China: Biowaffen-Verteidigungsmodus könnte das Model X zum Topseller machen

Dass die Reichen in China gerne teure Autos kaufen, ist keine Neuigkeit mehr. Dass Tesla Motors mit dem Model S und den ab 2016 in China erhältlichen elektrischen SUV, dem Model X, dort einen großen möglichen Kundenkreis anspricht, ist den Kaliforniern wohl selbst klar. Für den Erfolg des Model X wird jedoch nicht nur die Exklusivität eine Rolle spielen, sondern eine andere Eigenschaft.

Als Elon Musk das Model X Ende September offiziell vorstellte, erläuterte der CEO eine Funktionen des Fahrzeugs, die viele fast ausschließlich für eine nette Spielerei hielten. Mit dem sogenannten Biowaffen-Verteidigungsmodus ist es auch aufgrund eines sehr großen Filters möglich, die Luftqualität im Fahrzeug mittels positivem Druck der eines Operationssaals anzugleichen.

Was für Amerikaner oder Europäer wie ein nettes Gimmick klingt, könnte für chinesische Kunden das ausschlaggebende Kaufargument sein. Die Luftverschmutzung in China ist so stark, dass viele Menschen täglich daran sterben. Wie die University of California at Berkeley berichtet, sterben in China durch die Luftverschmutzung circa 1,6 Millionen Menschen jährlich oder 4.400 pro Tag.

Wohlhabende Chinesen sind sich der Verschmutzung von Luft, Wasser und Land bewusst und verbringen oftmals viel Zeit im Ausland oder lassen sich Nahrungsmittel einfliegen. Mit einem Fahrzeug, welches die Luft im Wageninneren angenehm sauber hält, lassen sich vermögende Chinesen sicher viel eher chauffieren als mit einem vergleichbaren Auto ohne diese Funktion.

Der chinesische Markt scheint auch so langsam Gefallen an den elektrischen Fahrzeugen von Tesla Motors gefunden zu haben. Laut offiziellen Aussagen hat man von Januar bis September 3.025 Model S in China abgesetzt. Allein 1.345 davon im letzten Quartal. Noch im ersten Quartal dieses Jahres waren es 797 Model S. Das Model X könnte den dortigen Absatz weiter vorantreiben.

  • Ralph Orendi

    Dass die reichen Chinesen bei diesem Fahrzeug zuschlagen werden scheint mir sehr plausiblel. Ich pendele im Moment zwischen Shanghai und Deutschland und bin jedes Mal froh wieder die „reine“ deutsche Luft einatmen zu können.
    So ein Fahrzeug würde schon einmal den Weg in die Firma angenehmer machen…aber irgendwann muss man ja dann leider wieder aus dem Auto aussteigen.