Rechtsstreit zwischen Tesla und schweizerischen Zulieferer Hoerbiger wurde beigelegt

Wir hatten Anfang des Jahres darüber berichtet, dass Tesla den schweizerischen Zulieferer und Hydraulik-Spezialisten Hoerbiger verklagt hatte, weil dieser für eine Produktionsverzögerung beim Model X gesorgt haben soll. Dabei sollte Hoerbiger die Falcon Wing-Türen entwickeln, doch der gezeigte Prototyp entsprach nicht Teslas Qualitätsstandards, erklärte eine Pressesprecherin.

Tesla musste laut eigener Aussage auf einen anderen Zulieferer ausweichen, der aufgrund des nun entstandenen Zeitdrucks einen deutlich höheren Preis verlangte. Zusätzlich dazu soll Hoerbiger auf weitere Zahlungen von Tesla gepocht haben, da dem schweizerischen Unternehmen Aufträge versprochen wurden. Tesla reichte anschließend die Klage ein.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters nun berichtet, haben beide Parteien den Rechtsstreit mittlerweile beigelegt. Beide Unternehmen können bis zum 13. Oktober eine gemeinsame Stellungnahme über die Beilegung des Streits abgeben. Noch ist unklar, worauf sich Tesla und Hoerbiger geeinigt haben. Teile der Abmachung sollen erst am 4. Oktober erfüllt werden.

  • Sukram

    >sollen erst am 4. Oktober erfüllt werden.
    Rechtzeitig nach den Quartalszahlen 😉
    Hörbiger 1 : 0 Tesla.
    Verklagt wurde übrigens die amerikanische Holding nebst Tochter Automotive.

  • Erna

    Das Ganze erinnert wieder sehr stark an Mobileye. Tesla entwickelt die Software und wenn diese unausgereift fehlerhaft funktioniert gibt es Ärger mit dem Hardwarehersteller. Hoerbinger hat offensichtlich rechtzeitig erkannt, dass man sich von einem Fahrzeughersteller mit 0,1% Marktanteil besser nicht den besten Ruf ruinieren lässt.

    …HOERBIGER war von Anfang an lediglich mit der Entwicklung und Produktion hydraulischer Türantriebe beauftragt. Zu keinem Zeitpunkt war HOERBIGER für die Entwicklung von Elektronik und Software zur Steuerung des symmetrischen Bewegungsablaufs sowie zur Vermeidung von Überhitzung verantwortlich…

    http://www.hoerbiger.com/de-0/pages/585

    • Nelkenduft / AHF

      Klingt ja fast schon nach einem Schuldeingeständnis von Hoerbiger.
      Sie waren nicht dafür verantwortlich, dass ihre mutmaßlich für diesen Zweck minderwertige Hydraulik überhitzt und auch nicht beauftragt diesen Umstand zu vermeiden.
      Tesla wird sicher nicht gekündigt haben, nur um woanders mehr Geld ausgeben zu dürfen.

      • Erna

        Vielleicht einfach mal abwarten was (warum erst so spät?) noch kommt. Fakt ist ja wohl, dass die Türen bis Heute mit der Tesla-Software und anderen Antrieben noch immer nicht richtig funktionieren!

        • Rotznplotz

          Frage eines Unwissenden: Was an diesen Türen funktioniert denn aktuell immer noch nicht?

          • Grünspanpolierer

            Sie kollidieren gerne mit Decken und der Vordertür. Und haben nebenbei das Potential, Kinderhände zu brechen.

          • Rotznplotz

            Oh, das ist aber nicht gut. Besonders das mit dem Kinderhände brechen… (Wobei, unser Sohn hat sich mal an einer VW Multivan Schiebetüre die Hand gebrochen). Trotzdem würde ich das gerne mehr über diese Fehler (auch jene mit den Decken und Vordertüren) wissen. Ist das Ihre eigene Erfahrung? Oder haben Sie das irgendwo gelesen? Wenn ja, können Sie mich auf die Quelle verweisen?

          • Grünspanpolierer
          • Rotznplotz

            Super, vielen Dank. Ich hab mir das mal angesehen und auch ein wenig recherchiert:
            1. Deckenkollisionen sollten ja eigentlich mit den neuesten Update behoben sein, oder?
            2. Bezüglich Vordertüre konnte ich ausser Ihrem Youtube Video nirgends eine andere Meldung finden. Auch der Host des Videos erwähnt, dass es sich bei ihm nur einmal zugetragen hat und so gesehen würde ich hier jetzt nicht von der Mehrzahl (Sie) und von „gerne“ sprechen (auch wenn es natürlich in diesem Fall zugegeben unschön aussieht).
            3. Kinderhände brechen: Das dritte Video zeigt ja eigentlich, wie viel Sicherheitstechnik in dieser Türe steckt. Das mit der Gurke ist ein netter Effekt, aber nichts, das ausschliesslich bei dieser Art von Tür auftritt. Die Gefahr, dass sich jemand die Hände an einer Türe einklemmt, gab es schon immer.

