Stuttgarter Regionaldirektorin möchte ein Tesla Model S als Dienstwagen

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Die Direktorin des Verbands Region Stuttgart, Nicola Schelling, hat sich vor wenigen Tagen öffentlich dazu geäußert, welchen Dienstwagen sie sich wünscht. Erstaunlicherweise kommt dieser nicht aus der Region Stuttgart oder gar aus Deutschland, sondern aus Nordamerika. Das Tesla Model S des kalifornischen Autobauers Tesla Motors hat es der Regionaldirektorin angetan.

Schelling möchte damit ein Zeichen im Bereich der Elektromobilität und der Energiewende setzen. Viele Kollegen konnten diese Entscheidung jedoch nicht nachvollziehen. Laut Rainer Ganske (CDU), verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion, hätte Frau Schelling auch bei bei den regionalen Autobauern Daimler und Porsche „mit Sicherheit ein adäquates Fahrzeug gefunden.“

Aufgrund des sich dadurch aufgebauten politischen Drucks hat sich Schelling nun entschieden das Fahrzeug privat zu finanzieren. Ein Leasing-Vertrag mit Kosten in Höhe von 1.200 Euro monatlich soll es sein, wobei sich die Regionaldirektorin die Aufwendungen ersetzen lässt, wenn sie das Auto im Dienst nutze. Sie will damit ohne Angriffspunkt weiterhin Flagge zeigen.

  • Tesla_Fan

    Schlicht unglaublich! Welcher Porsche wäre denn ein „adäquates Fahrzeug“?

  • Starkstrompilot

    wenn man der Beste sein will, sollte man vielleicht diesen lokalpatriotischen Quatsch mal weg lassen. Großes Lob an Frau Schelling. Alles richtig gemacht. Und das das Wellen schlägt, hatte sie sich sicher schon im Vorfeld gedacht. Sogar wenn sie einen BMW gewählt hätte.
    Man sollte eher mal klar feststellen, dass die Region Stuttgart und mit ihr ganz Deutschland fahrzeugtechnisch ins Hintertreffen gerät. Das sollte man nicht einfach ignorieren und stur auf die eigenen Produkte pochen, sondern handeln und zwar dringend.
    Euer Starkstrompilot

  • Buergermeister

    Bei den deutschen Autobauern gibt es ein ganz klares Problem: Sie wollen sich keine eigene Konkurrenz bauen. Deshalb gibt es Denkverbote: hohe Reichweite zusammen mit Schnelladung. Nur mit diesen beiden Attributen zusammen ist ein Emobil nicht mehr nur ein Zweitauto für die Stadt, sondern ein vollwertiger Ersatz für den Erstwagen.

    Stattdessen überzeugen die „Experten“ die Politik und Verbände, dass die Kunden nur eine kleine Reichweite, kleine (und oft hässliche) Autos und Ladezeiten von mehreren Stunden haben wollen. Und wer nach Reichweite und Schnelladung fragt, wird mit „Expertenkompetenz“ abgwimmelt. Wobei aber keiner dieser „Experten“ selber so ein Auto als Privatauto fahren würde.

    Die Elektro B-Klasse von Mercedes ist so ein Beispiel. Da wurde viel Mühe investiert, damit der Wagen ja nicht „zu gut“ wird. Man hat den Antrieb, Batterie und Elektronik von Tesla, aber nur mit 1/3 der Reichweite (ohne Option auf mehr) und ohne Schnellader. Eingebaut wird es in die nachweislich hässlichste Karosse, die Daimler im Programm hat. Und damit wirklich kein Spass aufkommt, wurde der Antrieb gedrosselt.

    Von daher ist die Entscheidung von Frau Schelling genau die Richtige. Der Tesla hat eine hohe Reichweite und kann den Strom für 300km in 20 Minuten nachladen. Dass es den Strom an den Tesla Ladestationen lebenslang umsonst gibt, ist da nur ein weiteres Schmankerl.

    Irgendwann werden auch die deutschen Autobauer nachdenken. Wahrscheinlich aber erst dann, wenn ihnen die Kunden scharenweise weglaufen.

  • Tesla-Fan

    Die Dame hat schlicht einen guten Geschmack! Gefällt mir.

    @all … Tesla_Fan ≠ Tesla-Fan 😉