Langjähriger Tesla-Ingenieur wechselt zum Agrar-Startup Plenty

Wie das Nachrichtenmagazin Forbes berichtet, wechselt der langjährige Tesla-Ingeneuer Nick Kalayjian zum Startup Plenty. Er verlässt den Elektroautobauer nach fast 12 Jahren, um sich an der Entwicklung von hocheffizientem vertikalen Farmen zu beteiligen. Mittlerweile sind mehr als ein Dutzend Tesla-Mitarbeiter zu Plenty gewechselt, darunter auch der ehemalige Leiter für Batterietechnologie, Kurt Kelty, der zuvor 14 Jahre bei Tesla beschäftigt war.

Das Agrar-Startup wird von Softbank und Jeff Bezos (Gründer von Amazon) unterstützt. Das Unternehmen versucht, den Energie- und Ressourcenverbrauch der Landwirtschaft drastisch zu reduzieren. Dafür entwickelt man Indoor-Plantagen, welche vertikal aufgebaut sind und somit weniger Platz benötigen als ein gewöhnliches Feld. So kann man Pflanzen wie Gemüse, Kräuter und Erdbeeren mit bis zu 350-mal mehr Ertrag als ein konventioneller Betrieb anbauen, während man nur ein Prozent des Wassers verbraucht.

Kalayjian, der an allen bisherigen Tesla-Fahrzeugen beteiligt war, einschließlich des ersten Roadsters, verlässt Tesla nicht wegen Unzufriedenheit oder irgendwelchen internen Reibungen, sondern wegen des Wunsches, eine weitere große gesellschaftliche Herausforderung anzunehmen, nachdem er fast 12 Jahre lang daran gearbeitet hat, saubere Fahrzeuge und Energie zu fördern, erklärte er gegenüber Forbes.

Die Mission von Plenty ist potenziell größer als die Elektrifizierung des Verkehrs oder des Netzes. Der Energieverbrauch, die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt auf der ganzen Welt sind enorm, und es ist ein Problem, das eine Art von technischem Fokus erfordert, den Tesla auf Fahrzeuge anwendet. Ich denke, es gibt eine Menge Möglichkeiten, eine große Wirkung zu erzielen.

Auch Kelty äußerte gegenüber Forbes ähnliche Beweggründe:

Als ich zu Tesla kam, war es der Appell, wirklich eine Revolution in der Transportbranche auszulösen. Diese Revolution findet jetzt statt. Plenty ist den Anfängen in Tesla sehr ähnlich, wo wir die Landwirtschaft revolutionieren werden. Und es ist eine Industrie, die größer ist als die EV-Industrie. Die Auswirkungen auf die Menschen werden viel größer sein. Die Auswirkungen, die wir auf verarmte Gebiete, insbesondere in Afrika, haben können, sind enorm.