Supercharger: Strafgebühr für das Parken nur dann, wenn die meisten Ladestationen besetzt sind

Vor wenigen Tagen hat Tesla eine neue Regelung für die Nutzung von Supercharger-Stationen bekannt gegeben, nach der das Parken nach abgeschlossenem Ladevorgang mit einer Strafgebühr von 0,35€/Minute geahndet wird, wenn das Fahrzeug nicht innerhalb von fünf Minuten umgeparkt wird. Dadurch sollen Ladestationen nicht für andere Nutzer blockiert werden.

Obwohl diese neue Regelung von einer großen Mehrheit offenbar positiv aufgefasst wurde, waren einige Tesla-Kunden von den Richtlinien nicht ganz so angetan. Ein Twitter-Nutzer fragte, ob er sich beim Essen (in einer nahe gelegenen Gaststätte, Anm. d. Red.) beeilen müsse, nur um sein Fahrzeug nach dem Ladevorgang umzuparken, auch wenn die restlichen Ladestationen frei wären.

Auch Musk dürfte sich Gedanken darum gemacht haben, ob es fair wäre, alle Kunden zu belasten, auch wenn die meisten Ladestationen frei wären und so tatsächlich kein weiterer Tesla-Kunde vom Ladevorgang abgehalten wird. Er erklärte ebenfalls auf Twitter, dass man das Regelwerk anpassen wird und es nur dann Strafgebühren geben soll, wenn die meisten Ladestationen besetzt sind.

  • Fritz!

    Jetzt ist nur die Frage, wieviel ist „die meisten Ladestationen“? Eine absolute Zahl oder ein Prozentsatz? Fair wäre in meinen Augen eine absolute Zahl, also mindestens einer, besser zwei sollten frei sein.

    Sie werden es irgendwann ausformulieren…

    • Pamela

      … und dann kommem z.Bsp. drei Model 3 auf einmal (was ja durchaus werden kann) und dann guckt einer doof. Nicht dass – wenns noch krasser wird – die Handtücher ausgelegt werden ! 😉

      Mit ein bisschen guten Willen, denke ich schon, dass man langes Blockieren der Ladesäulen vermeiden kann. Die ignoranten Typen muss man halt sanft erziehen und für die Deppen möglichst gut verständliche Erklärbärschilder aufstellen. So Leute, die sich auch unberechtigt regelmäßig auf einen Behindertenparkplatz stellen und dann ihren Verbrenner vor einer Ladesäule parken, sollten ständig auf ihr asoziales Verhalten hingewiesen werden.
      Aber auch die Grundstückseigentümer sollten ein Interesse daran haben, dass Stress nicht vorprogrammiert ist. Das Thema wird uns in Zukunft bestimmt noch häufiger beschäftigen.

      • ThomasJ

        :-)) , Erklärbärschild finde ich gut! Wie die wohl aussehen würden?

        Wenn ich Grundstückseigentümer wäre, würde ich ein Schild aufstellen mit etwa folgendem Text (war etwas kreativ 🙂 )

        Wer hier parkiert und nicht lädt,
        ist ein Asozialer und ein Depp.
        Wer sein Tesla nicht längst schon fährt,
        die Fliege machen –
        in 3 Sek auf 100kmh oder so ähnlichen Sachen –
        ist nicht nett!
        Und steht hier ein Dino vor lauter Neid
        (Der Tesla nebenan hat mächtig Mitleid)
        Sag deinem Fahrer er soll sich krümeln,
        das ist ein Platz für die Zukunft, für Sieger
        und nicht für Verbrenner Verlierer.

        • Pamela

          Haha, gut verständlich. Und jetzt das Ganze noch in Bildern für die nicht Deutschsprachigen. 🙂

          • Fritz!

            Dann wirds aber ein mehrseitiges Verkehrsschild…

            🙂

  • EbenenBonobo

    Mich würde noch interessieren, ob der supercharger merkt, wenn ein Auto dort steht, obwohl es nicht angestöpselt ist. Und dann auch noch, wessen Auto es ist.
    Wenn das nicht gegeben ist, könnte ein ignoranter Fahrer einfach nach dem Laden Stecker ziehen und sein Auto da stehen lassen.

