Tesla kauft deutschen Maschinenbauer Grohmann Engineering

tesla-kauft-maschinenbauer-grohmann-engineering

Tesla gab heute über den offiziellen Blog bekannt, dass man den deutschen Maschinenbauer Grohmann Engineering übernommen hat, welcher zukünftig unter den Namen Tesla Grohmann Automation auftreten wird. Die deutsche GmbH hat ihren Sitz in Prüm in Rheinland-Pfalz und verfügt über mehr als 700 Mitarbeiter bei einem Umsatz von über 95 Millionen (Konzernabschluss 2014).

Tesla möchte ab 2018 die Produktion auf 500.000 Fahrzeuge pro Jahr erhöhen, weshalb man nach dem „besten Ingenieurstalent im Bereich automatisierte Produktionsprozesse“ suchte. Der deutsche Maschinenbauer Grohmann Engineering sei ein weltweit führender Hersteller für solche automatisierten Produktionsanlagen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Kalifornier wollen den Standort als Zentrale für die Tesla Advanced Automation Germany nutzen. Dabei behält Grohmann-CEO Klaus Grohmann weiterhin seine Position im Unternehmen. Weitere Standorte sollen anschließend folgen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre erwartet man 1.000 neue Stellen für Ingenieure und Techniker in Deutschland zu schaffen.

Grohmann Engineering, die auch in den USA und China aktiv sind, werden auch weiterhin die bisherigen Kunden beliefern, darunter auch welche aus der Autobranche. Beide Unternehmen haben sich zum Kaufpreis stillschweigend geeinigt, der Kauf muss jedoch erst von den Regulierungsbehörden freigegeben werden. Tesla rechnet Anfang 2017 mit der Freigabe.

  • W. Müller

    Das wird ja spannend. Die 500.000 pro Jahr rücken immer näher.
    Schauen wir mal gespannt, ob Tesla dann den Turn over in den Massenmarkt schafft.
    Ich denke schon, aber es sind noch einige Hürden zu nehmen bis dahin.

    Positiv ist für mich auch, dass VOX Auto Magazin Tesla als Auto der Zukunft bezeichnet hat.
    Und das will etwas heissen bei dem Magazin.

  • dwJulian Berger

    Achtung. Kleiner Fehler im vorletzten Absatz, hinter Deutschland ist ein S zu viel 😉

    • Teslamag.de (TK)

      Danke, ist korrigiert.

  • cleeee

    Finde ich sehr gut. Vor allem die Schaffung von Arbeitsplätzen ist sehr wichtig. Wenn es bis zu 1000 werden sollen kann man vielleicht ein paar Mitarbeiter aus der ehemaligen Verbrenner Produktion abfangen. Schön fände ich es auch, wenn Tesla eine Fabrik in Deutschland bauen würde, um Batterien oder sogar die Fahrzeuge selbst herzustellen. Es gab da ja auch mal Gespräche.

  • Sikerman

    Jetzt wird auch noch da die Wertschöpfungskette ins eigene Unternehmen geholt. Sehr Clever! Damit wird mir auch klar warum die Gigafactory deutlich billiger wird, man kauft bei sich selbst ein.

    • Martin

      Schon beim Vorgehen bez. Mobileye zeigte sich, dass bei Tesla ein sehr hoher Grad an der Wertschöpfungskette zu haben sehr gross geschrieben wird. Die Abhängigkeit von vielen Zulieferer ist nicht einfach. Gut dass dies bei Tesla verstanden wurde.

  • ThomasJ

    Nicht von Tesla gekauft, aber als Schweizer Firma auf den richtigen Partner gesetzt. Und so ist auch etwas Schweizer Qualität im Tesla 😉
    http://www.fuw.ch/article/bossard-verlaengert-vertrag-mit-tesla/

  • Skynet

    Wenn ich lese, dass Grohmann neue Fertigungsanlagen speziell für Batteriezellen erst entwickeln soll scheint mir dies ein längerer Prozess zu sein. Eigentlich dachte ich die Fertigungsstraßen egal ob Auto oder Akku sollten längs entwickelt sein und sich bereits im Aufbau bzw. der Fertigung befinden.

    Dazu kann man aus der Mitteilung von der DBAG herauslesen, dass sie für 25% einen „mittleren einstelligen Millionenbetrag“ bekommen haben womit für 100% dann also irgendwas zwischen 20-30 Mio. gezahlt wurden. Das scheint mir doch recht wenig für eine Spitzenfirma zu sein die anscheinend auch kein anderer haben wollte. So recht verstehe ich nicht, was man damit bezwecken will.

    • Will Miller

      Solange die Manager bei Tesla Motors wissen, was die damit bezwecken wollen können wir uns beruhigt zurücklehnen. Ich glaube, Herr Peter Hochholdinger, ehemaliger Produktionsmanager bei Audi jahrelang erfolgreich und jetzt für Tesla tätig, wird schon wissen, was er will. Das hat er eben schon bei Audi gezeigt.

      Lassen wir uns als überraschen. Interessant ist, dass Tesla damit auch Zulieferer für die deutsche Autoindustrie wird.

      PS: Es sollte eigentlich jedem bekannt sein, dass KMU wie Grohmann das eigentliche Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind.

    • Christopher Schenk

      Den „mittleren einstelligen Millionenbetrag“ gabs auf auf den angesetzten Wert der 25% obendrauf.

  • Pamela