China: Weiterer tödlicher Unfall im Model S soll bereits im Januar 2016 passiert sein

In den chinesischen Medien wird aktuell berichtet (via Electrek), dass der erste tödliche Unfall in einem Model S nicht im Mai in den USA stattgefunden hat, sondern bereits im Januar in China. Wie es heißt, wird der Fall seit Anfang des Jahres von den Behörden untersucht, die Familie des Verstorbenen hatte Tesla China anschließend im Juli verklagt.

Bei dem Unfallopfer handelt es sich um einen 23-jährigen Chinesen, der das Fahrzeug seines Vaters ausgeliehen hatte. Durch eine im Model S eingebaute Dashcam wird der Unfallhergang ersichtlich. Demnach fuhr der Fahrer frontal gegen ein Straßenreinigungsfahrzeug, welches sich am linken Fahrbahnrand befand, aber noch zum großen Teil die linke Spur einnahm.

Der Fahrer fuhr auf einer Hauptverkehrsstraße im Bezirk von Hongkong und Macau mit entsprechendem Tempo entlang. Wie in den Aufzeichnungen zu sehen und von der Polizei bestätigt, wurde die Bremse vom Fahrer vor dem Aufprall nicht betätigt. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass der Autopilot während der Fahrt aktiviert war.

Die Familie des Fahrers hat Tesla vor dem Volksgericht in Peking verklagt. Sie ist der Meinung, dass Tesla die Verantwortung dafür übernehmen muss, dass der Autopilot den Unfall nicht verhindert hat. Tesla hat sich gegenüber Electrek indes geäußert und erklärt, dass man aufgrund des Schadens die Log-Datei nicht auswerten konnte, man aber auch trotz mehrmaliger Bemühungen keine weiteren Informationen von den Angehörigen diesbezüglich erhalten hat.

Tesla zählt deshalb diesen Unfall mit Todesfolge nicht zu denjenigen Unfällen, bei denen der Autopilot aktiviert war. Noch am vergangenen Sonntag erklärte Elon Musk in einem Conference Call zum Autopiloten, dass es lediglich einen tödlichen Unfall bei den bisher 200 Millionen zurückgelegten Kilometern aller Tesla-Fahrer mit Autopilot gab.

Der Unfall aus China erinnert an einen anderen Unfall aus der Schweiz, der sich Ende Mai dieses Jahres abgespielt hat. Dieser Unfall ist zwar deutlich glimpflicher ausgegangen, dabei ist jedoch ebenfalls ein Model S mit eingeschaltetem Autopilot gegen ein stehenden Transporter gefahren, da das vorausfahrende und vom Autopiloten gefolgte Fahrzeug diesen Transporter kurz davor umfahren hat.

Tesla hat mit dem kommenden Autopilot-Update v8.0 angekündigt, den Radar des Systems ebenfalls als primären Kontrollsensor zu nutzen, der ohne Bestätigung durch die Kamera ein Bremsmanöver einleiten kann. Möglicherweise könnten damit solche Unfälle verhindert werden, da der Radar um oder sogar unter einem vorausfahrenden Fahrzeug sehen kann und kommende Hindernisse erkennt.

  • thomas Cantwait

    Ich habe mir ein Model 3 bestellt und kann es kaum erwarten ihn endlich zu fahren. Den Autopiloten werde ich vermutlich auch direkt freischalten lassen aber ich werde mich sicher nicht drauf verlassen und ihm mein Leben anvertrauen. Ich denke, die Systeme werden noch deutlich besser werden und es wird noch ein wenig dauern, bis der Fahrer vollständig ersetzt werden kann.

    Es ist nicht erwiesen, ob bei diesem Unfall der Autopilot eingeschaltet war, und ich möchte mich hier auch nicht an überflüssigen Spekulationen beteiligen, aber zumindest der Unfall mit Todesfolge in den Staaten zeigt ein Problem bei Teslas Argumentation des Sicherheitsgewinns: Der Autopilot verursacht zwar schon jetzt weniger Unfälle als menschliche Fahrer, aber die Unfälle die er erzeugt wären so wohl nicht vom Menschen verursacht worden. Die wenigen Unfälle sehen schon beängstigend aus.