          • Grünspanpolierer

            1. Mit 2 verschränkten US-Sensoren kann eine Deckenstruktur nicht komplett erfasst werden, da hilft kein update.
            2. Die Türen verheddern sich, wenn das model X auf unebenem Untergrund geparkt ist. Liegt wahrscheinlich an der mangelhaften Verwindungssteifigkeit der Karosserie?
            3. Die Sicherheitstechnik wurde ja gerade mit dem update abgeschaltet!

          • Teslamag.de (TK)

            zu 2.: https://www.youtube.com/watch?v=FZ0Box7-BRQ&feature=youtu.be&t=502
            Dort passiert es eben nicht. Es reicht also nicht auf „unebenem Untergrund“ zu parken. Offenbar entsteht dieses Problem nur unter bestimmten Voraussetzungen. Außerdem weiß man nicht, ob derjenige nicht auch einfach ein Montagsauto erwischt hat.

          • Grünspanpolierer

            Da öffnet der Fahrer die Fronttür ja gar nicht?

          • Rotznplotz

            1. Die Hecktüre meines Baujahr 2015 Kombis aus Deutscher „Edelmanufaktur“ kollidiert auch mit der Decke, wenn aus dem Innenraum oder per Schlüssel geöffnet. Ich weiss das und kann mit entsprechend vorsehen. Ist also auch beim Model X für mich kein Problem, wenn ich weiss, dass die Türen beim Öffnen vielleicht mal etwas berühren könnten.
            2. Ich hab einen Bekannten gefragt, der geschäftlich 3 Mod X im Einsatz hat. Er kann dieses Phänomen auch bei unebenem Untergrund nicht nachvollziehen.
            3. Hab ich bereits kommentiert.
            Mein Entschluss steht getreu Werbespruch eines Bayrischen Herstellers fest: Lieber heute Mod X fahren, statt noch Jahre auf ein vergleichbares Produkt eines Mitbewerbers warten.

          • E.OFF

            http://www.auto-news.de/auto/news/bildergalerie_Vorsicht-bei-Fenstern-Viele-Autos-besitzen-keinen-Einklemmschutz_id_22517&picindex=2
            Mensch was bauen aller anderen nur für gefährliche Autos->
            Ein Tip vom ADAC für verbrenner Fahrer->
            Tipps für Eltern
            Damit Finger, Hände, Hals und Kopf der Kleinen unbeschädigt bleiben, empfiehlt es sich, Kinder grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückzulassen. Außerdem sollte der Zündschlüssel abgezogen werden. Fenster und Schiebedach sollten nicht mit der Schlüsselfernbedienung verschlossen werden, wenn kein Sichtkontakt mit dem Fahrzeug besteht.
            Ich kann mir nicht vorstellen das Sie Kinder haben Grünspan?

          • Fritz!

            Also das, was ALLE Autotüren machen?

    • MagErnanicht

      Na, schon mal mit so nem Auto gefahren?

      • Harald Wenzel

        Allein der Username sagt schon aus worauf der Forist aus ist: fachlich fremdes trollen. Nichts zur Diskussion beizutragen, aber rumnölen.

        • Erna

          Vom Machogehabe abgesehen (das -in sollte auch Ihnen bekannt sein) sind SIE doch der Troll, da keinerlei Argumente hat aber der Meinung ist einen Kommentar abgeben zu müssen. Dazu dann für dieses Trollen auch noch extra einen Account mit bisher einem Kommentar angelegt. Führen Sie eigentlich Selbstgespräche?

          • Harald Wenzel

            Tut mir leid hier in ein paar Punkten wiedersprechen zu müssen:
            1.) Anzahl der Kommentare (weit mehr als eins, vielleicht schon mal daran gedacht dass es bereits Kommentare vor Discus gab?)
            2.) Genderprobleme gibt es nur in den Köpfen der Leute die meinen dies immer und überall stressen zu müssen
            3.) Neben sachlichen und zum Thema gerichteten Beiträgen kommtentiere ich durchaus auch Trollbeiträge und auch Beiträge die nicht der Netikette entsprechen, und das werde ich auch in Zukunft tun.

      • Erna

        Extra einen Account für einen Spam-Kommentar mit beleidigenden Dünnschiss angelegt? Haben Sie überhaupt einen Führerschein um ein Auto zu führen?

