Musk zum Model 3: Morgige Enthüllung lediglich Teil 1, Teil 2 soll vor Produktionsstart stattfinden

Morgen um diese Zeit wird die Präsentation des Tesla Model 3 schon längst vorbei sein. Dann wissen wir endlich mehr über Teslas Mittelklassefahrzeug und müssen uns nicht mit Gerüchten und Spekulationen zufrieden geben. Und obwohl die Medienlandschaft sowieso schon über nicht anderes berichtet, sorgt Tesla-CEO Elon Musk mit seinen Twitter-Nachrichten für zusätzliche Aufmerksamkeit.

Vor knapp acht Stunden veröffentlichte Musk einen Tweet, auf dem es hieß, dass die morgige Enthüllung lediglich Teil 1 darstellt. Teil 2 soll das Ganze auf ein ganz neues Level befördern und wird kurz vor dem Produktionsstart stattfinden. Wirklich überraschend kommt die Aussage jedoch nicht. Schon im Februar hatte Musk erwähnt, dass man am 31. März noch nicht alles über das Model 3 enthüllen will.

Auf die Frage eines Twitter-Nutzers, ob man denn das Fahrzeug überhaupt genauer sehen können wird, antwortete Musk: „Du wirst das Auto sehr deutlich sehen, aber einige wichtige Elemente werden (im Laufe der Zeit, Anm. d. Red.) hinzugefügt und einige werden sich entwickeln.“

Erst gestern haben wir darüber berichtet, dass Musk bei Mobileye, dem Zulieferer der Autopilot-Hardware, zu Besuch war, um die neueste Generation des Autopiloten zu testen. Schon im Januar dieses Jahres wurde spekuliert, dass das Model 3 mit neuer Autopilot-Hardware ausgeliefert werden könnte. Wahrscheinlich werden wir morgen jedoch keine Antworten darüber erhalten, sodass es erst einmal bei diesen Spekulationen bleibt.

  • Bin schon sehr gespannt. Vorallem interessiert mich ob die für die Supercharger Benutzung nochmal extra 2000 – 5000 EUR verlangen.
    Inklusive Autopilot und einer bessern Batterie ist man dann wahrscheinlich auch nicht mehr bei 35 000 – 40 000 EUR sondern bei 60 000 – 70 000 EUR. Vermute aber das die Preise gar nicht groß angesprochen werden.

  • klaues

    Hört sich für mich so an, als wäre das Model 3 noch nicht wirklich fertig zum Präsentieren, die Entwicklung geht in der lange Anlaufphase ja auch weiter.
    Ich erinnere mich noch an eine IAA in Frankfurt vor Jahren als vom Model S der Rahmen mit Antrieb stand und ein Fahrzeug ohne Innenausstattung.

    • TK

      Wurde bisher eigentlich immer so gehandhabt. Auch zuletzt beim Model X.

      • Tesla-Fan

        Mir sagte mal ein alter Automobil-Konstrukteur, inzwischen im Ruhestand, auf meine Frage hin, ob man ein ganz, ganz neues Auto kaufen könne/solle, wegen Kinderkrankheiten und so:
        „Bis zum Produktionsstart wird entwickelt, danach wird geändert!“
        Und da gab es Tesla noch gar nicht, als er das sagte.

        2 Jahre vor Auslieferung an den Kunden ist bei KEINEM Hersteller ein Auto „fertig“ – dann könnte er ja 2 Jahre früher ausliefern…

  • Natürlich dürfen wir gespannt sein wie viel wir wirklich zu sehen bekommen und wie viel Raum es weiterhin für Spekulationen und Gerüchte geben wird. Ich freue mich auf das Model 3, bestelle mir bzw. reserviere mir aber noch keines vor. Vorher fahre ich anderweitig elektrisch.

  • Chris

    Also ich bin ein wenig zwiegespalten. Einerseits freue ich mich wenn Tesla ein gutes Auto vorstellt, was die Elektroautos ganz weit voran bringt. Auf der anderen Seite habe ich die Sorge, dass die deutsche Automobilindustrie dadurch irreperablen Schaden erleidet. Ausserdem ist ein Tesla Monopol für den Kunden auch nicht das beste. Naja man wird sehen. Auf jedenfall ist dies für die Erde eine gute Richtung die eingeschlagen wird.

    • Karl

      Wenn die deutsche Automobilindustrie erst mal feststellt, daß deren ‚CashCow‘ nicht mehr lange Milch gibt, wird sie sicherlich sehr schnell nachziehen (müssen). Ist nur traurig, wenn im Vorfeld die Konkurrenz unsauber schlecht geredet wird.