    Jetzt wieder stärker den Radar zu involvieren, wie es auch Abstands- und Notbremssysteme tun, scheint sehr sinnvoll.

    Das wichtigste ist: Die Elektromobilität wird siegen!

    • Steff

      Das sehe ich genauso. Es geht um E-Mobilität, ich habe meinen Tesla um einen Verbrenner zu ersetzen. Ich kann nur hoffen mit der ganzen Autopilotgedünserei hat sich Tesla keinen Bärendienst erwiesen.

    • Nic Megert

      Der Autopilot hat bisher keinen Unfall verursacht! Er konnte den Unfall blos nicht verhindern. Wie die Fahrer dieser Fahrzeuge übrigens auch nicht! Erst wenn der Autopilot das Fahrzeug vom Kurs abbringt und beispielsweise in einen Baum etc. fährt ist der Fehler auch beim Autopiloten zu suchen. Und selbst dann noch hat der Fahrer jederzeit die volle Verantwortung und müsste daher verhindernd einschreiten.
      Der Fall in den USA wäre bei jedem anderen Unfallfahrzeug ganz anders betrachtet worden. Dann hätte es in etwa geheissen: Truckfahrer missachtete den Vortritt eines korrekt entgegenkommenden Fahrzeuges. In Folge wurde das Fahrzeug und der Fahrer geköpft. Oder so ähnlich. Wenn es ein Tesla ist heist es dann: Autopilot tötet Fahrer!
      Ich weis was der Autopilot leistet und was nicht. Ich würde ihn nicht mehr hergeben wollen. Aber das können sich Leute die damit keine Erfahrung haben eben nicht vorstellen.

  • bübchen

    Mein Beileid an die Familie. Mit 23 Jahren sollte man nicht sterben.
    Beim Führen eines Kraftfahrzeuges hat der Fahrer jedoch die volle Verantwortung und muß stets und ohne Pause aufmerksam sein. Diese Verantwortung kann man nicht an den Hersteller des Fahrzeuges abgeben.

    • Patrick

      Es ist ein Gesellschaftstrend Verantwortung auf andere abschieben zu wollen. Kinder werden durch ihre Eltern schon so erzogen. How cares. Das Leben kann bitter sein.

  • Murat

    Zu wenig Informationen um sich ein genaues Bild daraus zu machen.
    Hatte das Straßenreinigungsfahrzeug einen defekt? Hatte der Fahrer die Warnblinkanlage an?(Was bei dieser Geschwindigkeit auch nicht viel gerettet hätte) Hat der Fahrer scheinbar auf einer Autobahn fahrlässig gehandelt und durfte dort nicht stehen bleiben? Gibt es in China ggf. geringere oder keine Sicherheitsauflagen um eine Straße korrekt abzusichern? War der Autopilot eingeschaltet? Hätte der Fahrer nicht trotzdem eingreifen sollen?

    • Ralph

      Hallo Murat,

      ich habe ein Jahr in China gelebt und ich kann dir sagen, dass es gar keine Regeln in China gibt. Sicherheit wird sehr klein geschrieben. Auf den „Autobahnen“ gibt es riesige Schlaglöcher, in denen ich mir auch schon einen Platten zugezogen habe. LKW und Autos PARKEN auf der Autobahn…
      Wenn wirklich der Autopilot aktiviert war, dann ist das nur ein Indiz dafür, dass es eine gute Entscheidung ist, das Radar stärker zu nutzen.

      Gruß
      Ralph

      • Elvis

        Wenn die da PARKEN, dann ist es fahrlässig, den Autopiloten einzusetzen, da stehende Hindernisse schon immer ein Problem waren …

  • MXF

    „Tesla hat mit dem kommenden Autopilot-Update v8.0 angekündigt, den Radar des Systems anstatt die Kamera in den Vordergrund zu rücken.“
    Tesla hat den Einfluss des Radars gleichgestellt mit der Kamera, so dass dieser auch Bremsmanöver auslösen kann. Die Kamera wurde aber nicht zurückgestuft. So habe ich es zumindest aus den Transscripts von electrek entnommen.

