Tesla denkt über Montagewerk in Europa nach, Nachfrage reicht jedoch noch nicht aus

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Tesla Motors versucht in vielerlei Hinsicht nach Vorne zu blicken und neue Märkte zu erschließen, bevor es alle anderen tun. Mit den innovativen Elektrofahrzeuge konnte man Nordamerika in windeseile erobern, aber auch Europa scheint großes Interesse zu haben. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der kalifornische Autobauer auch in unserem Kontinent Fahrzeuge montiert.

In einem Interview mit Elon Musk offenbart sich jedoch, dass dieser Tag nicht wirklich in greifbarer Nähe zu sein scheint. Tesla müsste nämlich einen jährlichen Absatz von 160.000 Fahrzeugen allein in Europa aufweisen, damit sich so eine Fabrik überhaupt rechnet. Aktuell hat man nämlich sogar noch einige freie Quadratmeter im Monategewerk in Kalifornien vorzuweisen.

Knappheit in den Montagewerken besteht also bisher nicht. Laut dem Analysten Ed Kim dürfte Tesla in Europa sogar mehr Zeit benötigen, um ähnliche Erfolgszahlen präsentieren zu können, wie die aus Nordamerika. Dies hängt insbesondere mit der Lebensweise und der europäischen Infrastruktur zusammen, welche der aus Nordamerika nicht besonders ähnelt.

„In Nordamerika leben die meisten Tesla-Kunden in Einfamilienhäusern, welche es ihnen erlauben, eine Ladestation sehr einfach zu installieren. In Europa hingegen, leben die meisten Menschen in Eigentumswohnungen oder Apartments, unabhängig davon ob sie wohlhabend sind oder nicht“, erklärt der Analyst.

Ein Montagewerk für Europa scheint also in weiter Ferne zu liegen. Nichtsdestotrotz möchte Elon Musk auch in Europa Fachkräfte abschöpfen und hofft innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Zentrum für Forschung und Entwicklung in Großbritannien zu errichten. Die Fertigung der Fahrzeuge soll dann bestenfalls in den Niederlanden erfolgen.

  • Dr. M.

    Da könnte GM ja das Opel Werk in Bochum derzeit sicher günstig abgeben. Die Angestellten würden sich sicher freuen….