Milliardär und Tesla-Investor Ron Baron glaubt, dass die Konkurrenz Tesla nicht mehr einholen kann

Der Milliardär und Tesla-Investor Ron Baron sagte am Dienstag gegenüber CNBC, dass die Tesla-Aktie eine Investition für die nächsten zehn bis 20 Jahre sein könnte. „Ich glaube, das ist eine Investition, mit der wir sechs bis sieben Milliarden US-Dollar machen könnten“, erklärte Baron.

„Ich glaube, dass es eines der größten Unternehmen der Vereinigten Staaten und der gesamten Welt werden könnte“, führte er fort. Das Investitionsvolumen des Milliardärs in Tesla beträgt 300 Millionen US-Dollar, das er innerhalb der letzten drei Jahre investiert hat. Der durchschnittliche Preis pro Aktie betrug dabei 210 US-Dollar. „Wir haben also bisher sehr wenig eingenommen. Aber oftmals benötigen wir sehr viel Zeit, um Geld zu erwirtschaften.“

Baron besucht Tesla regelmäßig

Der Milliardär sagte, dass er die Produktionsstätte von Tesla alle drei bis vier Monate besuche, um die Veränderungen zu sehen. „Ich schaue mir die Fabrik an und sehe, wie viel sich verändert.“ Baron erklärte, dass er vor allem in Tesla-CEO Elon Musk und den 14.000 Mitarbeitern des Unternehmens investiere. „Die Konkurrenz ist nicht annähernd soweit. Sie hätten ihn vor vier oder fünf Jahren einholen können, aber jetzt können sie ihn nicht mehr einholen. Er ist zu weit voraus.“

Tesla hat kürzlich Aktien im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar ausgegeben, da man zwingend frisches Kapital braucht, um die Produktion für das kommende Mittelklassefahrzeug, das Model 3, zu beschleunigen. Statt das Produktionsvolumen von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr in 2020 zu erreichen, will Tesla diesen Plan um zwei Jahre vorverlegen. Eine weitere Kapitalbeschaffung sei jedoch laut Baron nicht mehr notwendig.

„Ich glaube nicht, dass Musk in nächster Zeit wieder auf dem Kapitalmarkt agieren wird; wenn er denn überhaupt wieder für eine Kapitalbeschaffung auf dem Markt geht“, sagte Baron.

Der Investor glaubt, dass Tesla weiterhin sehr stark wachsen wird. „Sie werden 20 Milliarden US-Dollar an Umsatz im nächsten Jahr erzielen. Dieses Jahr werden es acht bis neun Milliarden US-Dollar sein. Letztes Jahr haben sie fünf bis 6 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.“

In Bezug auf die Tesla Gigafactory, die in Zusammenarbeit mit Panasonic entsteht, glaubt Baron, dass auch die Tesla Energy-Produkte ein großer Erfolg sein können. „Sie können einen genauso hohen Umsatz mit Batterien machen wie mit Autos.“ Erst kürzlich bestätigte Musk auf dem letzten Shareholder Meeting, dass die Produkte von Tesla Energy die Hälfte des gesamten Produktionsvolumen der Gigafactory ausmachen.

  • Hans

    Zu erwähnen wäre, finde ich, das er nicht nur Millardär ist, sondern der Gründer und CEO der Baron Capital Group. Also seiner Investment Firma! Ist also nicht nur ein „reicher Kumpel“ von Elon der ein gutes Wort für Tesla einlegen will!

    • Bern

      Sondern ein gutes Wort für sein Investment. 🙂

      Egal wie groß der Vorsprung von Telsa nun wirklich ist aber anzunehmen das man das nicht aufholen kann ist naiv und nehme ich ihn auch nicht ab. Wie viele Vorreiter wurden in der Vergangenheit schon überholt.
      Würde auch gerne Wissen worin dieser enorme Vorsprung liegen soll, den man nicht mehr aufholen können soll, vielleicht Marketing. 🙂

      • Walter

        Es ist die Produktion der Batterien. Kein Automobilhersteller weltweit hat Zugriff auf die benötigte Batterienmenge, um seine Produktion – oder auch nur einen Teil davon – auf E-Fahrzeuge umzustellen. Vielleicht hat Mercedes mit BYD sich ein Kontingent gesichert, aber Teslas Gigafactory zeigt, in welchen Dimensionen Batterien in Zukunft benötigt werden.

