Neues Firmware-Update soll Energieverbrauch besser kalkulieren und genauere Reichweite anzeigen

Wie der Branchendienst Electrek berichtet, wird Tesla mit dem nächsten Firmware-Update eine bessere Kalkulation des Energieverbrauchs einführen, wodurch die verfügbare Reichweite exakter ermittelt werden kann. Tesla hat sich zum nächsten Over-the-Air-Update bisher nicht geäußert, doch soll diese Information von anonymen Quellen stammen, die mit der Materie vertraut sind.

Tesla ermöglicht einigen ausgewählten Kunden oftmals eine Beta-Version eines kommenden Firmware-Updates einzuspielen, sodass sie die neuen Funktionen schon im Voraus testen und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge machen können. Auch der Autopilot wurde vor der offiziellen Veröffentlichung mit einigen Model S-Besitzern getestet.

Tesla versucht spätestens seit dem Firmware-Update 6.2 die Reichweitenangst mancher (potenzieller) Kunden in den Griff zu bekommen. Dabei wurde zu der Zeit das Navigationssystem aktualisiert, sodass man bei seiner Reise zu einem naheliegenden Supercharger geführt wurde, wenn die Reichweite bis zum Ziel nicht ausreichen sollte. Mit dem nächsten Update soll die Reichweitenangst weiter reduziert werden.

  • Sascha

    Ich hätte nicht mal mit einem BMW i3 Angst liegen zu bleiben. Ist immer eine Frage der Verwendung, der Erwartungen an das Fahrzeug und der Planung. Man muss sich halt selbstkritisch fragen für was ist ein EV geeignet und wofür benutze ich es!

    Der Rest ist selbstverständlich. Ansonsten Top an Tesla……Mit dem OS haben sie noch viel Potenzial.

  • Bernd

    Die Vorhersage, mit wie viel % Akkuladung man am Ziel ankommt, ist heute schon sehr genau bei Tesla. Mehr als 5 % „Reserve“ muss man da nicht einplanen. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass das Höhenprofil der Strecke mit berücksichtigt wird. Vielleicht kommen in das Update zusätzlich noch Wetterinformationen (Wind, Regen, Temperatur) mit rein?

    Und wenn’s knapp wird mit den Kilowattstunden: Beim E-Auto (eigentlich bei jedem Auto) steuert man die Reichweite mit dem rechten Fuß…

  • FMH

    Also ich bin neulich erst wieder von Stuttgart nach Hannover gefahren (560 km).
    Da werden dann von der Navigation zwei SuperCharger Zwischenstops vorgeschlagen,
    allerdings kommt man nach der Kalkulation immer mit nur 5% an, was bei einem 85kwh-Modell nur so um die 20 km Restreichweite sind!
    Wenn man dann auf der Autobahn „etwas schneller“ fährt, sind die schnell weg…
    Also kalkuliere ich immer sowas wie 20% Rest = ca. 80 km Restreichweite ein.

    Zweites Problem ist leider, dass die Navigation nicht einplant, dass man am Ziel evtl. nicht Nachladen kann und daher auch wieder an den letzten SuperCharger zurück fahren muss.
    Für meine Fahrt nach Hannover haben ich daher 60km vor Hannover noch einen SuperCharger angefahren und nochmal bis auf 200 km aufgeladen (2*60km rein-raus plus Reserve in Hannover).

    Wäre schön wenn man diese zwei Dinge im Update mal verbessern könnte.

    Ach ja – dritter Punkt ist, dass man wärend so eines Trips nicht mehr sieht wie lange es dauern würde bis man den Akku wieder bis zum Ladelimit (z.B. 90%) aufladen würde, da er immer nur das Limit für den Trip bis zum nächsten SuperCharger berücksichtigt.

    Ansonsten ist für mich die fahrsilbezogene Hochrechnung der Restreichweite schon ziemlich genau. An der nach „Norm“ sollte man sich auf jeden Fall NICHT orientieren, dass sind tatsächlich zu hohe Phantasiewerte!

    • Heinz Wagner

      Das macht dieses Forum u. a. so wertvoll. Tesla Fahrer publizieren ihre Erfahrungen etc. und jeder kann die Infos für seine Entscheidungsfindung nutzen, die dann lauten könnte, ich kauf mir auch einen Tesla. Vielen Dank an FMH

  • B. Näf

    Die Reichweitenangst ist bei Handyfreaks nachvollziehbar. Da ist Planung ein Fremdwort, weil jederzeit disponiert werden kann. Mit minimaler Planung ist die Reichweite kein Problem.