Tesla lieferte 22.200 Fahrzeuge in Q4 2016 aus, produziert wurden 24.882 Fahrzeuge

Tesla gab in einer offiziellen Mitteilung bekannt, dass man im 4. Quartal 2016 insgesamt 22.200 Fahrzeuge ausgeliefert und 24.882 Fahrzeuge produziert hat. Insgesamt wurden in 2016 83.922 Fahrzeuge produziert, was eine Steigerung um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mit 76.230 ausgelieferten Fahrzeugen hat man das angestrebte Ziel von 80.000 dennoch knapp verfehlt.

Insgesamt hat man im vergangenen Quartal 12.700 Model S und 9.500 Model X ausgeliefert. Laut Tesla gab es Ende Oktober bis Anfang Dezember „kurzzeitige Herausforderungen in der Produktion“, welche durch die neue Autopilot-Hardware hervorgerufen wurden. Der Höhepunkt in der Produktion wurde erst zum Ende des Quartals erreicht, was sich in den Auslieferungen bemerkbar machte.

Zum Ende des Quartals sollen sich 6.450 Fahrzeuge auf den Transport zu den Kunden befunden haben. Diese werden dann in Q1 2017 als Auslieferungen gezählt. Was neue Bestellungen angeht, sah Tesla auch im 4. Quartal eine starke Nachfrage und erreichte einen neuen Rekord, der 52 Prozent höher als  Q4 2015 und 24 Prozent höher als Q3 2016 liegt – dem bisherigen Rekordquartal.

  • Luganorenz

    Gute Zahlen, aber der Bestellrekord kommt wohl durch die auslaufende kostenlose SC-Nutzung zu Stande.
    Das dürfte sich durch ein schwaches Q1/17 ausgleichen.

  • Gerd Strecker

    Wer wird denn hier so negativ denken? Vermute eher viele warten auf die letztendliche Vorstellung des Modell 3 um dann zu entscheiden was es dann werden soll. So mache ich es auch. 🙂

    • Luganorenz

      Habe ich was falsch verstanden? Aber die Meldung war doch, dass sich eben sehr viele für eine Bestellung entscheiden haben. Und da sind imho einige dabei, die, statt sich bis Frühjahr Zeit zu lassen, ihre Bestellung zwecks Free-Charging vorgezogen haben. Und die müssten später fehlen.
      Ich bin auch gespannt, wie die Preisgestaltung vom M3 ist. Denn, wenn die Preispolitik des MS oder MX beibehalten wird, geht’s nach den 35.000$ (ohne VAT) noch mal ganz schön ins Geld. Schaut mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=mKCVuYiSmzg.

    • DonFU

      Dito, genau so hab ich das auch gemacht, reserviert und wenns nicht gefällt dann gibts die Anzahlung zurück.

    • Karsten Jung

      Ich warte, bis ich hier in Deutschland in einem Model 3 probe sitzen kann.
      Fahren ist mir nicht wichtig, kenne es ja vom Model S.

      Ich rechne mit einem maximal ausgestattetem Model 3 mit 65.000€.
      Das bedeutet, ich verkaufe mein Model S und kaufe ein neues Model 3 und komme +-0 raus oder habe noch Geld über.

      • ThomasJ

        Könnte aber sein, dass der Vorteil den Sie darin sehen, der potentielle Käufer auch so sieht und sich lieber ein Neuwagen in eigener Konfiguration, anstelle einer Occasion was Ihr MS dann halt ist, bei gleichem Preis zulegt. Und wenn sich der Käufer gut informiert, weiss er, dass er eine neuere Batteriearchitektur, Hardware für Autopilot 2 etc. hat. 😉

        • Karsten Jung

          Dann fährt meine Mutter oder meine Freundin/Frau das Model S weiter.

          Verschenken werde ich ihn nicht.

          Und das Model S wird Optionen behalten, die das Model 3 nicht bekommen wird.

          Abwarten.

          Oder ich fahre ihn einfach weiter, ist ja ein tolles Auto.

  • Pamela

    Von TK übersetzt mit „kurzzeitige Herausforderungen in der Produktion“ welche durch die neue Autopilot-Hardware hervorgerufen wurden …
    kann man auch so unter die Leute bringen:
    „Das Management sprach von Problemen in der Fertigung im Zusammenhang mit dem Einbau eines neuen Autopiloten“ (Handelsblatt, 04.01).

