New Jersey: Tesla geht gegen Urteil in Berufung

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Vor knapp drei Wochen wurde in New Jersey ein neues Gesetz in einer Nacht-und-Nebel-Aktion erwirkt, welches sich gegen den Direktvertrieb von Fahrzeugen wandte. So wurde insbesondere Tesla Motors gehindert, seine Stores in diesem Bundesstaat weiter zu betreiben und seine Kunden ohne Zwischenhändler zu bedienen.

Aktuell kämpfen einzelne Senatoren, aber auch mehrere Ökonomen und Jura-Professoren für das Recht des Direktvertriebs in der Automobilbranche. Nun schlägt auch Tesla selbst zurück. Demnach würde das neue Gesetz gegen ein bereits vorhandenes Gesetz verstoßen, welches einen solchen Direktvertrieb erlaubt.

Es heißt, dass das neue Gesetz nur erwirkt worden ist, da sich die Gesetzgeber dem Druck der Automobilhändler gebeugt haben. „Automobilhändler haben einen Interessenkonflikt damit, Elektrofahrzeuge zu verkaufen“, schrieb Tesla in ihrer Berufung.

„Um Elektrofahrzeuge zu verkaufen, müsste man explizit damit werben, wieso diese besser als benzinbetriebene Fahrzeuge sind. Dies werden sie jedoch nicht tun, da letztere Fahrzeugtypen ihren gesamten Profit generieren“, hieß es weiter in der Berufung.

James Appleton, Präsident des Zusammenschlusses der Automobilhändler, widersprach diesen Anschuldigungen und deutete darauf hin, dass es weitere 13 Fahrzeughersteller gibt, die ihre Elektrofahrzeuge auf herkömmliche Art und Weise auch in New Jersey verkaufen.

„Tesla möchte die volle Kontroller über den Vertrieb, um den Wettbewerb niederzuschlagen und zu eliminieren“, äußerte sich Appleton. Nach seiner Auffassung führen solche Automobilhändler zu Wettbewerb, welcher wiederum gut für den Kunden sei.