Noch keine Antwort vom Weißen Haus über Petition zu Teslas Direktvertrieb

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Das Weiße Haus muss sich in Kürze selbst damit beschäftigen, wie es mit dem Kampf zwischen Tesla Motors und den Automobilhändlern einiger Bundesstaaten weitergeht. Erst vor Kurzem wurde ein Gesetz erlassen, welches Tesla nicht mehr erlaubt, seine Autos in New Jersey über den Direktvertrieb zu verkaufen. Entsprechend empört reagierte Elon Musk in einem offenen Schreiben an die Einwohner des Staates und verglich die Vorgehensweise von Gouverneur Christie mit denen der Mafia: „Ein Grund für dieses Gesetz soll es angeblich sein, dass dadurch die Konsumenten ‚geschützt werden'“, heißt es in seinem Schreiben. „Hier will Ihnen Gouverneur Christie etwas völlig falsches verkaufen! Sollten wir hierbei nicht von der Mafia-Variante des ‚geschützt werden‘ reden, dann entspricht dies nicht der Wahrheit.“

Eine Petition dafür, dass Tesla Motors seine Elektrofahrzeuge in allen 50 Bundesstaaten direkt vertreiben kann, gibt es bereits seit dem letzten Sommer. Bisher konnten sich über 130.000 Unterzeichner finden und es werden stetig mehr. Ab 100.000 Unterzeichnern muss das Weiße Haus auf die Petition eingehen und zumindest eine Stellungnahme dazu veröffentlichen; auf diese wartet man jedoch seit Monaten. Am gestrigen Freitag meldete man sich vom Weißen Haus jedoch zu Wort und gab bekannt, dass natürlich auch diese Petition „von den verantwortlichen Personen eingesehen und kommentiert werde“. Wann dies geschieht ist jedoch weiterhin nicht bekannt.

Währenddessen startete die größte Online-Zeitung von New Jersey, NJ.com, eine Umfrage, die sich direkt an alle Einwohner von New Jersey richtete, bzw. an alle entsprechenden Besucher der Seite (immerhin knapp 15 Millionen monatlich). Dabei ging es natürlich um die Frage, ob denn Unternehmen wie Tesla der Direktvertrieb erlaubt werden sollte. Das Ergebnis ist mit beinahe 80 Prozent für „Ja“ sehr eindeutig (Stand: 15.03.14, 12 Uhr, über 16.000 Stimmen). Es bleibt also weiterhin eine spannenden Angelegenheit, welche Tesla Motors übrigens auf rechtlichem Wege fortführen möchte.