Shanghai: Model S fing Feuer, Tesla untersucht den Fall

An der Supercharger-Station in Jinqiao in Shanghai fing vor wenigen Tagen ein Tesla Model S Feuer, ohne dass die Ursache dafür bekannt ist. Zwar parkte das Fahrzeug an dem Supercharger, war jedoch nicht zum Ladevorgang angeschlossen. Tesla bestätigte gegenüber Electrek, dass man den Fall untersuchen und die Ursache für das Feuer ausfindig machen will:

Niemand ist bei diesem Vorfall zu Schaden gekommen. Wir werden den Fall vollständig untersuchen und unsere Ergebnisse so früh wie möglich mitteilen.

Aktuell ist nicht bekannt, ob das Feuer vom Fahrzeug selbst oder durch etwas im Fahrzeug ausgelöst wurde. Betroffen ist ein Tesla Model S P85 und ein weiteres Model S, welches sich neben diesem befand und entsprechend beschädigt wurde. Zur Löschung des Feuers wurden offenbar zahlreiche Feuerlöscher verwendet, die auf einigen Bildern (via Reddit) zu sehen sind:


Ein offenbar ähnlicher Vorfall ereignete sich Anfang 2016 in Norwegen, als ein Model S beim Ladevorgang an einer Supercharger-Station vollständog abbrannte. Untersuchungen ergaben, dass bei diesem Fahrzeug das Feuer von innen entfacht ist, genauer soll es einen Kurzschluss an der Verteilerdose des Fahrzeugs gegeben haben, der das Feuer entfachte.

Ein weiterer Fall ereignete sich im August 2016 in Frankreich, als ein Model S bei einer Testfahrt Feuer fing. Hierbei soll eine von einem Mitarbeiter falsch verschraubte elektrische Verbindung die Ursache gewesen sein. Normalerweise werde diese laut Tesla von Robotern angebracht. Womöglich übernimmt das jedoch für europäische Fahrzeuge die Endmontage in Tilburg.

  • Skynet

    Ist man sich denn sicher, dass der Tesla mit dem Loch in der Tür die Ursache ist und nicht umgedreht? Der zweite Tesla zeigt auf beiden Seiten Brand-/Löschspuren und es hat den Eindruck, dass es ein Feuer im hinteren Bereich unter dem Fahrzeug gab.

    • W. Müller

      Wenn man sich das Schadensmuster an dem Loch im 1. Tesla anschaut, so ist es recht plausibel, dass der Schaden am 2. – rückwärts geparkte – Tesla nicht die Ursache sondern die Folge ist.
      Die Stelle im 1. Tesla ist aufgrund grosser Hitze geschmolzen. Die Schäden am 2. Tesla sind fast ein Abbild davon. Man erkennt deutlich das „runde“ Muster am 2. Tesla.

    • McGybrush

      Wäre es der LiIon Akku würde es ja laut Aussagen von vielen nicht möglich diesen zu löschen. Schon gar nicht mit der dennoch sehr hohen Anzahl an Feuerlöschern?!
      Kenn mich da nicht aus wie es sich da wirklich Verhält.

      Der zweite Tesla der Rückwärts parkt hat zwar links und rechts lösch spuren aber der Schaden sagt aus das dort weitaus weniger Hitze vorhanden war als bei der offenen Tür. Ich denke die Windrichtung wird die Flamen und das Feuer von der Tür über das Gesammte Auto daneben gepustet haben.

      Ich würde da auf eine Brandursache in der Tür schliessen.

      • diqusor

        Es sieht auf den Bildern nicht danach aus als hätte der (große) Akku gebrannt. Wahrscheinlich ein Kurzschluss o.ä. am elektrischen Fensterheber…

  • Die Ursache dürfte nicht die Traktionsbatterie sein. Der Schaden wäre größer, die Brandfolgen andere

  • Schleif

    An der Stelle läuft eine Hochspannungsleitung nach vorne ( auch beim Einzelmotor)

    Gruß Schleif

    Quelle: https://www.tesla.com/firstresponders?redirect=no