Erster tödlicher Unfall mit Autopiloten: US-Verkehrsaufsicht leitet Untersuchungen ein

In den USA ist es zu einem tödlichen Verkehrsunfall mit einem Tesla Model S bei eingeschaltetem Autopiloten gekommen. Obwohl sich der Unfall bereits Anfang Mai dieses Jahres ereignete, wird dieser erst jetzt in den Medien aufgearbeitet, da die US-Verkehrsaufsicht NHTSA eine offizielle Untersuchung eingeleitet hat. Nun wird geprüft, ob das System wie angegeben funktioniert hat.

Zwar gab es bereits zuvor einige Unfälle, die sich mit eingeschaltetem Autopiloten ereigneten, doch waren diese bisher ohne Todesfolge.

Der nun untersuchte Unfall ereignete sich in Florida. Dabei sei das Tesla Model S an einer Kreuzung mit einem abbiegenden Lastwagen zusammengestoßen. Vorläufige Ermittlungen des NHTSA deuten darauf hin, dass die Kameras des Model S die weiße Flanke des Sattelzugs nicht vom hellen Himmel unterscheiden konnten. Das Fahrzeug sei daraufhin seitlich in den LKW gefahren, woraufhin die Windschutzscheibe eingedrückt wurde.

Die Statistik spricht für Tesla

Im eigenen Blog erklärt Tesla, dass weder der Fahrer noch der Autopilot den LKW erkennen beziehungsweise vom hellen Himmel unterscheiden konnten. Der Unfall sei zwar ein trauriges Ereignis, doch spricht die Statistik insgesamt für die Sicherheit der Tesla-Fahrzeuge, betont der Autobauer. In den USA komme im Durchschnitt auf 145 Millionen Kilometern ein tödlicher Unfall, weltweit liegt der Maßstab sogar auf 95 Millionen Kilometern. Die Tesla-Fahrzeuge haben mit der Autopilot-Funktion bereits mehr als 200 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das ist jedoch der erste bekannte tödliche Unfall.

Opfer war großer Tesla-Enthusiast

Das Opfer sei laut mehreren Medienangaben Joshua D. Brown (†40) aus Ohio. Er hat Tesla nicht nur durch seinen Kauf unterstützt, sondern war auch innerhalb der Tesla-Community für sein Mitwirken bekannt. Unter anderem veröffentlichte er ein Video im April dieses Jahres, auf dem man sehen kann, wie der Autopilot einen seitlich ankommenden Wagen erkennt und einen Unfall verhindert. Das Video hat bereits über 1,8 Millionen Aufrufe.