China: Tesla Motors gewährt bis zu 12.500 US-Dollar Rabatt auf das Model S

Tesla Motors gewährt – wenn überhaupt – nur sehr selten Rabatt auf die eigenen Fahrzeuge. Mit einem Absatzziel von 17.000 bis 19.000 Fahrzeugen für das letzte Quartal dieses Jahres muss man jedoch auch ungewohnte Geschütze auffahren. So bietet Tesla Motors den chinesischen Kunden einen Rabatt von bis zu 80.000 Yuan (12.500 US-Dollar) an, wenn diese ihren Verbrenner verkaufen.

Vom 15. November bis zum 31. Dezember ist es möglich sich ein Model S zu kaufen und seinen alten Verbrenner zur Auktion auf einer mit Tesla Motors kooperierenden Plattform anzubieten. Hierbei kann ein Rabatt von bis zu 80.000 Yuan oder umgerechnet knapp 11.700 Euro erzielt werden. Der steigende Absatz in China könnte durch diesen Rabatt weiter bekräftigt werden.

Aktuell wird dieses „Eintauschprogramm“ nicht in allen Städten Chinas zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind aber immerhin sieben Großstädte daran beteiligt, darunter Peking, Shanghai, Shenzhen, Guangzhou, Hangzhou, Chengdu und Xi’an. Dass man zudem in Shenzhen spezielle Nummernschilder ohne Lotterieverfahren erhält, könnte ebenfalls gut für den Absatz sein.

  • klaues

    Super, wenn ich den Rabatt hier in Germany bekommen würde, dann tausche ich meinen Benziner auch ein, dieses Jahr noch.

  • hiTCH-HiKER

    Es wird langsam. Nächstes Jahr kommt dann wahrscheinlich der Zuschuss vom deutschen Staat (5000€) für den Kauf eines giftgasfreien Automobils, dazu noch ein etwaiger Tesla Rabatt für die alte, lärmende Dreckschleuder und es würde bei uns bestimmt schon vor dem Model 3 einen deutlichen Absatzssprung nach oben geben!

  • Blackmen

    …wenn man immer so liest, was für Nachlässe in Amerika oder China gewährt werden, dann muss das Geld hierzulande wirklich zu locker sitzen!

    Ein Käuferstreik würde bestimmt gewissen Herstellern Beine machen… 🙂

  • Dr.M.

    Den Rabatt hätte ich in Europa auch gerne – denn gerade in Deutschland werden die Verkaufsziele ja ganz offensichtlich nicht erreicht.

  • Sukram

    Das nennt man wohl „inventory liquidation sale“ 😉

    Cash machen, koste es was es wolle, schließlich muss auch die nächste KE hinhauen, und laut letztem Quartalsbericht sind die „finished goods“ weiter gewachsen.

    Offensichtlich ist die Nachfrage nach dem Model S nicht so, wie der Guru das darstellt- zwischen Auftragsbestätigung und Produktionsbeginn liegt mittlerweile oft nicht mal mehr eine Woche.

    • Michael

      Dass die Altvorderen hierzulande immer wieder solchen Stuss von sich geben müssen …

      Und ständig belehren euch die Statistiken. Aber Hauptsache, ihr könnt weiter zweifeln.

      Wobei ich nichts gegen Kritik an sich habe. Nur dieses Tesla-Bashing ist wirklich schon ein Volkssport geworden.

      • Michi

        Sukram hat Recht, das „inventory“, also fertige Produkte im Lager ist in der Tat die letzten 3 Quartale stark gewachsen, das kann jeder im „balance sheet“ bzw. im Quartalsbericht nachlesen.
        Und die „lead time“ zwischen Bestellung und Produktionsbeginn ist in 2 Jahren auch von knapp 3 Monaten auf aktuell unter einem Monat gesunken (was „unter“ hier bedeutet ist Interpretationssache). Auch diese Werte sind in den Berichten nachzulesen.
        Dass Tesla in China nun den alten Lagerbestand mit Rabatten abbauen will liegt nahe. Das heißt aber nicht dass die Nachfrage deswegen schlechter wird. Um kurzfristig die Verkaufszaheln zu erhöhen ist das aber sehr nützlich.
        Und mal ganz ehrlich: 12.500 € bei horrenden Verkaufspreisen in China wird das wohl eher einen marginalen Effekt haben (sind ja nich mal 10%). Und dieser Betrag ist ja auch das Maximum was Kunden als Rabatt rausholen können …

        • Blackmen

          … wer hat bei Tesla D einen höheren Rabatt als 1.000,00 erhalten?

          Freiwillige vor…

        • Sukram

          Um es deutlicher zu sagen, die „unfinished goods“ haben sich in den letzten 3 Quartalen mal eben um schlappe 295 Mio $ erhöht
          http://www.sec.gov/cgi-bin/viewer?action=view&cik=1318605&accession_number=0001564590-15-009741&xbrl_type=v#
          rechnet das mal in Model S um.

          Die Trickserei in Dänemark ist ja leider in die Hose gegangen – erwischt 😉

        • Michi

          Naja der Absatz ist ja auch gesteigert worden in den Proportionen …

          Noch viel schlimmer ist eigtl: selbst wenn man die komplette Entwicklung und Finanzierung der Gigafactory und dem drumherum rausrechnet: Die haben dann immer noch knapp 4,2 Mio $ Verlust gemacht (angestiegene Sales und Administrative Kosten im Vergleich zum Umsatz). Und das ist echt schwach, der Verlust hat nix mit Expansion wirklich zu tun (machen ja gar keine Werbung, also Marketingbudget kann ja nich groß sein) …

          Mein Plan in TSLA Aktien einzusteigen überleg ich mir nochmal 😉

  • Stephan Rittmeyer

    Schade, mit diesem Rabatt hätte ich vielleicht bessere Chancen gehabt meinen Geschäftspartner zu Überzeugungen das erst Tesla TAXI in Frankfurt auf die Straße zu bringen. Den sonst üblichen
    Taxirabatt gewährte Tesla nicht. Wäre bestimmt ne top Werbung für Tesla gewesen,und gar nicht teuer. Nun stinken wir weiter.

  • alexander

    vielleicht braucht das Model S mal ein facelift. Immerhin ist es schon seit 2012 auf dem Markt und seit 2009 vorgestelllt. Eine frische Frontschürze fände ich ansprechend.

  • Sukram

    @Tesla-Fan:
    Kann komischerweise nicht direkt antworten, darum halt so-

    Siiischa doch, darum hat der örtliche Tesla-Chef anfangs von gar nix gewusst, weil die Zentrale das an ihm vorbei fabriziert hat, wohl in der Angst, dass die dänischen Nummernschilder knapp werden oder die das besser als er vor Ort können oder….

    Mediamarkt.

    Der Minister war halt Gentleman und hat sie das Gesicht wahren lassen – im Gegensatz zu Tesla vs. ihrem Ortschef. Mit mir hätten die sowas nicht machen können.