Tesla liefert Kunden mit Krebs im Endstadium vorzeitig sein Model 3 aus

Es ist eine rührende Geschichte, die die Tesla-Enthusiastin Bonnie Norman auf Twitter erzählt. Alles fing mit einem Beitrag im Onlineforum Tesla Motors Club an. Der Nutzer Graniteds erklärte, dass er sich freut, dass es mit den Auslieferungen des Tesla Model 3 an betriebsfremde Kunden nun offenbar vorangeht. Er habe Krebs im Endstadium und noch eine Lebenserwartung von etwa drei bis vier Monaten. Der letzte Wunsch auf seiner Checkliste wäre es, sein vorbestelltes Model 3 zu erhalten und einige Tage das Fahrzeug genießen zu können.

Auf diesen Beitrag wurde Norman, die gute Beziehungen zu Tesla pflegt und selbst mehrere Fahrzeuge des Autobauers hat, durch den Moderator des Ride the Lightning-Podcasts, Ryan McCaffrey, aufmerksam gemacht. Nun wollte sie versuchen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Wunsch des Mannes zu erfüllen.

Zunächst hatte Norman, nachdem sie die Kontaktdaten des Mannes erhalten hatte, ein Treffen mit einer Freundin arrangiert, die bei Tesla arbeitet und bereits ihr Model 3 erhalten hat. Am 25. November fuhr die besagte Freundin dann zum Wohnort des schwerkranken Mannes und konnte ihm wenigstens für ein paar Stunden Freude bereiten, indem sie ihm das Fahrzeug präsentierte und ihn auch damit fahren ließ.

Nun wollte Norman noch versuchen, Tesla davon zu überzeugen, den Mann bei der Produktion der Vorbestellungen vorzuziehen, um ihm den Wunsch auf sein eigenes Model 3 zu erfüllen. Dafür sendete sie die Aufnahme von der Probefahrt einen Tag später an Tesla und erklärte dort noch einmal die ganze Geschichte. „Einige Berge wurden versetzt“, schrieb sie. „Am nächsten Tag wurde er aufgefordert, sein Model 3 zu konfigurieren.“

Die Auslieferung des Model 3 erfolgte dann tatsächlich erst vor wenigen Stunden. Und nicht nur das: Das Fahrzeug wurde von keinem Geringeren ausgehändigt als von Teslas Verkaufs- und Serviceleiter, Jon McNeill, persönlich. Obendrauf erhält der Kunde eine private Führung durch die Tesla-Produktionsstätte in Fremont. Da fällt auch Bonnie Norman nur ein Satz ein: Fröhliche Weihnachten.