Februar soll es 260 Zulassungen gegeben haben, während es im Januar noch 469 waren.

Weiter heißt es, dass Tesla im Februar 63 Fahrzeuge nach China importiert hat, wobei es im Januar sogar lediglich zehn gewesen sein sollen. Dabei ist anzumerken, dass es im Februar das chinesische Neujahrsfest gab, welches eine Woche andauert. Dennoch wurden noch im vorigen Quartal hunderte Fahrzeuge pro Monat verschifft.

„Wir betrachten die verschifften Fahrzeuge als einen Indikator für das monatlichen Wachstum der Nachfrage nach dem Model S“, erklärt Junheng Li, welcher die Zweigstellen von JL Warren Capital in China leitet. „Die Daten zeigen einen starken Rückgang der Nachfrage“, fügt Li hinzu. Zuletzt wurde auch spekuliert, ob Tesla Motors auf über 2.000 Fahrzeuge sitzt.

Ob die Betrachtung von monatlichen Transportmengen wirklich Sinn macht, ist fraglich. Oftmals sagt Elon Musk selbst, dass dies kein guter Indikator sei, da man Schubweise in die einzelnen Märkte liefere. So gibt es in Deutschland beispielsweise mehr Zulassungen zum Quartalsende, da dort eben mehr Fahrzeuge ausgeliefert werden. Ähnlich gestaltet es sich bei anderen Märkten.

Dennoch hält Tesla Motors weiterhin an dem Ziel fest, in diesem Jahr eine Absatzsteigerung von 75 Prozent zu erzielen und 55.000 Fahrzeuge bis zum Jahresende zu verkaufen. Noch im Februar erklärte Musk, dass man dieses Ziel auch dann erreichen würde, wenn der Absatz in China gleich Null wäre. „Er wird aber nicht Null sein“, hieß es damals.

Während dessen vermutet man bei JL Warren Capital, dass circa 1.600 der importierten Model S weiterhin nicht zugelassen wurden. „Vielleicht wurden diese von Schwarzhändlern gekauft, die versuchen Profit zu schlagen“, sagt Li im Interview. „Die Nachfrage ist nicht so robust, wie Tesla erwartet hat“, heißt es weiter. Schon seit letzter Woche ist Elon Musk nun persönlich in China.