        • Angelo

          Aber auch in in der Ladeinfrastruktur sind sie der Konkurrenz sehr weit voraus. Ich könnte mir gar kein anderes E Auto als ein Tesla vorstellen, denn auf das staatliche Netzt will und kann ich mich nicht verlassen. Durch das Tesla Netz kann ich mir sicher sein, dass ich ohne Probleme eine Ladesäule in der nähe finde und nur eine kurze Wartezeit habe bis ich weiterfahren kann.

          • Bern

            Das stimmt ja soweit ist das aber wirklich so uneinholbar? Teslas Batteriefabrik ist ja noch lange nicht fertig und warum sollte das niemand anderes ähnliche Fabriken bauen.
            Und Ladesäulen aufstellen ist ja jetzt auch keine Raketentechnik.

      • Erich Jeske

        Es ist nicht egal wie groß der Vorsprung von Tesla bereits ist. Es sind auch nicht die Stückzahlen (Vorbestellungen von mehr als 400.000 Tesla 3 nicht einbezogen) die Tesla zwischenzeitlich erreicht hat. Entscheidend sind die bereits weltweiten Kontakte, die Elon Musk mit der Großindustrie geknüpft hat. Es ist im Hinblick auf die bewusst negative Kritik gegen Tesla durch BMW, MERC, AUDI und VW naiv anzunehmen, dass diese überhaupt noch glaubwürdig bei den Käufern ankommen. Tesla hat auch zwischenzeitlich ein sehr gutes Netz an Ladestationen auf den Kontinenten installiert und erweitert diese ständig. Übrigens kann man mit einem Tesla durch ganz Europa fahren ohne einen einzigen Cent zu zahlen und das ist bereits jetzt schon Standard! Ganz nebenbei hat Tesla auch das Raketensystem für die Versorgung und Beförderung von Astronauten zur ISS Raumstation entwickelt. Diese ist bereits mehrfach erfolgreich zum Einsatz gekommen. Die Ausschreibung für das Beförderungssystem erfolgte auch an Boeing. Die Fluggesellschaft konnte mit der schnellen Entwicklung bei Tesla nicht mithalten und hat damit den Auftrag verloren. Nun ist wohl klar geworden wo der enorme Vorsprung liegt. Marketing hat sich durch Eigendynamik überflüssig gemacht.

  • Grünspanpolierer

    Primär will er ein gutes Wort für seine eigene Investition einlegen, die vor kurzem erneut verwässert wurde und entgegen seiner Aussage ständig weiter verwässert wird!

    Tesla ist nur bei einer Sache nicht mehr einzuholen, beim Verkauf von Aktien! 🙁

    Betrachtet man den Verkauf von Fahrzeugen, liegt bei 53 verkauften Teslas im Mai die Messlatte für Wettbewerber wirklich unerreichbar hoch!? 😉

    • ECZ

      Wohlgemerkt, 53 Zulassungen in einem der schwächeren Märkte für Tesla, Deutschland.
      19 Nissan Leaf und 83 BMW i3 sind dagegen auch nicht berauschend, wenn man den Kaufpreis berücksichtigt.
      Nur der ZOE mit 232 Zulassungen sah besser aus.

    • KingArtus

      und dennoch hat er in den ersten 5 Monaten mehr fahrzeuge verkauft als im vergleichzeitraum ivom Letzten Jahr.

      Ich wage auch zu bezweifeln, das der Deutsche Markt eine große Rolle für Tesla spielt.
      Die deutschen sind treu, und vorsichtig.
      Das DEUTSCHE Auto ist unantastbar, das ist das was hier passiert.
      VW hat in Deutschland nicht mal gespürt das es den Skandal gibt.

