Samsung lieferte 120 Tonnen Batteriezellen an Tesla

Obwohl Panasonic bisher der langjährige Hauptlieferant von Tesla für Batteriezellen war, hat der Autobauer im letzten Jahr bereits bestätigt, dass man für das – eher kleine – Projekt Roadster 3.0 Batteriezellen von LG Chem nutzen wird. Nun berichtet der Branchendienst Electrek, dass ein weiterer Zulieferer eine deutlich größere Menge an Batteriezellen an Tesla geliefert hat.

Ein Lieferschein bestätigt die Lieferung von 120 Tonnen Batteriezellen für Tesla Motors am 19. April. Der Verkäufer ist in diesem Fall nicht Panasonic oder LG Chem, sondern Samsung SDI. Das südkoreanische Unternehmen hat die gleichen Zelltypen geliefert, die auch Pansonic an Tesla liefert: Format 18650.

Ob die Zellen für Testzwecke eingesetzt werden, ist fraglich. Die genannte Menge würde ausreichen, um fast 400 Fahrzeuge mit Akkupaketen zu versorgen. Es könnte natürlich sein, dass diese Zellen ebenfalls für das Upgrade zum Roadster 3.0 eingesetzt werden, doch war bisher nur LG Chem als Lieferant dafür vorgesehen.

Obgleich Tesla weiterhin Panasonic als Hauptlieferant und Partner für die Gigafactory zur Seite steht, hat der Autobauer bereits mehrmals erwähnt, dass man die Beschaffung der Zellen diversifizieren will. Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass Tesla bereits Gespräche mit LG Chem, Samsung SDI und SK Innovation geführt hat.

  • Jonny Green

    Ich denke das Tesla bald auch mit Samsung oder LG Chem eine Gigafactory bauen wird ähnlich wie die mit Panasonic. Selbst wenn Tesla die Produktion massiv steigern kann reicht die Produktion in der Gigafactory 1 nur für 1 Millionen Autos pro Jahr und die dürften schon bald erreicht sein. (2020?)

    • DocIngwer

      Eine interessante und durchaus realistische Betrachtung.
      Mir pers. sind aber Akkus von Panasonic aufgrund der selbst auferlegten Qualitätsansprüche bezüglich der Produkte und auch bezüglich besonders umweltschonender Produktion sowie wegen der Erfahrungen dort deutlich eher willkommen, als die manch anderer Hersteller. Die verkaufen Li-Ionenakkus schon um die 20 Jahre z. B. für VHS-C-Camcorder, da war Samsung noch ziemlich unbedeutend. Bei LG (damals hier bekannt als Goldstar) ist das aber ähnlich zu sehen wie bei Panasonic – nur meine Auffassung.

  • DocIngwer

    Folgende Frage ist zwar ziemlich Off-Topic. Ich wüsste aber nicht, an welch anderer Stelle ich sie stellen kann, betrifft aber die Akkutechnik bei generell:
    Hat oder hätte Tesla keine Probleme mit der aktuellen Wettersituation, also bei Hochwasser (Hochspannung!!) desgleichen auch die Ladestationen? Ich finde es sehr wichtig, so etwas einschätzen zu können.
    Es wäre nett, wenn das jemand beantworten könnte.

    • Pathologie TischDrei

      Und ich stelle mir die Frage, wenn Tesla in der Gigafactory Batterien für eine Mio Autos produzieren will und die Kapazität dort dann die Gesamtkapazität der Welt von 2013 deutlich übersteigt, wo wollen die anderen Automobilhersteller ihre Batterien her bekommen, wenn die auch massiv auf E-Autos gehen? Die ganze Rechnung hinkt irgendwo. Ob VW es wirklich schafft, in der Nähe von Salzgitter eine ähnliche Fabrik für Batterien aus dem Boden zu stampfen wage ich stark zu bezweifeln, gerade mit der Sicht auf die deutschen Regularien.

      Ich denke, wir werden bei der gesamten Batteriearie noch einige Überraschungen erleben. Vielleicht gibt es irgendwann keine Accus mehr für Laptops, weil die alle für Autos eingesetzt werden.