    Jedem neuen Tesla-Kunden wird es freuen, wenn die neue Hardware vernünftig montiert, justiert und gecheckt wird, bevor es zur Auslieferung kommt. Das bindet Arbeitsstunden, ist doch klar.

    War wieder sehr hübsch zu lesen wie unsere „Jounalisten“ nur eine Sicht der Dinge kennen (bis auf ein paar Ausnahmen) und die dann voneinander abschreiben. Nur die Tesla-Shareholder sind halt nicht so blöd und bilden sich ihr eigenes Urteil, wie man Stunden später registrieren durfte nachdem man den Kursabfall von 1,7% als maßgeblich präsentiert hatte.
    Im Moment läufts ganz gut, ich hoffe dass es David Einhorn, Mark B. Spiegel und alle sonstigen Hedgefondmanager, die gegen Tesla wetten und hetzen schon mal langsam mulmig im Bauch wird, denn man kann feststellen:
    Die Jungs und Mädels bei Tesla haben alle Hände voll zu tun, das ist gut.
    Die Massenproduktion der 2170iger ist angelaufen, das ist gut.
    Ja vielleicht wird 2017 ein bisschen zäh, die Nachfrage bei Model S und X würde aber imho weiter steigen, wenn sich eine schnelle Entwicklung bei den Ladezeiten abzeichnen würde.
    Und hoffen wir mal, dass viele Amerikaner diese Jahr auf den Gedanken kommen, mit Hilfe von Tesla Sonnenstrahlen einzufangen und zu speichern …

    • Skynet

      Sehe ich ehrlich gesagt nicht so. Eine solche Produktionsumstellung wird ausführlich vorgeplant. Tesla hat den Vorteil die neusten und damit modernsten Produktionsstätten zu haben. EM hat zu den Q3 Zahlen angekündigt, trotz der Umstellung und der Feiertage werde Tesla sein Ziel erreichen. Tatsächlich hat man das Minimalziel – wenn auch nur knapp – erneut verfehlt. Das war ja nicht das erste Mal und somit verprellt man logischerweise Analysten. Wenn mir ein Angesteller was verspricht und nicht hält fliegt er allerspätestens beim 3. Mal.

      Ich sehe gerade für Tesla das Problem, dass man ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge und selbst mit dem M3 nur 3 Modelle produziert. In Deutschland wurden trotz Prämie bei 3,5 Mio. Neuzulassungen gerade 11k BEV 2016 zugelassen. Damit sogar weniger als 2015 und das obwohl die Neuzulassungen um 150k gestiegen sind. Die BEV die auf dem Markt sind, gehen offensichtlich am Bedarf vorbei und haben nur dann relevanten Erfolg, wenn sie maximal subventioniert werden. Genau deshalb habe ich mir bisher auch noch keins gekauft.

      Es gab mal einen Studie, dass Tesla dauerhaft mindestens 260k Fahrzeuge im Jahr verkaufen muss, um rentabel zu sein. Da war meines Wissens noch nicht einmal der M3 berücksichtigt. Niemand weiß, was nach der Abarbeitung des M3 Bestellbestandes kommt und wie die Preise aussehen. In Bezug auf Deutschland bin ich sehr pessimistisch, da für die meisten Privatkäufer bei ungefähr 25k für einen Neuwagen die Grenze ist. Dazu gibts zum M3 zumindest preislich diverse BEV Konkurrenten, von günstigeren PlugIn-Hybrids ohne jegliche Ladeprobleme mal ganz zu schweigen.

      • W. Müller

        Dennoch geht die Aktie heute wieder ins Plus.

        • Skynet

          Nur sagt dies ja nichts und man verkauft damit nicht mehr Autos. Wollen wir hoffen, dass Sonntag mit der Falcon 9 alles glatt geht.