      Wir warten auf die Quartalszahlen und dann sehen wir mal ob Tesla weniger verkauft als im Vorjahr oder mehr

  • Ich wollte einfach nochmal an die 700 Milliarden Tesla Unternehmenswert bis 2025 erinnern, … Elon Musk hatte damals folgendes Zitat abgegeben:

    “Ich betone, dass dies nur verschiedene Annahmen sind“, warnte Musk und stellte damit klar, dass sein Kommentar, den er gleich machen würde, nicht als offizieller Ausblick durch das Unternehmen zu verstehen ist. „Ich sage nicht, dass diese wahr sind oder eintreten werden, aber ich persönlich wette, dass sie so eintreten werden. Es ist daher nur meine persönliche Meinung.“

    Nachdem er diese Warnung hervorgebracht hatte, machte er vielleicht eine der kühnsten Behauptungen, die er je für Tesla geäußert hatte.

    „Wenn man den Umsatz dieses Jahres nimmt, ungefähr sechs Milliarden, und wenn wir in der Lage sind, jedes Jahr 30% zu wachsen und das zehn Jahre lang und zehn Prozent zu unseren Ertragszahlen hinzufügen, dann wäre bei einem KGV von 20 die Marktkapitalisierung genauso hoch, wie die von Apple heute“, sagte Musk.

    http://teslamag.de/news/boersenwert-tesla-motors-jahren-apple-2437

    • klaus

      Aber nicht wenn die Verluste auch im gleichen Tempo steigen wie bisher

  • volsor

    Immer wieder die gleiche Leier, Absatzrückgang in Deutschland (Deutschland ist aber nicht Weltmarkt). Und seit wann sind Investitionen Verluste ..!?? Wie haben das den Daimler und Co vor über 100 Jahren gemacht.?? Die haben ihre Fabriken sicher nicht geschenkt bekommen, Oder.

    • Pathologie TischDrei

      Damals vor über 100 Jahren gab es noch keine derartige Kapitalarkfixierung wie sie heute quasi Standard zu sein scheint. Ausserdem waren die Autobauer damals noch nicht an der Börse. Die haben damals klein angefangen und sich dann irgendwann vergrössert. Allerdings war damals auch die Nachfrage nach Automobilen nicht in dem Masse vorhanden, wie heute. Deshalb ist ein Vergleich mit den damaligen Zeiten nur bedingt angebracht. Dass in der heutigen Zeit nicht berücksicht wird, dass am Anfang enorme Investitionen erforderlich sind, liegt einfach daran, dass es über Jahrzehnte hinweg keinen neuen Automobilbauer gegeben hat, der beabsichtigt, in Masse zu produzieren. Die Automobilbauer, die in den letzten Jahrzehnten eintstanden sind bauen eher Kleinserien, oder sie sind in China und haben dort für die Anfangsphase genügend staatliche Unterstützung erhalten.

      Jedem, der sich Gedanken darüber macht, sollte klar sein, dass am Anfang jede Menge Investitionen erforderlich sind, damit am Ende ein leistungsstarkes Unternehmen am Markt ist.

    • Grünspanpolierer

      O.K. Dann halt Mai europaweit:

      2016: 571
      2015: 1028
      2014: 839

      Da wird ein totes Pferd an der Börse geritten!!!
      Nehmt ihr einen Hersteller ernst, dessen CEO glaubt, das Universum sei eine Computersimulation?

  • james

    wenn Tesla in der Entwicklungsgeschwindigkeit abnimmt, können andere Hersteller aufholen. Wenn sie das Tempo aber beibehalten, wird jeder ’neue‘ Fortschritt anderer Hersteller in kürzester Zeit von Tesla übertrumpft.

  • ZOE-Driver

    Renault-Nissan bitte nicht unterbewerten. Keiner hat mehr E-Autos in Masse produziert und am laufen als Renault-Nissan. Dahin muss Tesla erst einmal kommen.
    Und die fangen erst an hochzulaufen. Nissan Leaf und diverse andere incl. Renault ZOE breiten sich im Einstiegssegment aus.
    Alleine 35.000 ZOEs werden dieses Jahr für Europa produziert, die Produktion kann aber bis zu 150.000 ZOEs rausschieben p.a.
    Und in autonomes Fahren investiert Nissan auch schon seit langem. Denke Tesla und Renault-Nissan und BYD das werden die Player, wenn es um Einheiten > 200.000 p.a demnächst geht.