    • TK

      Im offiziellen Blog-Post heißt es:

      „The radar was added to all Tesla vehicles in October 2014 as part of the Autopilot hardware suite, but was only meant to be a supplementary sensor to the primary camera and image processing system.

      After careful consideration, we now believe it can be used as a primary control sensor without requiring the camera to confirm visual image recognition.“

      Es ist demnach nicht ganz eindeutig, wie Tesla das meint. Ich habe den Satz jedoch etwas angepasst.

      • MXF

        Im bei ekectrek veröffentlichten Transcript heißt es:
        „Harrison Weber – Venture Beat

        Hi Elon, I just have a question regarding the camera and image processing system: could you articulate basically what’s in use now versus what was in use before this update?

        Elon Musk – Tesla CEO

        The radar and the camera would have to agree. In fact, really unless the camera recognizes the object and then radar would cross check then it would initiate a braking event. That’s sort of quite tricky because they are things that the camera would not recognize. Or it’s too ambiguous from a visual standpoint to initiate a braking event. In fact, if you have a light object against a light sky or you are driving into the sun, these are hard for people to see – they are not just hard for image recognition systems to see. It’s hard if you are person, but the radar would not care if it was staring at the sun or what the contrast ratio of the object is relative to the background.

        So yeah, the radar-only braking is quite powerful – it will superhuman.“

        Quelle: https://electrek.co/2016/09/11/transcript-elon-musks-press-conference-about-tesla-autopilot-under-v8-0-update-part-6/

        Nach meinem Verständnis können beide Systeme eine Notbremsung auslösen.

        • TK

          Lese ich daraus auch nicht eindeutig. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin Ihrer Meinung. Ich meine nur, dass dies weder im Transkript noch auf dem Tesla-Blog eindeutig so wiedergegeben wird.

  • McGybrush

    Ja traurig das die Menschen einfach nicht das was vor Ihnen passiert sehen, reflektieren und darauf reagieren. Und wenn doch wäre es auch jedem anderen ohne Fahrhilfen passiert.

    Beim Tempomat kann man ja auch kein verklagen weil man geblitzt wurde.

  • Elvis

    Möchte hier auch mein Beileid bekunden und den Unfall nicht weiter kommentieren, da die Sachlage wohl recht unklar ist. Aber ich möchte allen (potentiellen) Tesla-Fahrern kurz meine Erfahrungen/Meinungen zum Autopiloten mitteilen, den ich seit (erst) 3 Wochen intensiv getestet habe und von dem ich Wunder erwartet hatte …

    Aus meiner Sicht handelt es sich technisch um einen etwas verbesserten Abstandshalter mit aktiver Spurhaltung. Das System hat enorme Schwächen in Sondersituationen wie z.B. Baustellen, fehlende oder schlechte Fahrbahnmarkierungen und vor allem im Stadtverkehr und auf kleinen Dorfstraßen. Da musste ich permanent eingreifen, auch wegen Fahhrad- und Mopedfahrer. Richtig zu gebrauchen ist er eigentlich auf Autobahnen und Schnellstraßen und im Stau. Dort funktioniert er recht gut, solange keine Baustellen kommen. Ampeln erkennt er nicht und Geschwindigkeitsbeschränkungen erkennt er zwar, passt sich aber nicht an (macht Audi wohl mittlerweile).

    Also, kurzum, ein gutes Hilfsmittel in einigen Situation, aber von autonomen Fahren Lichtjahre entfernt (behauptet ja auch keiner). Wer hier die Hände vom Steuer nimmt (ich mache das, weil die ständigen kleinen Lenkkorrekturen nerven) MUSS genauso aufmerksam auf alles achten, wie bei Fahren ohne Autopilot.

    Am meisten hat mich überrascht, dass auch nur ein Mensch, der das Ding ein wenig benutzt hat, auch nur auf die Idee kommen kann, das Auto beherrscht die Situation vollkommen selbständig. Am liebsten fahre ich mit dem Abstandsassistenten. Möchte hier aber auch erwähnen, dass EM ja selbst sagt, das ist erst die zweite von vier Stufen zum autonem Fahren. Von daher finde ich es wichtig und richtig, die Systeme ständig zu verbessern (damit das nicht von einigen Kandidaten hier falsch verstanden wird).