    • Dieselstinker

      inwiefern ein Problem? wenn ein Auto untertaucht?
      also ich denke schon dass es ab einem gewissen Punkt ein Problem geben kann, sodass das
      Auto nicht mehr funktioniert bzw. einen Schaden hat, ähnlich jedem Auto.
      Für Insassen wird es kaum gefährlich sein, da abgesehen davon, dass keine Hochspannung im Fahrzeug ist, und Strom sich immer den kürzesten Weg sucht, in dem Fall nach Masse, die ja reichlich vorhanden ist.
      Auch die SC sind so gebaut dass der Stecker erstens so hoch oben aufbewahrt wird dass er erst geflutet würde wenn längst kein Auto mehr fahren kann, Hochspannung gibt es nur an der Trafostation die etwas abseits der SC steht, am Supercharter ist nur Niederspannung und am Stecker nur dann wenn er am Fahrzeug steckt und ladet.
      aber wenn wirklich Hochwasser ist wird der Netzbetreiber ohnehin abschalten.
      DS

    • Jonny Green

      Ich denke das sollte kein Problem sein. Sicherheitstechnisch! Überschwemmung ist jetzt nicht so ungewöhnlich, das wird bei allem Hochspannungsgeräten schon bei der Konstruktion bedacht außerdem sollte ein normaler Schutzleiter genügen um Schaden abzuwenden dadurch erfogt auch eine abschaltung im Schadensfall.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzleiter

      Das laden könnte jedoch nicht (im Schadensfall) oder nur eingeschränkt funktionieren (zb. bei teilweisen Netzausfall)

    • Spinatcruiser

      So blöd es auch klingen mag, ein Tesla fährt auch bei Regen. Die Ladesäulen stehen ebenfalls im Freien und werden naß.
      Allerdings kann das Auto weder schwimmen, noch tauchen und ist deswegen bei Hochwasser nicht verwendbar. Genauso wie die Ladeinfrastruktur selbst. Dir wurde einfach absaufen.
      Ein wichtiger Unterschied besteht allerdings zwischen einem Stecker an einer Ladesäule und einer normalen Steckdose in zumindest einem Punkt. Eine Steckdose ist permanent stromführend. Der Stecker an der Ladesäule nicht.

    • McGybrush

      Hieraus würde ich entnehmen das selbst für Ersthelfer keine Gefahr existieren sollte wenn Feuerwehrleute Leute aus einem im Wasser abgetauschten Tesla bergen müssen.

      Natürlich gibt es in den Datenblättern die Obligatorischen Warnhinweise. Aber die Physik sollte hier immer auf der Seite des Menschen sein. Es muss wohl schon blöd laufen wenn es möglich ist einen Stromschlag zu bekommen. Diese Autos haben Schutzschalter die bei Gefahr und Unfällen auslösen und Ersthelfer können sich zusätzlich nochmal absichern indem sie ein Dünnes Kabel durchschneiden.

      https://www.teslamotors.com/de_DE/firstresponders
      Seite 19:
      https://www.teslamotors.com/sites/default/files/downloads/de_DE/emergency_response_guide.pdf?1512

    • McGybrush

      Diese Eigenschaften treffen übrigens auch für Andere Elektroautos zu. Die Eigensicherung durch Abschaltmöglichkeit der Hochspannung ist je nach Fzg. auch mal anders umgesetzt aber vorhanden da es eine Gesetzliche Vorschrift ist. Auch das diese es generell versucht selber aus zu lösen wenn ein Unfall erkannt wird. Ist wie Airbags auch. Das funktioniert schon.

  • Stadlix

    @DocIngwer was passiert, wenn ein Transformatorhäuschen von nem Stromanbieter unter Wasser steht? Nichts Gutes. Ein Tesla Supercharger wird hier nicht die Ausnahme machen. Sollte so eine Ladestation unter Wasser stehen hast du meinst größere Probleme, als ne leere Autobatterie.

  • Haefe

    Das Battery Pack ist zwar Wasser resistent aber nicht Wasserdicht. Es ist nicht gebaut für den Betrieb unter Wasser. Siehe Model 3 Owners Club Show von Trevor Page ca. 45.00:
    https://youtu.be/y5ty8DyF0So

  • Bernd Rühl

    Die Samsung-Akkus dürften eher für Tesla Energy sein. Tesla wird kaum den Hersteller der Fahrzeugzellen mal eben ändern. Elon und JB haben wiederholt gesagt, dass die Batteriechemie sich deutlich unterscheidet zwischen Fahrzeugbatterien und Powerwall (Ladezyklen x 10) und es ist ja bekannt, dass Tesla in der Gigafactory gerade die Produktion der Power-Produkte hochfährt (ohne dass schon Zellen dort produziert werden)

  • DocIngwer

    Besten Dank für die Kommentare zu meiner Frage.
    Ich denke auch, dass die Zulassungsvorschriften die Gefahrenlage der Hochspannung ausreichend berücksichtigen, eine Unterbrechung der Hochspannung gewährleistet ist und somit auch Stromschläge beim Stand eines Tesla bzw. der Charger im Hochwasser (genau darum ging es mir ja) vermieden werden.
    Besonderen Dank auch für die div. Links.
    Ich freue mich weiterhin auf meinen reservierten M3…