Elon Musk möchte einen positiven Cashflow im 3. Quartal dieses Jahres erreichen

Wie das Nachrichtenmagazin Bloomberg berichtet, hat Elon Musk in einer unternehmensinternen E-Mail an alle Mitarbeiter darauf gedrängt, dass man in diesem Quartal die Kosten möglichst senken und „jedes nur mögliche Auto“ ausliefern soll, damit man im Quartalsbericht einen positiven Cashflow präsentieren kann. Das wäre ein wichtiges Zeichen an die Investoren, bevor man die zweite Finanzierungsrunde in diesem Jahr startet.

„Die simple Realität bei dieser Sache ist, dass wir in einer deutlich besseren Position wären, potenzielle Investoren davon zu überzeugen, in uns zu investieren, wenn die Schlagzeilen nicht ‚Tesla verliert erneut Geld‘, sondern ‚Tesla trotzt allen Erwartungen und erreicht Profitabilität‘ lauten würden“, schrieb Musk in einer E-Mail an alle Mitarbeiter, die am 29. August versandt wurde. „Das wäre großartig!“, ist weiter zu lesen.

In der E-Mail heißt es, dass Tesla sehr knapp davor steht, ein gutes Quartalsergebnis für das 3. Quartal zu erreichen. Dafür müsse man jedoch so viele Autos wie nur möglich herstellen und ausliefern und die Kosten, die für dieses Ziel nicht bedeutend sind, zumindest für die nächsten 4,5 Wochen zurückfahren.

„Ich dachte, es wäre wichtig euch diese Nachricht direkt zu übermitteln, um euch zu zeigen, wie entscheidend dieses Quartal ist“, schrieb Musk. „Das 3. Quartal wird unsere letzte Chance sein, um Investoren zu zeigen, dass Tesla zumindest geringfügig Cashflow positiv und profitabel sein kann, bevor das Model 3 die volle Produktionskapazität erreicht.“

Tesla lieferte 50.568 Fahrzeuge in 2015 aus. Für dieses Jahr sollten insgesamt 80.000 Fahrzeuge ausgeliefert werden. In den ersten 2. Quartalen hat Tesla das jeweilige Auslieferungsziel verfehlt, da es unter anderem Qualitätsprobleme bei der Produktion des Model X gab. Diese sind mittlerweile jedoch behoben, wodurch man schon zum Ende des 2. Quartals eine Produktionsrate von circa 2.000 Fahrzeugen pro Woche erreicht hatte.

„Es wäre großartig, eine Torte in die Gesichter aller Pessimisten aus der Wall Street zu werfen, die weiterhin behaupten, dass Tesla immer ein Money-Loser sein wird“, schrieb Musk abschließend in seiner Nachricht.

  • Sukram

    Aha; Und mit „auf Verschleiß fahren“ bleibt die Torte aus?

    Ich denke, spätestens nach dieser Mail werden Fanucs Roboter und das Preßwerk für den 3er, dessen „construction is not yet underway“, allenfalls noch gegen Vorkasse geliefert werden – http://insideevs.com/teslas-robot-supplier-says-time-model-3-startup-attainable/

    Die Torte kommt, und zwar noch gefroren 😉 jedenfalls wenn man ungetrickst nach GAAAP rechnet.

  • KingArtus

    Es ist wohl unumgänglich das Tesla auch mal einwenig entgegenkommt..
    und ich glaube es wäre tatsächluich ein Statement! das vor allem den Leuten die Tesla mit NULL bewerten, ins Gesicht spuckt..

    Weiter so.. hoffe nur das steht der Expansion nicht im Weg

  • Erna

    Die große Show des EM geht weiter. Es ist doch eigentlich kein Geheimnis, dass ein fähiger Finanzvorstand aus identischer Bilanz zumindest einmal ein positives oder negatives Ergebnis machen kann. Offensichtlich hat man für die einmalige positive Bilanz einen Weg gefunden und tut jetzt so, dass es nur an den Mitarbeitern liegt. Wenn man sein eigenes Ziel von 90.000 Autos bereits auf 80.000 herunterschraubt und für die kommenden Quartale Verluste sieht, muss man sich mal ernsthaft fragen, wie schlecht es finanziell tatsächlich um Tesla steht.

