Tesla stellt mit Linda Johnson Rice und James Murdoch zwei neue Vorstandsmitglieder vor

Wir hatten schon im April darüber berichtet, dass Tesla-Investoren vom Vorstand neue Vorstandsmitglieder mit weniger Verbundenheit zu Tesla-CEO Elon Musk forderten. Tesla hatte zu der Zeit bestätigt, dass man bereits schon länger auf der Suche nach passenden Kandidaten wäre und neue Mitglieder bereits bald vorstellen möchte.

Nun gab das Unternehmen offiziell bekannt, dass Linda Johnson Rice und James Murdoch als neue Vorstandsmitglieder auserwählt wurden. Beide Personen haben keine direkte Verbindung zu Musk oder eines seiner Unternehmen. Sie sollen „einen höheren Standard der Unabhängigkeit“ gewährleisten, wie es von den Aktionären verlangt wurde.


Linda Johnson Rice

Linda Johnson Rice ist Vorsitzende der Johnson Publishing Company, einem familiengeführten Verlagsunternehmen und Muttergesellschaft von Fashion Fair Cosmetics, einem Kosmetikhersteller. Sie hat einen Bachelor-Abschluss von der Annenberg School of Communication and Journalism der University of Southern California und einen Master-Abschluss in Management von der J.L. Kellogg Graduate School of Management der Northwestern University.


James Murdoch

James Murdoch ist CEO des von seinem Vater gegründeten Medienunternehmens 21st Century Fox (21CF). Das Unternehmen ist im Film- und Fernsehgeschäft sowie Pay-TV (Sky) tätig. Murdoch ist bereits seit über 20 Jahren im Unternehmen tätig und hatte mehrere Positionen inne, darunter als Vize-COO, Vorsitzender und CEO für den europäischen und asiatischen Markt. Zudem war er Vorsitzender von BSkyB, Sky Deutschland und Sky Italia. Er wird als designierter Nachfolger seines Vaters betrachtet.


Die neuen Vorstandsmitglieder gesellen sich zu den sieben bereits vorhandenen Mitgliedern: Elon Musk, sein Bruder Kimbal Musk, Antonio J. Gracias (u.a. Verwaltungsmitglied bei SpaceX), Ira Ehrenpreis (u.a. Investor von SpaceX), Brad Buss (ehemals CFO von SolarCity), Steve Jurvetson (u.a. Verwaltungsmitglied bei SpaceX) und Robyn Denholm (COO von Telstra Corp., größtes Telekommunikationsunternehmen Australiens).

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  • Heinz Wagner

    Vielleicht gibt es ja dann endlich mal Tesla Werbespots zumindest auf Sky. Die Werbung der Etablierten, z. B. von VW mit ihrem neuen „Ätzteon“, der ja sogar Geschwindigkeitsbeschränkungen erkennt, oder der neuen Mercedes E Klasse, die ja so geil ist, erzeugen bei mir nämlich Würgereiz.

    • Dominik Dössegger

      Ich fand die bisherige Strategie von Tesla eigentlich ganz gut. Wieso soll man (genau wie VW und Mercedes) hundertrausende von Leuten mit Werbungen zumüllen, von denen sich nur ein bruchteil wirklich für die Produkte interessiert? Bei Tesla ist der Prozentsatz der Interessierten noch viel günstiger. Tesla brauch im Moment keine TV-Werbung.

      • Cassandra

        Der stärkste Grund das Tesla noch keine Werbung schaltet ist nach meiner Meinung der das die Produktion ja auch ohne Werbung schon am Limit ist und das würde ich beachtlich nennen.

        • ThomasJ

          Tesla und Werbung? Bitte nicht! Lieschen Müller und Hänschen Meier wissen doch schon längst das Werbung nicht einfach nur schön verpackte Information sondern auch Lügen sind. Gerade in der Autobranche trifft das zweite eher zu und das bleibt hängen. Dieses Geld besser in die Entwicklung stecken.
          Werbung geschieht auf Twitter (EM), den diversen Foren (Elektrec, Teslarati, Teslamag, etc.) und dem Produkt das überzeugt und das im direkten Kontakt (online, persönlich) von denen die es besitzen (MS und MX) und denen die es noch nicht besitzen (M3) und die gehören bald zu den Besitzern (M3) in 6 stelliger Zahl, verbreiten, was das Produkt ist.

          Die jetzige Strategie – ohne Werbung – wie Sie sagen „ja auch ohne Werbung schon am Limit“, geht auf und sollte nicht geändert werden. Tesla hat es nicht nötig die Wahrheit zu schminken oder gar zu lügen. Die notwendige Information findet man auf der offiziellen Seite und online, wie gesagt, in den diversen Foren. Das Thema ist längst auch schon von den Medien und Politik aufgenommen worden und wird zunehmend thematisiert. Da kommt man nicht an Tesla vorbei.
          Negativ, nicht konstruktive Kritik kann man nicht mit Werbung begegnen. Hier hilft – nicht darüber sprechen, gut machen, verblüffen und präsentiertend – bedeuten mehr.