        • MagErnanicht

          Liebe(r) Erna, fahre schon meinen 2. Tesla und mittlerweile mehr als 20 tsd km mit dem von Ihnen heissgeliebten „Autopilot“ – laut Ihren Kommentaren müsste ich mit diesem „unsicheren“ Auto schon tot sein. Falls Sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht die Möglichkeit haben mal mit nem Tesla zu fahren melden Sie sich doch bei mir…..

          • Grünspanpolierer

            Ich glaube, Erna und ich machen sich weniger Sorgen um Sie, sondern um die anderen von Teslas ‚Autopiloten‘ bedrohten Verkehrsteilnehmer.
            Heute ‚Autopilot‘ Unfall bei Ratzeburg mit einem Reisebus,der zum Glück glimpflich ausging:
            http://www.mopo.de/umland/bei-ratzeburg-autopilot-versagt—tesla-kracht-in-reisebus-24823660

          • MagErnanicht

            Getroffene Hunde bellen.
            Ich erspare mir und dem Rest des Universums weitere Kommentare…..

          • E.OFF

            auf der Seite sind noch weitere 7 Autounfälle mit
            7 Toten !
            6 Schwerverletzten !
            6 Leichtverletzten !
            und einen leicht verletzten Tesla Autopilot Fahrer !!!
            In Ihren anti Tesla Wahn ist glaube ich kein Platz für die Harte Realität!

  • Pamela

    Bei Aufträgen dieser Größenordnung kann man davon ausgehen, das alles genauestens vertraglich festgelegt ist: Kundenanforderungen, Liefergrenzen, Betriebsbedingungen, Anschlussgegebenheiten, Gewährleistung. Wenn das Produkt dann nicht diesen Festlegungen gerecht wird, ist der Kunde nicht verpflichtet, es so zu übernehmen. Oft wird dem Lieferanten die Möglichkeit zur Nachbesserung gegeben, allerdings in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen. Es ist aber auch häufig der Fall, dass ab Überschreitung des Liefertermines die Pönale einsetzt. Zu all dem haben wir keine Kenntnisse.

    Ich würde sagen , wenn Öl aus den Hydraulikteilen läuft, ist es wahrscheinlich kein Softwareproblem. Aber bitte, genaues weiss man nicht.

    @Erna „Hoerbinger hat offensichtlich rechtzeitig erkannt, dass man sich von einem Fahrzeughersteller mit 0,1% Marktanteil besser nicht den besten Ruf ruinieren lässt.“ ???
    Und deshalb haben sie was gemacht ? Ein Produkt mit Qualitätsmängeln, damit sie Tesla nicht beliefern müssen ?
    Ich verstehe diese Logik nicht. Warum sollte ein Hersteller Tesla nicht gerne beliefern wollen ?

    Ich habe von Zulieferern gehört, die am liebsten VW nicht mehr beliefern wollen. Warum ?
    Ich weiß es nicht und verzichte auf spekulativen Dünnschiss.

    • Erna

      …Ich würde sagen , wenn Öl aus den Hydraulikteilen läuft, ist es wahrscheinlich kein Softwareproblem…

      Erst einmal muss man feststellen, dass dies eine Behauptung von Tesla ist. Aber selbst wenn. Auch ein G36 ist (sogar laut Gerichtsurteil) treffsicher, solange man sich an Vertragsbedingungen hält und es nicht überhitzt. Ein wegen nicht vertragskonformer geänderter Parameter überhitzter Hydraulikantrieb kann natürlich auch mal undicht werden, gerade wenn sich Ersttester über zu langsam öffnende/schließende Türen massiv beschweren und Tesla krampfhaft ohne Rücksprache die Geschwindigkeit erhöht.

      Für mich bezeichnend ist die Tatsache, dass es vergleichbare Probleme zwischen Horbiger und anderen Herstellern (genau wie bei Mobileye) nicht gab und die haben sicher nicht geringere Qualitätsansprüche an einem Zulieferer.

      • raleG

        Es ist für jeden Hersteller ein Problem, wenn der Zulieferer nicht die vereinbarte Qualität liefern kann. Gut, dass Tesla die Entwicklung selbst in die Hand genommen hat, und auf Elektroantrieb umgeschwenkt ist. Die dadurch entstandene SOP Verschiebung war natürlich sehr ärgerlich und teuer für Tesla.
        Produktion und Türen laufen jetzt einwandfrei, bravo Tesla.
        Ein weiteres Beispiel gibt übrigens bei den Rücksitzen.
        Bei Mobileye war es sicher ähnlich, Tesla gleicht jetzt die mangelnden Möglichkeiten des Mobileye-Systems mit dem Radar aus und macht es zukünftig lieber selbst.
        Wir werden sehen, wer in Zukunft die Nase vorn hat – allein wegen dem Flottenlernen und OTA-Update ist es heute noch Tesla.

  • Kyle Seven

    Hat jemand irgendein Presse-Statement dazu gesehen