    Bin mal auf die Systeme von Audi und Mercedes gespannt. Die sind ja auch bald im Einsatz.

  • Sonntagskuchen

    Ich halte es für gefährlich, das Tesla den Begriff „Autopilot“ weiter aufrecht hält. Er sollte durch Begriffe wie „Fahrunterstützung oder Assistent“ ersetzt werden.

    Ich habe auch eine Model 3 bestellt und werde wohl den Autopiloten aktivieren, aber sehr ihn nur als Nothelfer an, z.b. Wenn man am Steuer übermüdet einschläft.

    Auf einen kompletten Autopilot, egal von welcher Firma (Tesla, Mercedes etc) würde ich mich nie verlassen.
    Dafür ist die Situation Verkehr zu komplex.

    Wenn Verkäufer suggerieren, dass Tesla Autos von alleine fahren, dann kann Tesla ein Problem bekommen

    • Erna

      Immerhin hat man in China die Formulierung „Autopilot“ bereits aus der Werbung genommen. Bleibt die Frage warum im Rest der Welt nicht.

      • Derk van Dorsten

        Im Rest der Welt, z.B. in Deutschland steht es so auf der Homepage von Tesla:

        „Autopilot-Komfortmerkmale

        Dank dem Autopiloten kann das Model S mehr als nur die Spur halten. Ein Antippen des Blinkerhebels genügt, und das Model S wechselt automatisch die Spur. Auch die Geschwindigkeit wird vollkommen autonom geregelt, denn die verkehrsadaptive Tempomatik passt sich perfekt dem Verkehrsfluss an. Ihr Auto erkennt sogar passende Parklücken für Sie und parkt danach vollkommen automatisch ein.“ Zitat Ende

        Mehr steht da nicht, Frau Erna.
        Man könnte jetzt natürlich etwas hineininterpretieren …

        • Erna

          …passt sich perfekt dem Verkehrsfluss an…

          Perfekt wie in China? Nicht Interpretation sondern Realität.

          • Erna

            Ich gebe zu, an meinen Chinesich-Kenntnissen muss ich noch arbeiten.
            Nun ist aber wirklich Feierabend für heute!

          • Erna

            Danke an TK, dass solche Scherzbolde jetzt ausgeschlossen werden

          • Erna

            Ja stimmt, da kann ich voll zustimmen!

        • Grünspanpolierer

          Doch, Herr van Dorsten, weiter unten steht:

          „Lenkautomatik mit verkehrsadaptiver Geschwindigkeitsanpassung

          Aktive Sensoren in Kombination mit GPS und hochauflösenden Digitalkarten bilden ein Aggregat sich gegenseitig überwachender Systeme. Dank ihnen kann das Model S Autobahnen auch bei Kolonnenverkehr VOLLKOMMEN AUTONOM befahren – ohne von der Spur abzuweichen.“

      • GreenTea

        Naja, Drive Pilot ist sicherlich eine geeignetere Bezeichnung…

  • Saftwerk

    Ich stufe das „Autopilot fahren“ genauso ein, wie „freihändig Fahrradfahren“.
    Auch wenn es in bestimmten Situationen möglich ist, überlegt man doch vorher und macht es nicht.

  • mitleser

    Tragisch. Warum hat der Fahrer nicht reagiert/ eingegriffen?

  • EeVee

    @Elvis – Danke für Deinen aufschlussreichen Kommentar. Ich habe das Model S nur einmal eine 3/4 Stunde zur Probe gefahren. Dabei musste ich mich doch sehr überwinden während eingeschalteten Autopilots die Hände vom Steuer zu nehmen. Spurwechsel funktioniert ja auch nur mit Hände am Steuer + Lenkrad andrehen.