    Die Chinesen wird’s freuen, nicht mehr lange dann ist es ein potentieller Übernahmekandidat.

    • Pamela

      Ich schmeiß mich weg, jetzt sind wir schon bei der Übernahme 🙂

      Wäre es dann damit gut oder können sich dann auch die Chinesen an Ihrer sachlichen kompetenten Kritik erfreuen ?

    • Elvis

      Uih, uih, uih. Also, die Mail gefällt mir auch nicht, da er den positiven cash flow offensichtlich nur durch Verschieben von Kostenpositionen hinbekommen will. Immerhin sagt er es offen.
      Aber liebe Erna, das hat nix mit Bilanzierungs- und Bewertungsfragen zu tun! Es geht um den Cash Flow, also die Liquidität. Und er sagt auch, das wäre ein Signal. Niemand ist übrigens gezwungen, da einzusteigen oder mitzumachen 🙂

  • McGybrush

    Leute verheizen ist aber Langfristig gesehen ein Eigentor. Ich denke man muss sein bestens geben. Aber nicht auf kosten der Arbeitszeit. Zumindest lese ich das da raus. Macht länger oder macht schneller, aber macht. Hektik und Druck Produziert am ende aber immer Ergebnisse die reklamiert oder nachgebessert werden müssen.

    Mann kann nur Optimieren oder ein Team aufbauen was eingespielt ist. Und das klappt nur mit zufriedenen Leuten die auch mal etwas länger angestellt sind.

  • Nils Rohner

    Ich hoffe sie schaffen das
    Ich zweif e sehr daran aber denodenke ich das es möglich ist
    Hoffen wir auf das besste
    Würd mich freuen wen ich in einen Monat die nachricht lese das Tesla gewinn gemacht hatt 🙂

    • Grünspanpolierer

      Gewinn? Es geht lediglich um einen positiven cashflow!!!

      Die Bilanzierungsregel hierzu legt Tesla natürlich selbst fest…

  • Spok

    Er kann tun was er will es passt nie allen. Ich denke positiv, wenn ein „neutrales“ Ergebnis in weiter Ferne liegen würde, dann hätte er nie ein solches E-Mail verfasst.

    @ Erna: wieso nach China? Stellen Sie sich mal vor, ein Konzern wie Google, Facebook oder sogar Apple würde einsteigen? Gute Nacht für die anderen Hersteller….

    • elektron

      Deshalb hofft Erna eher auf China. Nur Erna, stellen Sie sich mal vor, die Chinesen würden eine halbwegs gute Kopie für 25% des Preises Herstellen und dann Teslas für die Hälfte verkaufen, dann gute Nacht Deutsche Autoindustrie.

      Aber die Firma Tesla geht seit 13 Jahren Pleite. Langsam sollten die ganzen Neider merken, daß es auch die nächsten 13 Jahre nicht passiert, egal wie viele Elon Musk Puppen Sie noch mit Häkelnadeln aufspießen, oder wie viele Journalisten weitere Retortenartikel aus dem Hut zaubern und dafür schön preiswert mit VW/Audi/BMW/Mercedes rumfahren dürfen:-D

      Anstatt dem Neuen die Pest zu wünschen, sollten die Alteingesessenen mal aufwachen und bei Nokia anfragen, wie man es nicht macht.

  • Dr.M.

    Wollen tue ich auch viel…..
    Da scheinen wohl ein paar Investoren klargemacht zu haben, dass es so nicht weitergehen kann. Und diese Leute dürften sich vor allem an der SolarCity-Übernahme stören, man muss sich ja nicht unbedingt noch mehr Lasten und Probleme aufbürden als man schon ohnehin hat. Da kann der Deal dreimal mit Aktien bezahlt sein, den Finanzbedarf von SolarCity darf jetzt Tesla decken.
    Ich wünsche Tesla wirklich alles Gute, aber zwei Dinge verstehe ich nicht und ich finde, dass die auch nicht zum Masterplan passen: Das hyperkomplizerte Model X – vor allem zu dem Zeitpunkt und eben die Übernahme von SolarCity – auch zu diesem Zeitpunkt.

