Mehr Ladestationen für existierende Supercharger-Standorte hat oberste Priorität, sagt Musk

Tesla baut das Supercharger-Netzwerk kontinuierlich aus und installiert hunderte Ladestationen pro Jahr. Zu Beginn der Expansion wurden an den meisten Supercharger-Standorten weniger Ladestationen pro Standort installiert als es aktuell der Fall ist. Ältere Standorte haben oftmals circa vier Ladestationen, während neuere Standorte über sechs bis zehn verfügen.

Ein Nutzer auf Twitter fragte deshalb Elon Musk, ob es denn geplant sei, die Anzahl der Ladestationen pro Standort zu erhöhen. Gerade die älteren Standorte könnten mit mehr Ladestationen bestückt werden, sodass nicht zwingend neue Standorte gefunden werden müssen. Elon Musk antwortete auf diese Frage und erklärte, dass dies sogar oberste Priorität habe.

Laut Musk gibt es einige Supercharger-Standorte die einen hohen Andrang haben und oftmals „überfüllt“ seien, während benachbarte Standorte völlig leer stehen. Womöglich wird Tesla aufgrund von Bauvorschriften oder Begrenzungen durch die eigene Grundstücksfläche nicht alle Standorte mit vier Stationen erweitern können, sodass auch weiterhin neue gebaut werden müssen.

Ein weiterer Twitter-Nutzer findet diese Lösung zwar gut, glaubt jedoch, dass man auch mittels Software gegen überfüllte Standorte vorgehen kann. Sein Vorschlag ist, dass die Navigation erkennen sollte, wenn das Fahrzeug aufgeladen werden muss, um dann zu einem weniger frequentierten Ladestandort navigieren zu können.

Laut Musk arbeitet man bereits an einer solchen softwareseitigen Lösung, die im Verlauf des Jahres erscheinen soll. Dennoch wird auch eine ausgeklügelte Software nicht die Notwendigkeit an weiteren Ladestationen ersetzen, schließlich werden mit der Einführung des Tesla Model 3 schon bald deutlich mehr Tesla auf den Straßen sein als bisher.

  • Jens B. H.

    Wo hast du das denn gelesen? Würde mich echt Mal interessieren.

    • Longcheck

      Das behauptet schon mal der ein oder andere CEO der hiesigen Dinos und dann steht es halt in der Presse – echte Schenkelklopfer halt…

      • Pamela

        Das ist ein glatter Witz zum Heulen !

        • Jens B. H.

          Ach jetzt weiß ich was mit Postfaktisch gemeint ist…

          • Pamela

            Soll heißen ?
            „liegen Deutschland und Frankreich beim Indikator Technologie auf dem ersten Platz“

            Bei Indikator Markt hätte ich ja den Mund gehalten.
            Zum Indikator Technologie können wir gerne die Fakten zusammentragen, die diese Behauptung dann zum Schenkelklopfer machen.

        • ThomasJ

          LACH!!
          Als nächstes schreiben diese ecomento.tv:
          Index Schokoladenexperten 2017: Burma löst bei Technologie und know how die Schweiz ab.
          oder
          Index Politikgenies 2017: Trump ist führend in Sozialem und Innovation.
          oder
          Index Verbrennermobilität 2017: Deutschland liegt hinter Nordkorea.

  • Jens B. H.

    Aus dem Pressekodex:

    Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik
    sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren
    Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.

    Die Berufsethik räumt jedem das Recht ein, sich über die Presse zu beschweren.

  • CH-fastrider

    Bezüglich der Quantität von Ankündigungen und präsentierten Elektro Konzeptfahrzeugen sind die Deutschen Hersteller sicherlich führend. 🙂 Wenn man nur jedes viete E-Konzept Fahrzeug real produzieren würde seit 3 Jahren, hätte man Tesla schon mehr als überholt bezüglich der Modellauswahl.

    Und nicht zu vergessen: der E-Golf ist in Norwegen derzeit das meistverkaufte E-Fahrzeug. Ein wichtiger Markt, aber Norwegen ist nicht die ganze Welt.
    Ab 2020/2021 werden die meisten richtig dabei sein, denke ich. Der VW Konzern auf jeden Fall, weil sie milliardenschweres Lehrgeld bezahlen mussten und intern alles auf eine Elektromobilität ausrichten.
    Wenn ich sowas lese, dann klingt das wie Selbstbeweihräucherung/Eigenpromotion zur Überbrückung der Durststrecke. Legitim aber fragwürdig, weil jeder weiss dass das (zumindest noch) nicht ganz der Wahrheit entspricht.

    • Wenger Alfred

      Hier scheinen Leute aus der Deutschen Wirtschaft oder Politik unterwegs zu sein!? Man sollte sich z. B mal den Beitrag „Das Märchen der Elektromobilität“ auf YouTube anschauen in dem ganz klar erläutert wird wie führend die Deutschen Hersteller wirklich sind! Der tolle E Golf ist auch dabei! Was habe ich denn von einem noch so tollen deutschen „Premiumprodukt wenn ich kaum die Chance hab es in einer Großstadt wie Berlin aufzuladen? Und wenn ich doch das Glück haben sollte eine freie Ladestation zu finden vier Stunden warten muss um weiterzukommen??? Ich finde es einfach unverschämt von unseren Herstellern erst Millionen an Subventionen vom deutschen Staat für die Entwicklung alternativer Antriebe einzustreichen und sich dann rotzfrech vor Fr Merkel hinzustellen um zu sagen „So Fr Merkel jetzt bauen sie doch bitte mal Ladestationen“ Und das obwohl sie alle jedes Jahr Rekordgewinne machen!!! Ich hab ehrlich gesagt die Schnauze gestrichen voll von der Verarsche und abzocke solcher Hersteller!!!