    Ich denke das System ist deutlich sicherer, als wenn man während der Fahrt unerlaubterweise beide Hände vom Steuer nimmt und mit dem Oberschenkel lenkt. Oder am Smartphone rumspielt, oder…

    Letztlich ist es das gleiche wie mit den Bränden von Verbrennerautos. Wird kaum drüber geschrieben, wird kaum drüber gelesen, interessiert kaum einen. Ablenkung ist Unfallursache nummer ein. Soll zwar nicht heißen, dass man mit Autopilot sich ablenken darf, aber würde jeder mit aktivierten Autopilotsicherheitsfunktionen fahren, würde sich das bemerkbar machen. „Vollkommene Sicherheit“ wird es aber nicht geben. Man muss mit jedem System angemessen umgehen.

    Im übrigen scheint mir, dass Level 4 Autonomy deutlich mehr Rechenleistung brauchen wird bei der Menge an Daten und Entscheidungen, die zu machen sind. Sie sind ja schon jetzt an der Grenze angekommen mit der neuen AP V.8 Funktionalität.

  • Sonntagskuchen

    und noch einen Nachtrag bitte:

    Jeder kennt die Geschichten von Menschen, die blind ihrem Navi vertrauen und irgendwo im Wald stecken bleiben, oder am Marktplatz die Treppen runter fahren oder in den Rhein fahren…

    Ist der Navi schuld???

    • McGybrush

      Das wollte ich auch schreiben. Hatte den ganzen Vormittag die gleiche Idee. Weiss noch was das 1996 durch die Medien ging. 7er Fahrer fährt in Hafenbecken. Heute kommt das unter „Kurioses und Witziges aus aller Welt“ wenn niemand zu schaden kam.

    • Erna

      Wenn das Navi den Autopiloten des Fahrzeuges steuern würde schon. Der Autopilot des Tesla sagt nicht bitte biegen Sie links ab und dann ist man im Rhein, er fährt selber rein.

  • Erna

    Das Problem am „Autopilot“ von Tesla ist nach wie vor, dass es sich eigentlich um den aktiven Spurhalteassistenten handelt. Wenn man diesen allein auf eine akustische Warnung beschränkt und alle anderen Systeme aktiv lässt, ändert sich an der aktiven Fahrzeugsicherheit nichts und der Fahrer bleibt gezwungen dauerhaft die Hände am Lenkrad zu lassen und sich nach vorne zu konzentrieren.

    Ich denke man fährt nicht sehenden Auges in eine Kehrmaschine sondern nur wenn man sich abgelenkt mit anderen Sachen beschäftigt.

    Vollkommen erschreckend ist eigentlich die Reaktion von EM. Mit Sicherheit war ihm der Vorfall bekannt und trotzdem wurde eine ohnehin zweifelhafte Statistik präsentiert, die dazu „nur“ von einem tödlichen Unfall ausging. Dann die neusten Ausführungen mit Aussagen wie „UFO“ etc. Meine wahren Gedanken werde ich hier nicht Preis geben, denn diese würde auch der toleranteste Moderator löschen.

    R.I.P.

    • Hans Ruppental

      Sehr weise Worte aus Ihrer Schreibfeder:
      „Ich denke man fährt nicht sehenden Auges in eine Kehrmaschine sondern nur wenn man sich abgelenkt mit anderen Sachen beschäftigt.“

      Ist eben wie mit den ersten Tempomaten als irgendwelche Schlaumeier das Lenkrad festgebunden haben. Ist da jemand auf die Idee gekommen Tempomaten zu verbieten?

      Ist eben wie mit den ersten ABS/ESP, als irgendwelche Schlaumeier meinten, damit die Physik überwinden zu können und sich blind darauf verlassen haben. Teils mit tödliche Folgen. Ist da jemand auf die Idee gekommen ABS/ESP etc. zu verbieten.

      Die Liste liesse sich beliebig fort setzen mit neuen Sicherheitstechnologien, die den Anwender in falsch Sicherheit wiegen. Das kommt sogar bei Flugzeugen vor.
      Dennoch ruft da niemand: Der Hersteller ist Schuld

      Nur bei Tesla ist dann plötzlich der Hersteller Schuld?

