China: Tesla und Regierung über Eigentümerstruktur neuer Produktionsstätte uneinig, berichtet Bloomberg

Bereits im Juni letzten Jahres hatte Tesla bestätigt, dass man mit der Regierung in Shanghai zusammenarbeite, um eine neue Produktionsstätte in China aufzubauen. Im Januar dieses Jahres bestätigte dann auch Panasonic, dass es bei etwaigen Expansionsplänen von Tesla nach China in Betracht ziehen wird, die Partnerschaft auch dort fortzuführen.

Nun berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass Tesla und die Regierung von Shanghai keine Einigung darüber finden können, wer der Eigentümer der neuen Produktionsstätte sein soll. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, möchte Tesla alleiniger Eigentümer der Produktionsstätte sein, während die Regierung auf das in China übliche Joint Venture besteht.

In China dürfen ausländische Fahrzeugbauer nur dann einen eigenen Produktionsstandort haben, wenn sie mit einem einheimischen Unternehmen kooperieren.

Sollten sich die Regierung und Tesla nicht einig werden, könnte der Elektroautobauer eine riesige Chance verpassen. Denn die chinesische Regierung möchte die Luftverschmutzung und die Abhängigkeit von Ölimporten einschränken und fördert daher den Absatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben mit mehrere Milliarden US-Dollar.

Tesla verkauft aktuell Fahrzeuge in China mit einem Importzoll von 25 Prozent. Ein Tesla Model X, welches in den Vereinigten Staaten gefertigt wurde, kostet in China etwa 835.000 Yuan oder 132.000 US-Dollar. Dadurch wird einheimischen Herstellern wie BAIC Motor Corp., BYD Co. und den Startups NIO und Byton ein Wettbewerbvorteil gegeben.

Während Tesla in den USA mit beinahe 105.000 abgesetzter Fahrzeuge Marktführer im Segment der Elektrofahrzeuge ist, verkaufte Tesla in China 14.883 Fahrzeuge, was gerade einmal drei Prozent Marktanteil (insgesamt 449.431 Fahrzeuge) in diesem Segment bedeutet. Tesla belegt damit Platz 10, deutlich hinter Marktführer BAIC Motor Corp., die 102.341 Fahrzeuge absetzten.