Model S-Kunde rüstet selbstständig Autopilot-Hardware nach

Tesla hat den Autopilot Ende letzten Jahres eingeführt, doch konnten ihn nur solche Kunden genießen, die ihr Tesla Model S im Oktober 2014 und später erhalten haben. Für Kunden früherer Produktion gab es keine Möglichkeit die benötigte Hardware nachträglich einzubauen, zumindest keine offizielle. Demnach muss man auf die autonome Funktionen wie beispielsweise den automatischen Spurhalteassistenten verzichten.

Ein bekannter Model S-Besitzer, der u.a. das Model S seiner Frau gelb foliert hat, wollte das nicht hinnehmen. Er wollte die benötigte Hardware für den Autopiloten selbstständig im besagten Fahrzeug einbauen, damit er das erst Model S besitzt, welches vor Oktober 2014 ausgeliefert wurde und dennoch über die Autopilot-Funktionen verfügt. Eins vorweg: Er hat es geschafft. Wie er jedoch selbst schreibt, würde er das nicht noch einmal machen.

Wie es heißt, hat das ganze Projekte 50 Stunden Arbeitszeit gekostet. Dabei ist die Planung nicht einmal mit eingerechnet. Außerdem ist er sich darüber im Klaren, dass die Garantie des Fahrzeugs damit ziemlich sicher verfällt und er jegliche Konsequenzen tragen muss, falls es zu Unfällen oder Schäden kommt. Der Akku oder der Elektromotor mussten jedoch nicht modifiziert werden, sodass er hier womöglich weiterhin seine Garantieansprüche besitzt.

Wie es sich im Zeitalter des Internets gehört, hat er sein Projekt mit den einzelnen Arbeitsschritten und mit Fotos dokumentiert und festgehalten (hier zu lesen). Wenn man also auf die verrückte Idee kommen sollte, selbiges in die Tat umzusetzen, sollte man erst einmal einen Blick auf diese Projektdokumentation werfen. Schaut man sich den Arbeitsaufwand an, wird das wohl auch diejenigen abschrecken, die nicht bereits durch den Garantieverlust abgeschreckt wurden.

Dass die Nachrüstung genau so gut funktioniert wie das Original, demonstrierte er unter anderem mithilfe der Summon-Funktion (Herbeirufen). Er ließ das Auto seiner Frau (gelb), welches nachgerüstet wurde, neben seinem eigenem Model S mit serienmäßig eingebauter Autopilot-Hardware selbstständig in die Garage fahren. Einen Unterschied erkennt man dabei nicht.

  • mitleser

    Wahnsinn! Musk nannte diesen Eingriff mal „Rückenmarktransplantaton“.

    Well done!

  • Martin

    Sowas würde ich bei meinem 2014er Model S 85P auch gerne machen..
    nur wo bekommt man die Teile her…

    • Martin

      Ich glaube, wenn du nicht weisst woher die Teile zu haben sind, ist es besser davon die Finger zu lasen….

  • Nic Megert

    Ein extremer Aufwand so etwas nachzurüsten. Hut ab von diesem Mann!
    Was ich auch sehr interessant finde, ist die Tatsache das es niemals gelbe Model S gab und er im Display trozdem einen abgebildet hat!
    Das würde darauf hindeuten, das im Speicher wohl alle gängigen Fahrzeugfarben hinterlegt sind und der Tesla-Service-Center diese abrufen kann.

    • 2180

      Ja das habe ich mich auch schon gefragt.

    • Stephan

      Er hat es ja foliert oder folieren lassen