Indiana: Entscheid über Gesetzesentwurf zum Direktvertrieb erst einmal vertagt

Wir hatten vor wenigen Tagen darüber berichtet, dass General Motors in Indiana einen Gesetzesentwurf voranbringen will, welcher den Direktvertrieb von Hersteller zum Kunden verbieten würde. Das würde für Tesla Motors bedeuten, dass man den Store in Indiana zu einer Galerie umwandeln müsste, in der man lediglich informieren, jedoch keine Fahrzeuge verkaufen darf.

Der kalifornische Autohersteller hatte kurzerhand Kunden aus Indiana dazu aufgefordert, die jeweiligen Senatoren anzurufen und sich dafür stark zu machen, dass Tesla Motors weiterhin so praktizieren darf wie bisher. Würde der neue Gesetzesentwurf verabschiedet werden, dann dürfte Tesla Motors ab 2018 keine Händlerlizenz mehr beantragen. Aktuell verfügen die Kalifornier über eine solche Lizenz in Indiana und dürfen deshalb die eigenen Fahrzeuge ohne Vertragshändler vertreiben. Dies sei laut General Motors ein unfairer Wettbewerbsvorteil.

Das Kommitee, welches am 25. Februar eine Anhörung zu diesem Gesetzesentwurf veranstaltet hat, betonte bei eben dieser, dass tatsächlich viele Tesla-Kunden die Senatoren angerufen und gebeten hätten, dass man dieses Gesetz nicht verabschiedet. Wie der Nachrichtendienst Indystar nun berichtet, war diese Aktion anscheinend erfolgreich. Wie es heißt, wird vorerst keine Entscheidung gefällt, sondern auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Es ist gut möglich, dass man bis zu einem Jahr warten muss, bis das Thema wieder auf den Tisch kommt. Tesla Motors hat sicherlich auch Dank der Hilfe der treuen Kunden ein wenig Zeit gewonnen.

  • Dejan Stankovic

    Das sind doch die letzten Versuche vom Öllobby Elektroautos zu stoppen! Kein Wunder das wir so viele Kriege im Welt haben…