        • Pamela

          Hallo lieber Will, hier schaue ich manchmal rein:

          https://www.godmode-trader.de/analyse/tesla-tech-update-ausbruch-geglueckt-rally-chance,5045369

          kann man in realtime dabei sein, falls Du es nicht kennst 😉
          Guter Analyst, hatte mit seinen Aussagen am 20. und 27.12 genau Recht.
          Momentan können sich die Shortseller abstrampeln, wie sie wollen …
          Schade, dass man keine Analyse bis 2018 machen kann ! Aber wäre dann auch irgendwie witzlos. LG

      • PV-Berlin

        Porsche hat wann wie viele Autos gefertigt und verkauft? Also sie nach gefüllt 1.000 Jahren endlich mal 80.000 EH von gefüllt 2.000 Versionen ihres überheblichen 911 verkauft haben, konnten sie was für Späße machen?

        *den 911 fand ich schon immer hässlich, bei Porsche ist eigentlich alles hässlich. Aber das liegt wohl daran, das ich bei Sportwagen nun mal leicht verstrahlt bin! *fg

      • Pamela

        Da muss ich noch mal zurückgaggern:
        Die einen setzen sich ambitionierte Ziele, um sich und die Mitmacher besonders zu motivieren.
        Die anderen setzen sich erreichbare Ziele, damit keiner hinterher rumnörgeln kann. .
        Wenn es nicht um Vertragserfüllung geht, finde ich erstes besser. Da kann man geteilter Meinung sein.
        Dazu kommt noch der Unterschied, ob es sich dabei um Aufgaben handelt, die auf Erfahrung basierend gut einzuschätzen sind, oder um neue Aufgaben, die im Rahmen von Entwicklungen noch Variablen enthalten, die die Zielsetzung schwieriger machen.

        Die Analysten hat man damit doch nicht verprellt. Es sind die Konkurrenten, die Medien und die Broker, die mit einer Teslapleite viel Geld verdienen wollen, die hier wieder laut schreien.

        Ich bin überzeugt davon, dass der deutsche Absatzmarkt bei den Autos nie für das Wohl und Wehe von Tesla entscheidend sein wird, erst recht nicht, wenn die deutschen Autobauer mal was Adäquates zustandebringen werden. Finde ich aber auch nicht dramatisch. Wie es später bei der Herstellung der Akkus aussehen wird, kann noch keiner sagen.

      • ThomasJ

        „Ich sehe gerade für Tesla das Problem, dass man ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge und selbst mit dem M3 nur 3 Modelle produziert.“
        Gerade das ist für Tesla ein grosser Vorteil, weil sie nicht wie „herkömmliche“ Autobauer eine Migration von Verbrenner zu Elektro durchführen müssen. Das ist für jeden Verbrenner-Betrieb die wohl herausforderndste Aufgabe in der Gegenwart, will man sich für BEV rüsten. Und mit dem M3 landen sie in der Mittelklasse mit dem ersten, wirklich brauchbaren E-Fahrzeug (Behauptung von mir).

        „In Deutschland wurden trotz Prämie bei 3,5 Mio. Neuzulassungen gerade 11k BEV 2016 zugelassen. Damit sogar weniger als 2015 und das obwohl die Neuzulassungen um 150k gestiegen sind. Die BEV die auf dem Markt sind, gehen offensichtlich am Bedarf vorbei und haben nur dann relevanten Erfolg, wenn sie maximal subventioniert werden.“
        In der Schweiz gab es im 2016 1299 MS und 402 MX Neuzulassungen, aber auch weniger als im 2015 (1556 MS) und ohne wirkliche Subventionen:
        https://www.auto.swiss/statistiken/autoverkaeufe-nach-modellen/
        Die BEV gehen heute darum am Markt vorbei, weil sie für den grossen Massenmarkt zu teuer sind (MS, MX), oder hässlich und keine brauchbare Reichweite haben (alle anderen .. ) und es noch kein geografisch ausgereiftes Ladenetz gibt. Mit dem M3 und ausgebautem Ladenetz werden diese bisherigen „Gegenargumente“ auf einmal „Fürargumente“. Und wieso soll ich mir heute in der Oberklassenlimousine ein MS kaufen, wenn ich in der Mittelklasse, für mich genügend, ein M3 kaufen kann (inklusiv 1 ½ jähriger Vorfreude)?
        Darum geringerer Absatz, weil Interessierte informiert sind was kommt.
        Und wenn Tesla ein neues Käufersegment (M3-Fahrer) bedient, wird es auch eine Schnittfläche zum bisherigen Käufersegment (MS) haben und wird sich kannibalisieren, es bleibt ja aber in der Familie.