    • Skynet

      Wenn er den Stecker zieht, dann er ja auch gleich wegfahren. Außer vielleicht in der Urlaubszeit gibts für PKW eigentlich genügend Parkplätze im Bereich der Autobahnen.

  • Martin

    Gestern war ich in Regensburg am Supercharger. Zwei Säulen waren von Verpennern blockiert! Die Dame die dann in einen der Verpenner einstieg, äußerte sich nur: Schauen sie mal das Schild an, 30 Minuten parken ist hier erlaubt. Sie hatte leider recht, und ich soll jetzt bestraft werden, wenn ich länger lade? Was soll das?
    Ich lade immer länger als es Tesla meldet, da ich nicht mit zwei Prozent am Ziel ankommen will, um die Batterie zu schonen. Einmal habe ich mich an den Tesla-Vorschlag genug geladen zu haben gehalten. Ich bin auf die Autobahn gefahren und musste laut Navi sofort umkehren und laden, um das Ziel zu erreichen. Tesla ist bereits heute der größte Energieversorger der Welt. Anscheinend will Tesla aus den Superchargern eine Gelddtuckmaschine machen. Sinkt eigentlich der Neupreis der Teslas, wenn laden kostenpflichtig wird? Die Herstellungskosten der Batterien sinken massiv, aber die Teslas werden immer teurer. Hat bei Elon die Gier gewonnen? Wenn das so weitergeht, fühle ich mich gewaltig veräppelt und das als überzeugter Teslafahrer!

    • Pamela

      „Anscheinend will Tesla aus den Superchargern eine Gelddtuckmaschine machen“
      Das glaube ich nicht. Musk ist doch erst von Kunden gezwitschert worden, dass es da ein Problem mit so einigen Teslafahren gibt, die nach dem Laden noch lange parken. Und er hat versprochen, sich darum zu kümmern. Sonst wäre hier gar nichts geschehen.

      Tesla ist aber auch abhängig von den Grundstückseigentümern, die hier Platz für die SC’s vermieten, da hätte man bei den Verträgen vielleicht berücksichtigen sollen, dass dieser Platz eben nicht für Fahrzuege gedacht ist, die überhaupt nicht laden können. Da die Verbrennerfahrer aber noch die Hauptkundschaft von Autohöfen und Hotels usw. sind, wollen sich diese den Unmut ihrer Kundschaft nicht zuziehen, wenn es mit Parkplätzen knapp wird. Dieses Problem kann Tesla über die Technik des Netzes gar nicht lösen. Da muss verhandelt werden.

      „Die Herstellungskosten der Batterien sinken massiv, aber die Teslas werden immer teurer.“
      Imho braucht es noch etwas Zeit, bis die Großproduktion der Batterien den Preis der Autos senken kann. Es ist ja nicht so, dass Tesla riesige Gewinne einstreicht.
      Um weniger für ein E-Auto zu zahlen, müsste man noch warten, bis die Entwicklung weiter vorangegangen ist, aber viele möchten am Anfang dabei sein, so es geht. Das kostet halt.

      • Martin

        Wenn kostenloses Laden, wie bisher, ab 2017 nicht mehr im Fahrzeugpreis enthalten ist, dann müssen die Teslas günstiger werden. So sehe ich das nun mal.

    • Skynet

      Nur als Ergänzung. Du kannst da nicht nur 30 min sondern ewig parken da keine Parkuhr vorgeschrieben ist. Dazu unterscheidet die STVO auch nicht zwischen Laden und Parken, womit das Schild identisch für einen ladenden Tesla gilt. Offensichtlich war man in diesem Falle ziemlich unfähig in der Beschriftung.

      https://img.chargemap.com/img/upload/Chargepoint/large/tesla-supercharger-regensburg_14972.JPG

  • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

    TESLA bekommt die Flächen bzw. Parkplätze für die SuC schließlich auch von keinem Grundstückseigentümer geschenkt, sondern zahlt mit Sicherheit jedes Monat – wieviel auch immer- Miete an die Vermieter. Ich bin sicher, dass TESLA sich keine goldene Nase (siehe Kommentar „Gelddruckmaschine“) damit verdienen will. Vielmehr ist die eingeführte Gebühr Abschreckung für uneinsichtige Langzeitparker. 45 Min. reichen zum Laden und in dieser Zeit kann locker ein Essen bestellt, serviert und verspeist werden.