Kanada: Ontario führt Kaufprämie für Elektro-LKW ein

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wird Kanadas größte Provinz, Ontario, eine Kaufprämie für Elektro-LKW einführen. Die Prämie soll bis zu 75.000 Kanadische Dollar (etwa 58.800 US-Dollar) betragen und die Differenz der Kaufpreises zwischen einem herkömmlichen LKW und einem äquivalenten Elektro-LKW um bis zu 60 Prozent subventionieren.

Das Basismodell des Tesla Semi kostet 150.000 US-Dollar (300 Meilen Reichweite). Ein äquivalenter Diesel-LKW würde etwa 120.000 US-Dollar kosten. Nun würde die neu eingeführte Kaufprämie 60 Prozent von der Differenz (30.000 US-Dollar) subventionieren. Das bedeutet, dass man immerhin eine Prämie von 18.000 US-Dollar erhält (etwa 23.000 Kanadische Dollar).

Ontario gehört damit zu den wenigen Orten, die eine solche Kaufprämie für elektrische LKW anbieten. Ähnliche Subventionsprogramme für Elektro-LKW gibt es beispielsweise in Quebec, Kalifornien und New York. Eine höhere Kaufprämie für Lieferfahrzeuge und Taxis in Deutschland fordert neuerdings auch die SPD.

Die neue Kaufprämie dürfte dazu führen, dass Tesla weitere Vorbestellungen des Semi Trucks aus Kanada erhält. Das kanadische Einzelhandelsunternehmen Loblaw Companies Ltd. teilte als eines der ersten Unternehmen mit, dass man 25 Semi Trucks vorbestellt hat.  Tesla soll laut Reuters bisher insgesamt mindestens 285 Reservierungen erhalten haben.

  • henc wolters

    Der TESLA Semi wird sich auch ohne Subvention rechnen, da die Strompreise in Kanada aufgrund der in großem Maße vorhandenen natürlichen Ressourcen vergleichsweise niedrig sind (Ontario: CAD 12,44 Cent/kWh für Privathaushalte).
    Jedoch kann ich solche Subventionen nur Begrüßen, weil Sie uns die richtige Richtung, der Art der Fortbewegung aufzeigen.
    Wir werden zwar einen Temperatursturz bekommen wenn kaum noch „mobile Wärmegeneratoren“ unterwegs sind, aber dann ziehen wir im „Winter“ halt wieder einen Pullover an 🙂

    • PV-Berlin

      Meine, das man die Abwärme des Kompressors eines Langzuges schon nuten kann, selbst wenn es minus 20 ° C draußen sind. Bei 7,3 bar sollte da schon etwas Wärme nutzbar sein.

      Luftfederung und Bremsanlage benötigen schon einiges an Luftvolumen.

      Da man nun Strom hat, wäre es zudem empfehlenswert, auf ein geschlossenes System zu wechseln, mit einem geregelten Motor.

      *so wie in Klima Kompressoren moderner Bauart.

      Da wäre einiges an Effizientsgewinn drin, selbst wenn es nicht umsetzbar ist, die Abwärme des Kompressor zu nutzen.

      Auf jeden Fall, würde das reichen (Energie-Gewinn) um eine Wärmepumpe zu betreiben, die ja beides kann (Heizen und Kühlen)