Mercedes B-Klasse Electric Drive: Antriebseinheit nicht mehr von Tesla Motors

Die langjährige Partnerschaft zwischen Tesla Motors und Mercedes-Benz scheint sich dem Ende zu neigen. Zwar gibt es die Mercedes B-Klasse Electric Drive erst seit April letzten Jahres, doch will der deutsche Autohersteller die Antriebseinheit nicht mehr von Tesla Motors beziehen, sondern zukünftig selbst entwickeln. Ob die Batterie jedoch von der Gigafactory kommt, ist vorerst unklar.

Ende Mai 2009 hatte Daimler 9,1 Prozent der Tesla-Anteile erworben, um dann im Oktober letzten Jahres seine bis dahin auf vier Prozent gesunkenen Anteile für 600 Millionen Euro zu verkaufen. Damals hieß es seitens Daimler noch, dass eine Beteiligung nicht für eine Zusammenarbeit vonnöten wäre, und dass man mit der bisherigen Kooperation äußerst zufrieden sei.

Dass Daimler nun der Elektromobilität mehr Beachtung schenken will, ist nicht auszuschließen. Erst Anfang des Jahres sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche, dass er für Elektrofahrzeuge eine Zukunft sieht. Er lobte zugleich die Arbeit von Elon Musk, betonte jedoch, dass es nicht Daimlers primäres Interesse ist, Tesla Motors bei der Entwicklung seiner nächsten Fahrzeuge zu helfen.

  • heinzi

    Ich bin dankbar, dass Tesla den deutschen Premium-Herstellern Feuer unter dem Hintern macht was E-Autos angeht. Besser wäre es, letztere wären von sich aus aktiver, aber leider reagieren sie auf technologische Veränderungen so träge und ängstlich wie einst die deutschen Stromversorger. Und die deutsche Politik ist natürlich wieder auf Seiten der trägen Konzerne und meint, sie tue der Gesellschaft damit etwas Gutes.

    • Sven

      Es gibt imo einen guten Grund warum das so ist. Die finanziellen Mittel der Autobauer sind begrenzt. Im Gegensatz zu Tesla werden diese Unternehmen am Gewinn gemessen. Somit können sie die Entwicklungskosten nur umschichten, aber nicht volle Fahrt auf Elektro umschwenken. Das betrifft ja nicht nur die Autobauer. Diese ganze Startup-Markt ist durch trial and error geprägt. Quasi kein Startup kalkuliert mit einer schwarzen null in den ersten 5-10 Jahren. Es schafft aber auch nur eins von 10 den Durchbruch. Das ist eine komplett andere Mentalität, die gerade uns Deutschen noch zu schaffen machen wird. Mit solide gewinnst Du nämlich nicht den Innovationspreis 😉