      • CH-fastrider

        Da stimme ich Dir zu 100% zu. Als Deutscher würde ich mir verkohlt vorkommen. Wenn der VW Konzern, BMW und Daimler gewollt hätten, wäre der E-Automobilmarkt schon vor mehreren Jahren mit langstreckentauglichen Fahrzeugen gesättigt. Man hätte zumindest halbwegs konkurrenzfähig zu Tesla sein können.
        Und das die Ladeinfrastruktur „Out of scope“ ist bei den Herstellern, kann ich angesichts der geflossenen Subventionen ebenfalls nicht nachvollziehen. Man ist irgendwie daran gewöhnt, für jedes Projekt Subventionen abgreifen zu können, sonst bleibt die Entwicklung stehen.

        In den Werbevideos der Deutschen Konzerne in Genf (Automobilsalon) wurde die Ladeinfrastruktur sehr oft erwähnt und ihre Wichtigkeit betont. Aber bis vor kurzem mochte man dafür noch nichts tun, ausser für eigene Fahrzeuge pro Stadt 1-2 Ladestationen vor ihren Verkaufspalästen aufzubieten. Ich war vor kurzem noch in einer Deutschen Grossstadt. Dort hatte es genau eine einzige Ladestation eines Deutschen Herstellers (VW) und die war sogar ausser Betrieb 🙂

    • W. Müller

      Zitat:
      „weil jeder weiss dass das (zumindest noch) nicht ganz der Wahrheit entspricht.“
      Hast Du jeden befragt, oder woher weißt Du das wiederrum?
      Ab 2020/2021 werden außer BMW und Mercedes mit ihrer Partnerschaft mit BYD und dem Know-How aus der Partnerschaft mit Tesla die deutschen Konzerne mit einem weiter dabei sein:
      Eine Ankündigung nach der anderen. Selbst VW zaubert ein neu aufgebautes E-Auto – keinen umgebauten Verbrenner – nicht in 3 Jahren serienreif aus dem Hut.
      Wie jeder weiß, sind Prognosen immer dann schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen, oder?

    • PV-Berlin

      Noch ist der Golf das meistverkaufte e-Mobil in Norwegen! Warum? weil er nicht teurer ist, als der vergleichbare Benziner von VW. Aber bald kommt Tesla gefährlich dicht ran (Preise) und dann muss entweder VW die Preise weit nach unten drücken oder die Kunden entscheiden sich für ein gescheites e-Mobil (kein VW)

  • Klaus Haakshorst

    Kann ich beantworten, die Deutschen sind Studienweltmeister. Und nicht nur das! Sehr gut sind die auch im Abgreifen von Subventionen. Schlussendlich sind Sie auch nicht schlecht im Betrügen ihrer Kunden. Das mit Hilfe von Dobrindt und Co. Die Frage ist, wie lange das noch gut geht. Gibt immer noch Idioten, die Volkswagen Produkte kaufen.

  • Roman Oberholzer

    Klar ist die Deutsche Autoindustrie führend – irre-führend!!!

  • ThomasJ

    So, so.

    Hier das etwas ernsthaftere „Energiespeicher-Monitoring 2016 vom Frauenhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.

    Das Teil ist vom 1.12.2016 und sehr umfangreich, bin auch noch nicht ganz durch.

    Interessant z. Bsp. auf der Seite 3: „ …. Aufgrund ihres heute noch hohen Anteils der Herstellungskosten von 20 bis 40 Prozent am Gesamtfahrzeug spielt die Batterie aus Sicht der Fahrzeugkosten eine zentrale Rolle, …….. Zukünftig wird die eingesetzte Batterietechnologie mit dem stetigen Ausbau von Batterieproduktionskapazitäten weltweit zwar kostengünstiger werden jedoch weiterhin darüber bestimmen, welche Fahrzeugkonzepte und -designs (inkl. Reichweite, Kosten, Ladedauer, Lebensdauer, Qualität) sich realisieren lassen und mit dem Argument der Designflexibilität langfristig eine Schlüsseltechnologie für die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte darstellen.
    ……. Deutschland ist weiterhin kein Leitmarkt für Fahrzeugbatterien. Hier führt mittlerweile China vor den USA …“

    Seite 14 „….Der Bedarf nach Batteriekapazitäten dürfte spätestens ab 2030 auf über 1 TWh (rd. 30 Tesla/Panasonic-Gigafactories) und langfristig die Dimension von 10 TWh (bis 300 Gigafactories) ansteigen. ….“

    Seite 28 „…Die schlechte Positionierung im Bereich Batterie-Industrie erklärt sich durch die spätestens seit Ende 2015 nicht mehr vertretene deutsche Zellproduktion für Elektrofahrzeugbatterien … „

    http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&ved=0ahUKEwiv_9Wa57rRAhUHKMAKHVzvA9UQFggvMAM&url=http%3A%2F%2Fwww.isi.fraunhofer.de%2Fisi-de%2Ft%2Fpublikationen%2FEnergiespeicher-Monitoring-2016_Web.pdf&usg=AFQjCNG1kkJPpc6s_h92QD-U4m3FoStjMQ&sig2=KeIYBCl9p3mmGOiCq_KnmA