Partnerschaft zwischen Toyota und Tesla wegen Streitereien angeschlagen

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Nachdem nun die Zusammenarbeit zwischen Toyota und Tesla Motors am RAV4 EV noch dieses Jahr beendet wurde, scheinen immer mehr Meldungen nach Außen zu gelangen, in denen es heißt, dass die Partnerschaft aufgrund von Streitereien zwischen den Ingenieuren beider Unternehmen mit der Zeit immer schlechter und schlussendlich beendet wurde.

Und obwohl Toyota sogar noch Ende Mai über weitere Zusammenarbeit abwägte, scheint man sich nun vollkommen auf die Technologie mit der Brennstoffzelle zu konzentrieren. Hingegen äußerte sich Elon Musk noch im Januar nicht gerade freundlich über diese Technologie: „Sie [Fahrzeuge mit Brennstoffzelle] sind irre dumm. Man sollte darüber nicht einmal ernsthaft debattieren.“

Es heißt, dass der geplante schnelle Markteintritt mit dem RAV4 EV ein Grund für Streitereien zwischen den jeweiligen beteiliten Ingenieuren war. Es dauerte scheinbar nicht lange, bis die ersten Konflikte auftraten. Bei den ersten Design-Konzepten von Tesla bemängelten die Ingenieure von Toyota, dass es keine Sperrklinke für die Handbremse geben würde.

Stattdessen hatte Tesla vorgeschlagen einen elektronischen Mechanismus einzubauen, da man bereits zuvor einige Probleme mit dem gleichen Fahrzeugteil im Tesla Roadster festgestellt hat. Dies soll den Ingenieuren von Toyota gleichgültig gewesen sein, sodass man in der fertigen Produktion den Mechanismus mit der Sperrkline verwendet hat.

Eine Anregung zum Einbau eines zusätzlichen Schutzes der Batterie am Boden des Fahrzeugs soll Toyota ebenfalls ausgeschlagen haben. Außerdem soll der japanische Autohersteller darauf die Verantwortlichkeit von Tesla Motors für den Einbau der Batterie entzogen haben, sodass Toyota diese nach eigenem Ermessen eingebaut hat.

Während Teslas Simon Sproule keine Wort über diese Vorwürfe verlor, äußerte sich Toyota-Pressesprecher, John Hanson, zu den Vorfällen: „Hierbei gab es zwei grundverschiedenen Unternehmen mit zwei unterschiedlichen Herangehensweisen. Es war ein schwieriges Projekt, aber es waren auch strenge Zeitvorgaben und das Fahrzeuge wurde pünktlich ausgeliefert.“