Daimler will in der Batteriezellen-Produktion „die Kräfte bündeln“

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Während der Bau der Gigafactory in vollem Gange ist, denkt man bei Daimler immer weniger über eine eigene Produktion von Batteriezellen nach. Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber sagt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Vielleicht muss man darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, wenn jeder für sich eine Fabrik aufmacht.“

Viel mehr soll es zwischen den einzelnen Herstellern zu Kooperationen kommen: „Hier könnte es schon Sinn machen, speziell auf dem Feld der Batteriezellen-Produktion die Kräfte zu bündeln.“ Ein guter Zulieferer für Batteriezellen wäre dann Tesla Motors mit der Gigafactory. Zudem könnten sich die Kalifornier in den nächsten Jahren auch in Deutschland stationieren.

Daimler hat bereits im November bekanntgegeben, dass man die einzige deutsche Fabrik für Batteriezellen demnächst schließen wird. Viel mehr möchten die Schwaben in Batteriesysteme investieren, welche unter anderem die Steuerungselektronik und die Hülle für die Batterie enthalten. Die entsprechenden Zellen möchte man anschließend einfach zukaufen.

  • Ingo

    Das ist schon jämmerlich was unsere Automanager abliefern. Die sind völlig in der alten Technik verhaftet. Das Alte war so schön um Geld zu verdienen.

  • Rico

    Ich würde gerne die Gegenfrage stellen. Wird das Herzstück eines heutigen Benzinautos, der Motor, auch von einer externen Fabrik gebaut und anschließend an viele verschiedene Autohersteller verkauft? Ich kann es mir zumindest für die Premiummarken nicht vorstellen. Und die Gigafabrik soll ja nicht nur Akkuzellen herstellen, sondern den kompletten Akkublock mit Ladeelektronik. Dies ist sozusagen das Herzstück eines Elektroautos. Würde Mercedes diese komplett Technologie teilen, so wie sie es gerne von Tesla möchte?