      • Pabst Prius

        Das Problem ist halt, dass im Netz genug Videos kursierten, in denen die Tesla-Fahrer zeigen wie toll das Auto ohne Hände am Lenkrad fährt und zwar Minuten lang. Ich sehe da Tesla/Musk schon in der Pflicht das prominent anzusprechen und zu sagen: „Leute, schön dass Euch unsere Technik so begeistert, aber ihr missbraucht das. Lasst das.“ Das kam dann erst, als besagter Unfall mit Todesfolge publik wurde. Und selbst da hatten die sich Monate Zeit gelassen. Ich finde es billig, wie Musk versucht sich hier aus der Affäre zu ziehen.

        Wie ist denn dass aktuell, nach welcher Zeit meldet sich das Fzg denn, wenn keine Rückmeldung vom Lenkrad kommt?

        P.S.
        Und die Geschichte mit Tempomat und Seil am Lenkrad hörte ich nie.

      • atamani

        Natürlich ist der Autohersteller Schuld, wenn er sein System Autopilot nennt, das System aber gar kein Autopilot ist…

        Und wenn der „Autopilot“ bei dem Unfall wirklich an war, dann gute Nacht…

        • Hans Ruppental

          Sie wissen, was ein Autopilot ist?
          Ich meine zum Beispiel im Flugzeug.
          Da kommt auch niemand auf die Idee, den ganz alleine ohne Kontrolle fliegen zu lassen.
          Im Gegenteil.

          Oder gehen Sie einfach von Ihrem Verständnis aus, dass ein Autopilot eine vollautomatische, autonome Steuerung eines Fahrzeugs sei?

          Im Übrigen steht das im Handbuch zu den Tesla ganz klar definiert.

          • atamani

            Ja, ich weiß was ein Autopilot ist…und besonders auch im Flugzeug, da ich seit mehreren Jahren eine Pilotenlizenz habe…

            Offensichtlich wissen Sie es nicht…

            Und man kann den Autopiloten alleine fliegen lassen, sobald er ein Problem hat, gibt es eine Meldung, und er steigt aus, oder ich bekomme eine Warnung, bei Verkehr…

            Wie war das beim Tesla? Ein Objekt, das zur Hälfte im eigenen Fahrweg ist, und mehr als dreimal so groß wie das eigene Fahrzeug ist, nicht zu erkennen…danke, das ist SCHROTT !!!
            Das ist kein Autopilot, sondern ein Werbemärchen…ein gefährliches…

            Wieso nennt Tesla das ganze Autopilot, wenn es keiner ist?
            BITTE BEANTWORTEN SIE NUR DIESE FRAGE ???

            Siehe auch Definition Autopilot:
            Als Autopilot wird eine automatische, üblicherweise programmierbare Steuerungsanlage bezeichnet, welche Fortbewegungsmittel auf Wunsch automatisch lenkt, ohne dass Menschen, während der Autopilot aktiv ist, in die Steuerung eingreifen müssen.

            Wenn Tesla also sagt, man muß eingreifen, und zwar ständig, dann ist es schlicht kein Autopilot…WIESO NENNT MAN ES DANN SO?

        • Maximo

          Laut ihrer Logik ist dann der Autopilot im Flugzeug schuld, wenn er nicht rechtzeitig landet, wenn der Sprit alle ist. Und der Lamborghini Murciélago kann nachts mit Hilfe seines Sonars in eine Höhle fliegen. Dann mal gute Nacht.

          • atamani

            Offensichtlich haben Sie keine Ahnung wie ein Autopilot im Flugzeug funktioniert, deshalb erstmal informieren, und dann posten…

            Dann mal gute Nacht

        • Marco

          Wusstest Du, dass ein Autopilot im Flugzeug auch ständig von einem menschlichen Piloten überwacht werden muss?

  • McGybrush

    Es ist bestimmt ein schweres Schicksal für die Eltern. Aber nach dem was ich hier gesehen hab verstehe ich wegen der eindeutigen Selbstverschuldung bzw. der Mitschuld der Straßenkehrmaschine a) die Klage nicht und bin b) der Meinung das wegen genau solchen blinden Aktionismus jemanden die schuld geben zu wollen dann Gesetze entstehen wie „Stecke keine Katzen in die Mikrowelle“ oder „Vorsicht der Kaffe ist heiss bei Starbucks“. Obwohl da eher ja die Amis Vorreiter sind was dumme Gesetze an geht. Auslöser waren aber wohl immer selbstverschuldete Ereignisse worauf hin andere Verklagt wurden und Richter (denen das Berufsverbot gehört) dem auch noch Recht gegeben haben.

