Elon Musk erläutert, wieso man keine monatlichen Absatzzahlen preisgibt

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Während die meisten Fahrzeughersteller ihre monatlichen Verkaufszahlen offen preisgeben oder gar damit prahlen, hält sich Tesla Motors mit solchen Aussagen zurück. Somit musste man bisher entweder auf Schätzungen vertrauen oder bis zum nächsten Quartalsbericht warten. In dem letzten Conference Call mit Investoren erklärte Elon Musk wieso man so vorgeht.

„Ein Grund dafür, wieso wir unser monatlichen Absatzzahlen nicht veröffentlichen, liegt daran, dass dies von Region zu Region ziemlich unterschiedlich ausfallen kann und die Medien durch solche Unterschiede jede Menge Unsinn interpretieren“, erklärte Musk einem Investor, der diese Frage stellte. Zuletzt wirkten sich solche Spekulationen der Medien negativ auf den Aktienkurs aus.

„Wir haben beispielsweise 1.000 Fahrzeuge die ein Land mit dem Schiff in einem Monat erreichen und im nächsten Monat gar keine Auslieferung oder, sagen wir mal, 100 Fahrzeuge werden im nächsten zugelassen. Die Leute würden dann sagen: ‚Oh, wow, die Absatzzahlen von Tesla sind um den Faktor Zehn gesunken‘. Dies stimmt natürlich so nicht“, führt Musk fort.

„Die Lieferung ist vielleicht im Januar angekommen, aber nicht alle Fahrzeuge wurden auch im selben Monat zugelassen. Einige wurden im Januar, einige im Februar und im März geht es dann wieder zurück für eine neue Lieferung. Manche Leute denken, dass Auslieferungen ein Anzeichen für die Nachfrage seien und das ist für unser Unternehmen definitiv nicht der Fall.“

„Es mag vielleicht für andere Fahrzeughersteller gelten, aber bei uns trifft es nicht zu. In diesem Fall müsste man zwischen Auslieferung und Bestellungen differenzieren. Dazu sei auch gesagt, dass es viele Mittel gibt, um die Anzahl der Bestellungen zu schönern. Bestellungen sind kein guter Indikator für die Nachfrage, sondern helfen uns lediglich in der Planung unserer Produktion.“

  • Rolf

    wo er recht hat, hat er recht!
    Aber scheinbar will die Welt betrogen werden. Ich kann übrer die in Deutschland gängige Praxis der „Tageszulassungen“ jedenfalls nur den Kopf schütteln.
    Aus meiner Sicht zählt bei Vergleichen von Verkaufszahlen eigentlich nur, wieviele Modelle am Ende des Jahres verkauft wurden. Also Geld vom Endkunden zum Hersteler geflossen ist. Irgendwelchen Quatsch von Zulassungszahlen etc. kann man sich sparen.