  • Pamela

    Elon macht es genau richtig. Man kann Mitarbeiter sehr gut motivieren, wenn man kurzfristige Zwischenziele benennt, wenn man sie einbindet, das Ziel begründet, das WIR stärkt …

    Da arbeiten Leute, die hinter dem Unternehmen stehen, die mit der Vision gehen. Die brauchen kein Mitleid.

    Ein „guter Geschäftsmann“ verkauft seine Vision, wenn Sie ihm nicht absehbar Geld bringt.
    Ein Visionär macht weiter bis sie umgesetzt ist. Ich kann mir gut vorstellen, das Elon Musk irgendwann Tesla verkaufen wird, wenn die E-Mobilität selbstverständlich geworden ist und andere weiter solche Autos bauen können. Dann wird er sich um neue Visionen kümmern. Aber das dauert noch.

    Mit 12,6 Milliarden Euro in Hinterhand macht man nicht Pleite, wenn man nicht will.

    Ich lehne mich entspannt zurück und wünsche allen Teslanern viel Erfolg für die nächsten Wochen.

    • Tesla-Fan

      Genau so ist es!

      Nur kennen das viele gar nicht mehr, weil sie von Quartalsdenkern und Erbsenzählern das visionäre, langfristige (oder überhaupt das) Denken abgewöhnt bekommen haben.

      Das sieht man deutlich an den Kommentaren unserer Trolle, die hier Mo-Fr, 9-17 Uhr*) ihr Unwesen treiben.

      *) gemäß ArbZG 🙂 🙂 🙂

    • Ralf

      Was macht sie glauben, dass Elon so viel Geld hat?
      Mit Sicherheit wird er nicht am Hungertuch nagen, aber dieses „Vermögen“ steckt in Firmenanteilen, vor allem in TESLA.
      Übrigens gilt das für alle „Superreichen“.

  • Gregor66

    UND, was viele nicht wußten:

    Die GSP-Erna-Sukram-Group hat die EC-Karte erfunden, 21,5 Millionen
    VW-Käfer produziert und mit der Ariane-Rakete der ESA zum Durchbruch
    verholfen …

    Deswegen – UND NUR DESWEGEN – sind sie die einzigen, die hier dazu
    berufen sind, allen anderen Unwissenden die wahre Wahrheit zu verkünden
    und zu verlautbaren wie und wie es nicht gemacht werden muß.

    Und das alles, ohne irgendwelche Detailfragen (mit denen sich auch sonst
    kein Sterblicher beschäftigt) zu googeln oder möglicherweise von dazu
    berufenen PR-Anti-Strategisten der Verbrenner-Lobby vorbereitete
    Statements abzugeben.

    Jetzt hört doch mal auf, an denen rumzumäkeln, die wissen es halt besser
    als EM und wir alle …………..

  • Es geht doch bei Tesla gar nicht um den kapitalistischen Urantrieb, aus Geld mehr Geld zu machen. Es geht darum, ein bisschen zu helfen „die Welt zu retten“ (Musk) – eine pathetische Vision, gesprochen gewiss mit einem Grinsen, aber nichtsdestotrotz mit einem wahren Kern.
    Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn meine Tesla-Aktien an Wert verlieren, mir geht es um die Durchsetzung der E-Mobilität – und auch darum, dass ich Tesla die Hauptrolle dabei gönne. Ich ertrage die ökologische Ignoranz der Automobilindustrie nicht mehr; die hätten noch gar nichts gemacht, nicht einmal irgendeinen Katalysator produziert, wenn es nicht Druck gäbe. Wenn die irgendwann auf E-Autos umsteigen, dann nur, weil Tesla die Nachfrage geschaffen hat.
    Es ist unmöglich, keinen Tesla zu kaufen.
    It’s impossible not to buy a tesla.

  • Pamela

    Ach Jungs, das tut so gut ! 🙂
    Manchmal dachte ich, ich bin echt im falschen Forum …

    Jetzt haben wir wieder kuzzeitig etwas Ruhe vor den Trollen.
    Für die sollte allerdings gelten: It’s impossible to buy a tesla.