    • Dejan Stankovic

      Model 3 ist der beste Druckmittel für die deutsche Autoindustrie endlich mal eine andere Richtung aufzuschlagen… aber, ich habe hier in Deutschland seit fast 30 Jahren gelernt das einfache Lösungen ungewollt sind… es muss alles verkompliziert um später als „gut“ verkauft zu werden… diese Verhalten wird immer mit Arbeitsplatzerhaltung begründet… Das ging insofern wir weltweit genug Idioten hatten die für Hungerlöhne für die deutsche Industrie als Zulieferer gearbeitet hatten… nur dank Internet möchten diese Menschen zu recht auch was von dem Kuchen haben… und spätestens dann wird für unsere wirtschaft schwarz! Also, lieber jetzt neue Wege einschlagen und sich für die Zukunft rüsten als mit Verteidigungstaktik jedes Vorschritt zu verhindern versuchen.

      … ich reserviere auch mindestens einen Model 3… wird für meine Frau anstatt ihren Stinker BMW X3 Diesel besser sein.

    • Oliver

      Die Deutsche Industrie hatte lange genug Zeit zu reagieren, die hängen zu sehr am Rockzipfel der Öllobby auf Kosten der Umwelt, ich würde mich schämen.

    • Rob.

      Niemand zwingt die deutschen Hersteller keine tauglichen Elektroautos auf den Markt zu bringen…

    • Volker

      Wenn die deutsche Automobilindustrie am Nokia Effekt leidet und meint, den Underdog ignorieren zu können, ist die Lösung nicht, als potentieller E-Mobil Kunde beide Augen fest zu verschließen und zu hoffen, dass unsere Premium Hersteller irgendwann mal nachziehen. Sonst sagen die nur wieder: „Seht ihr? Wir haben ja gleich gesagt, dafür ist kein Markt da!“ Und schon ist der Traum vom Elektroauto ausgeträumt. Die Pappnasen meinen immer noch, WENN Tesla erst einmal Erfolg hat, dann ziehen wir ganz schnell ein genauso gutes Auto aus dem Hut und fertig. Das traue ich ihnen sogar zu, denn richtig gute Autos zu bauen haben sie ja technisch bestens im Griff. Aber Tesla ist der Einzige, mit einer starken Ladeinfrastruktur. DAS ist der Vorsprung, bei dem keiner der deutschen Premiumhersteller irgendwelche Ambitionen zu haben scheint. Tesla bietet nicht nur ein Auto. Tesla bietet eine praxistaugliche Lösung.

    • Daniel

      Ich persönlich sehe die deutsche Automobilindustrie durch Tesla in keinster Weise gefährdet. Die Elektromobilität ist zur Zeit einfach nicht marktreif und dementsprechend konzentrieren sich die deutschen Hersteller auf andere Autos. (Deswegen gibt es auch keinen Konkurrenten zum Model S oder X – weil ein solches Auto schlichtweg keine Konkurrenz benötigt)
      Aber auch bei der Elektromobilität müssen wir uns nicht verstecken. So hat BMW mit dem i3 ein innovatives und effizientes Elektroauto geschaffen. Auch haben die anderen Hersteller auch Elektroautos im Programm und die Forschung an der Elektromobilität geht weiter. Wenn die Zeit für Elektroautos gekommen ist werden die deutschen Hersteller sicherlich auf den Zug aufspringen. Tesla wäre evtl. ein Mitbewerber, aber kein Monopolist – sofern Investoren auch noch weiterhin Tesla trotz Rekordverluste unterstützen.

      • Franz

        Leider viel zu naiv. Das Beispiel Nokia und Apple wurde schon genannt. Sieh dir doch mal Amazon an. Lange belächelt, bis letztes Jahr nur Verluste geschrieben, dehnt sich das Unternehmen immer weiter aus und beherrscht inzwischen nicht nur den Onlinehandel weltweit. Wer kommt dagegen noch an? Sollte doch eigentlich kein Problem sein, mal schnell einen Onlinehandel aufzuziehen und groß in den Markt einzusteigen. Selten so gelacht…
        Viel zu träge und uninnovativ die deutsche Autoindustrie. Die Quittung kommt noch, denn die hochentwickelten Bezin/Dieselmotoren sind dann überflüssig und in punkto intelligente Elektromobilität reichts nicht mehr für die Spitzenposition.