    Dieser Unfall ist ja so vorhersehbar gewesen wie die Tatsache das wenn ich auf einen Abhang zu gehe am Ende runter falle und dann jemand klagt das da kein Schild stand.

  • Jimmy

    Hunderte Autos auf der Straße und ausgerechnet das laut elon Musk beste und sicherste Auto der Welt fährt in den Straßenreiniger und tötet den jungen Fahrer. Kann nicht verstehen dass die Leute auf so ein Marketing Gelaber reinfallen

    • W. Müller

      2500 Tote jeden Tag in Autos weltweit. Das macht in dem Zeitraum wo die Tesla Unfälle passiert sind 305000 Tote.

      2 Tote alleine in Deutschland mit Mercedes Boliden der Luxusklasse mit neuester Sicherheitstechnik und trotzdem passiert es im Zeitraum von Herbst 2015 bis Februar 2016.

      Kann nicht verstehen, dass die Leute so auf diese FUD Kampagne mit einseitigem Fokus auf Tesla reinfallen.

    • McGybrush

      Also ich lasse den Sichersten Eierschutz für Dich entwerfen. Sage Dir dann zieh Ihn mal an, es ist der sicherste Eier schutz. Danach würde ich mit nem Vorschlaghammer drauf hauen!

      Würdest Du es machen nur weil es der sicherste ist? Ich glaube an Dein Menschenverstand das Du es nicht machen würdest.

      Sicherste = nicht unfehlbar.
      Wenn wenn von Hersteller a€
      99 von 100 Fallschirmen nicht öffnet und von Hersteller b) 98 Falschirme nicht öffnen dann hat Hersteller b) aber das Sicherste Fallschirmsystem solange es kein besseren gibt. Heisst aber nicht das es perfekt ist.

  • Klingt nach: Papa hat sein Auto dem Sohnemann geborgt und vermutlich vergessen dazuzusagen, was ihm der Verkäufer über die Funktionen und Einschränkungen des Wagens erklärt hat. Jetzt ist der Sohnemann tot, und der Papa braucht einen Schuldigen. Tragische Geschichte, wenn es wirklich so gelaufen ist. Hat sich aber so oder so ähnlich schon unzählige Male ereignet. Selbstüberschätzung ist leider immer noch das größte Problem. Vor allem dann, wenn man sich auf Technik verlässt, die man nicht versteht.

    Schade finde ich bei all den Diskussionen rund um den Autopiloten, dass Telas eigentliche Glanzleistung – ein brauchbares Elektroauto – zunehmend aus dem Fokus der Berichterstattung verschwindet. Zumindest daran darf man den alten Autoherstellern und ihren Pressekontakten aber keine Schuld geben. Als Technologieführer bestimmt Tesla Thema und Schlagzahl selbst.

    • Erna

      Das tragische daran ist offensichtlich, dass ein funktionierender Notbremsassistent das Leben hätte retten können. Ohne Autopilot-Funktion hätte er vielleicht sogar auf den Verkehr geachtet und es hätte gar keinen Unfall gegeben.

      Fatal auch, dass es nicht der erste Unfall ist mit einem Fahrzeug auf der linken Fahrbahn. Offensichtlich vernachlässigt Teslas-Software ganz bewusst die linke Seite um weniger Fehlalarme/Eingriffe zu provozieren. Das hat nichts mit Möchtegern-„Technologieführer“ zu tun sondern grobe Fahrlässigkeit mit dem Kunden als Versuchskaninchen.

      • Gregor66

        Mein TESLA fährt übrigens auch in England …

        ABER ich kann mir jetzt (Danke für den Hinweis @ Erna) ganz bildhaft vorstellen, wie die Software einseitig programmiert wird.

        Echt nicht mehr zu glauben, was hier alles gepostet wird, nur um das letzte Wort zu haben.