        „In Bezug auf Deutschland bin ich sehr pessimistisch, da für die meisten Privatkäufer bei ungefähr 25k für einen Neuwagen die Grenze ist.“
        Wenn es der Privatkäufer seriös durchrechnet und die Unterhalts- sowie die laufenden Betriebskosten (Energie) mitrechnet, wird er feststellen, dass die 25k im Ankauf beider Neuwagen zwar gleich, in der Zeit der BEV in den Kosten doch massiv tiefer und somit gesamthaft günstiger liegt. So kann er 35k für das M3 hinblättern, was in der Vollkostenrechnung dann dem Skoda für 25k entspricht.

    • PV-Berlin

      Die Hedgefondsmanager haben schon ein massives Problem in den Büchern! Der Stichtag 31.12 gilt auch für sie! Die Verluste sind astronomisch! hoch, die Gebühren auch nicht ohne.
      Das Geld ist aber nicht weg, es haben nur …..

  • PV-Berlin

    Ich sehe für 2017 immer noch ein starkes Wachstum bei den beiden Spitzenmodellen. Den S wird es sicher mi verschiedenen spezifische Paktenten geben und beim Modell X ist noch extrem viel Luft nach Oben. In Europa kann man schon locker 30.000 EH verkaufen, wenn man mal ernst macht. 100.000 EH sind locker drin und werden auch kommen. *Nur S & X
    *Sporthilfe by Tesla

    Warum das Ziel wieder nicht erreicht wurde?

    Das ist ein ganz anderer Manageransatz. Der dazu führt, dass echte Leistung gebracht wird und die auch angemessen bezahlt ist! Tesla macht es nicht wie Banken oder auch VW, puren Durchschnitt bzw. klares Versagen auch noch fürstlich zu vergüten.

    • DonFU

      Du meinst wohl die Knebelverträge über den Absatz der Autohäuser, welcher dazu führt das die Händler mit Tageszulassungen auf’s Autohaus ihre Vorgaben einhalten müssen damit die Vorgaben der Hersteller eingehalten werden. So kann man die Neuwagenverkäufe auch schön rechnen.
      Viel interessanter wäre in diesen Statistiken eine Unterteilung in Neuwagenverkäufe an Privatkunden, Geschäftskunden, Händlerzulassung, Leasingunternehmen, Exportverkäufe mit Länderangabe und die Unterteilung von Privat/Geschäftskunden.

      So wären die Neuzulassungszahlen viel Transparenter und dann würde jeder sehen das nur noch ein Bruchteil der geschönten Neuzulassungen der deutschen Automobilhersteller an Private Endkunden gehen.

      Dann könnte man auch viel besser erkennen das Tesla in seinem Segment/Preisklasse schon ganz oben ist.

      • MichaHamburg

        Dem möchte ich 100% zustimmen!

      • PV-Berlin

        Den ersten Teil deiner Antwort verstehe ich nicht, denn Tesla hat keine Händler und kann deshalb auch nix gewinnen, wenn auf ‚Händler‘ zugelassen wird.

        Das speziell VW und andere extrem mit Tageszulassungen arbeiten und auch viele Fahrzeuge bei Sixt, Herz, Europcar etc. parken (Rückkaufwerte sehr nahe an Kaufpreise oder gar gleich) ist ja allgemein bekannt. Jeder Hof eines Audi und VW Händlers und der NL. stehen ja voll.

        • Fritz!

          „Den ersten Teil deiner Antwort verstehe ich nicht, denn Tesla hat keine
          Händler und kann deshalb auch nix gewinnen, wenn auf ‚Händler‘
          zugelassen wird.“

          Da bin ich mir sicher, daß er damit die anderen Hersteller und eben nicht Tesla gemeint hat. Die einzigen Zahlen, denen wie diesbezüglich wirklich trauen können, sind also die von Tesla.

          Schön, auch da ist Tesla also ehrlicher als alle anderen Hersteller, ehrlicherweise aber nur, weil sie diese „Problematik“ systembedingt garnicht haben