Pegasus: Nvidia stellt KI-Computer für vollständig autonomes Fahren vor

Nvidia hat gestern den laut eigener Aussage ersten KI-Computer für vollständig autonomes Fahren (Autonomiestufe 5) vorgestellt. Bereits mehr als 25 Firmen sollen Robotertaxis basierend auf diese CUDA GPUs entwickeln. Für die Automotive-Partner von NVIDIA soll der Pegasus genannte KI-Computer ab der zweiten Hälfte 2018 zur Verfügung stehen.

Die neue Plattform soll die DRIVE PX Computerplattform erweitern und mit 320 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde mehr als 10-mal mehr Leistung als der Vorgänger, die Nvidia DRIVE PX 2, bieten. Die DRIVE PX 2 nutzt auch Tesla in den eigenen Fahrzeugen und behauptet damit künftig vollständig autonomes Fahren zu ermöglichen. Hersteller Nvidia meint jedoch, dass dafür mehrere DRIVE PX 2-Plattformen parallel eingesetzt werden müssten.

Die neue Nvidia DRIVE PX Pegasus wird von vier Hochleistungsprozessoren aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz angetrieben. Sie vereint zwei der neuen Xavier SoC (System-on-a-Chip) Prozessoren, die in DRIVE PX Xavier separat ab dem 1. Quartal 2018 verfügbar sein sollen, und zwei GPUs, die speziell für Deep Learning und Computer-Vision entwickelt worden sind.

Damit soll Pegasus erstmals die Computerleistung bieten, die für vollständig autonomes Fahren benötigt wird, und circa 50- bis 100-mal höher als bei modernen Autos ist, die heutzutage erhältlich sind. Da die Computerplattform gerade einmal die Größe eines Fahrzeugkennzeichens hat, werden der Energieverbrauch und die Kosten drastisch reduziert, sagt Nvidia.

Da die DRIVE PX-Plattform anpassbar ist, kann Tesla die alten Komponenten ohne größeren Aufwand ersetzen. Noch ist jedoch unklar, ob es für das vollständig autonome Fahren überhaupt nötig ist – Nvidia behauptet das zumindest. Sollte es jedoch nötig sein, Komponenten bereits ausgelieferter Fahrzeuge für das autonome Fahren zu ersetzen, würde Tesla dies kostenlos tun.

  • Jakob

    Ich finde es von Tesla immer noch genial die damals verfügbare Hardware eingebaut zu haben.
    Sie war zu dem Zeitpunkt billig, lässt sich im absoluten Notfall gegen eine andere leicht austauschen und sammelt seitdem bereits massig an Daten.
    Stellt sich in 2 Jahren heraus, dass die Rechenleistung der Hardware auf der Platine nicht ausreichend ist, tauschen sie diese dann gegen die zu dem Zeitpunkt verfügbare Hardware ein – zu einem bis dahin deutlich günstigeren Preis.
    Das kann dann eine noch bessere Platine als die jetzt vorgestellte sein.

    • PV-Berlin

      Vielleicht bekommt das gar keiner mit, weil sie das bei der Wartung gleich mitmachen. Bei effektiven Zinskosten von nahe 6 % und einem angenommenen Preis von 250,- € je Platine., bin ich nach 5 Jahren schon fast durch, selbst wen ich nur 1.000 $ virtuell dafür zurücklege.

      Echt schade, dass ich davon gar keinen Schimmer habe (Weder Hardware noch Software beurteilen und Kosten abschätzen können)

      Ich möchte gar nix haben, nicht mal eine festverbaute SIM Karte. Würde mir das sogar extra 2.000 € kosten lassen.

      Warum? Wenn ich nicht autonom fahren kann, muss ich das auch nicht, alles andere wäre Enteignung bzw. Willkür!

      Meine Kids und Enkel sollen den ohnehin nicht fahren (Wenn dann Tesla Y)

  • Bob dB.

    Irgendwie fühlt man sich durch die Aussagen von Nvidia schon in seinen Vermutungen bestätigt.