      • Hans Ruppental

        Frau Erna, ich hätte da 3 Möglichkeiten zur Auswahl:

        1.) Sie posten hier wider besseren Wissens als Tesla-Hater die Unwahrheit
        2.) Sie wissen es nicht besser und haben gröbere Lücken im Bereich der Technik was die Möglichkeiten von Notbremsassistenten angeht
        3.) Sie sind bezahlt, um gegen Tesla zu schreiben.

        Suchen Sie es sich aus. Andere Erklärungen gibt es meines Erachtens nicht, um so faktenbefreit einseitig gegen einen Hersteller zu schreiben.
        Ich kann da nur wiederholen: Tödliche Unfälle passieren auch bei anderen Systemen mit Notbremsassistent wie zum Beispiel Mercedes.

      • Elvis

        Ach Erna, ist das unsubstantiiert schlecht! Die meisten Autofahrer wissen gar nicht, dass sie einen Notbremsassistenten an Board haben, weil sie den nämlich nicht aktiv benutzen (ja, bei Tesla kann man den bewusst für die aktuelle Fahrt ausschalten. Bei allen anderen Herstellern aber wohl nicht). Und wenn sie es dann doch wissen, verlässt sich doch niemand darauf, dass er nicht mehr bremsen muss! Das Ding ist nicht aussdchließlich dafür konzipiert, sämtliche Unfälle vollständig zu vermeiden. Es soll insbesondere die schwere eines Unfalls vermindern, im besten Falle natürlich vermeiden. Mal ganz ehrlich, junge Frau, so langsam wird`s peinlich. Und ich als Arbeitgeber würde für solch unsubstantiiellen Beiträge nichts bezahlen, da sie nach hinten los gehen.

        Und noch was: @Pamela, ich vermiss Dich 🙂

        • Pamela

          Bah, ich hab mir die Lollapalooza-Pest eingefangen, bin halb tod !
          Hab es aber geschafft im 62. Kommentar Grüni noch trollig zu antworten.
          Der hat mich schon so manipuliert, dass er mir leid tut, wenn ich ihn ignoriere.
          Ist Quatsch, ist aber so

        • Erna

          Schön das Sie die Tatsachen verdrehen. Tesla hat ja mittlerweile – vermutlich nur auf Grund der Ermittlungen durch die NHTSA – einräumen müssen, dass der Radarsensor sehr wohl die LKW-Anhänger erkannt hat. Die fehlerhafte von Tesla programmierte Software hat trotzdem keine Notbremsung eingeleitet weil die Kamera den Anhänger nicht erkannt hat. Somit wäre der Unfall anders verlaufen, der Tesla wäre keine 400 m (?) weiter gefahren und hätte keine zusätzlichen 2 Zäune durchbrochen, vielleicht wäre noch nicht einmal der Fahrer gestorben. Alles kein Fehler des Radarsensors sondern der von Tesla programmierten Software der Datenverarbeitung.

          Gleichfalls fahren mindestens 3 Tesla gegen Fahrzeuge am linken Rand ohne das der Notbremsassistent eingreift obwohl mit Sicherheit (schlicht und einfach aus physikalischen Gründen) auch da der Radarsensor angesprochen hat. Einer davon ist nunmehr tot. Soll bei allen 3 Fällen die Kamera das Fahrzeug nicht erkannt haben? Wohl kaum, vermutlich hat die Software das ganze wieder einmal ignoriert und aus Kamera sagt nein wird das ja des Radarsensors einfach überstimmt. Von allen drei Fällen gibts Videos, da ist weder von Sonne, blenden, verdecken oder sonst was zu sehen. Was mag also der Grund sein? Die Software ignoriert offensichtlich den linken Fahrbahnrand, könnte ja als entgehenkommendes Fahrzeug fehlinterprettiert werden.

          Für mich und offensichtlich auch Mobileye (sind das eigentlich auch Trolle?) ganz klar verantwortungslos sowas offensichtlich ohne ausreichende Tests auf die Menschheit loszulassen.

          PS: Als Teslafahrer würde ich mich auf Grund der Ereignisse zur Sicherheit von der linken Spur fernhalten und nicht nur ich würde mich wohl darüber freuen.