          • Melone

            Ich denke aber, dass viel der momentanen Kritik an der Elektromobilität auf ziemlichem Halbwissen basiert. Weniger die vom Stamm „Zu teuer“, mehr die bezüglich der Ökobilanz, Reichweitengrenzen und Ladezeiten (und die ganzen Berichte, in der ein ahnungsloser Journalist in einem Leaf o.ä. von Berlin nach München fahren will und dafür zwei Tage braucht… Au weh). Da kann man mit ein wenig gezielt gestreuten Informationen in der Werbung durchaus viel bewegen.

      • Heinz Wagner

        Tesla möchte mit dem Model 3 in den Massenmarkt einsteigen, doch viele Menschen kennen Tesla einfach noch gar nicht. VW hat früher den Volkswagen Käfer gebaut, ich möchte behaupten, dass Tesla mit dem Model 3 den Volkswagen der Zukunft baut.
        Werbung wird klassisch als Impuls, Anregung, Stimulation interpretiert, um eine spezifische Handlung, ein gewisses Gefühl oder Interesse bei Menschen anzuregen bzw. zu erzeugen. VW und Mercedes Werbung, da gebe ich Ihnen recht, erreicht mich auch nicht mehr, bei Werbung für Tesla sehe ich das anders.

        • Melone

          Das Model 3 wird ein wichtiges Fahrzeug, um Elektromobilität massentauglich zu machen, aber ein neuer Volkswagen ist das noch nicht. Weder vom Preis noch von den Stückzahlen. Da müsste direkt zwei Klassen weiter unten angesetzt werden.
          Nichts desto trotz bin ich auch mal gespannt, wann Tesla anfängt, Werbung zu schalten. Einige sagen ja schon eine Stagnation bei den beiden Oberklassemodellen voraus und ob in einigen Jahren, wenn alle Reservierungen abgearbeitet wurden, die Nachfrage durch Hörensagen weiterhin so hoch bleibt, steht in den Sternen. Schon jetzt gibt es ja Rabatte und Sonderangebote, Empfehlungsprämien und andere Kaufanreize. Da kann in einiger Zeit auch normale Werbung folgen, wenn die Nachfrage aber hoch bleibt, muss das auch nicht passieren.

    • McGybrush

      Glaube auch das Tesla noch keine TV Werbung braucht.

      Denn die Kosten sin bei VW und Tesla isentisch. Die aktuelle Reichweite der Potenziellen Käufer aber noch zu klein. Das Virale Marketing ist derzeit schon super.

      Wenn ich Tesla wäre hätte ich mir einen Doku TV Sender ins Boot geholt der die Entwicklung des Model 3 begleitet und nach Juli als 60min Doku ausstrahlt. Damit erreicht man glaub ich richtig viel Prozent der Leute die solche Doku dann schauen.

      • Marcel

        Kann ich mir sogar gut vorstellen das die das so machen;)

    • Skynet

      Werbung beruht darauf, dass bei Lieschen Müller etwas hängen bleibt und auffällt. Insofern erfüllt selbst so was wie „Ich bin doch nicht blöd“ seinen Zweck und bleibt über Jahre / Jahrzehnte in den Köpfen hängen. Irgendwann wird wohl auch Tesla Werbung machen müssen. Dann steht man vor dem selben Problem die Leute anzusprechen und sich von anderen abzuheben ohne angreifbar zu machen.

      Viel schlimmer finde ich dann schon was über die Medien unkommentiert zum A8 geschrieben wurde …Besonders stolz ist er dabei auf den AI Staupilot, mit dem ERSTMALS autonomes Fahren nach dem so genannten Level 3 möglich wird. So übernimmt der A8 auf Fahrbahnen mit baulich getrennten Spuren bis Tempo 60 minutenlang das Kommando …

      http://www.autozeitung.de/audi/a8/typ-d5

      • Richard Müller

        Zum Audi“artikel“: Sowas ist wirklich widerlich. Früher dachte ich, dass es nicht sein kann, dass Artikel beabsichtigt positiv für einen gewissen Hersteller erstellt werden. Aber mittlerweile ist es einfach nur noch ekelhaft was dem VW Konzern in den Arsch gekrochen wird. Es würde mich 0,0 wundern, wenn in der Zukunft nach dem Dieselskandal der „VW-Presseskandal“ entlarvt wird, wo über „Scheinfirmen“ oder wie auch immer Gelder in die Taschen der Zeitschriften gesteckt wurden.

        • Melone

          Das Phänomen gibt es doch schon ewig. Da braucht man auch keine Scheinfirmen für. Es reicht, wenn man ein paar Techjournalisten findet, die von sowas leicht zu beeindrucken sind.
          Oder Werbung schaltet. Und wenn zu viele negative Berichte kommen, dann streicht man das Werbebudget für diese Zeitschrift eben zusammen. Den Vorwurf gibt es immer wieder, da spielt die eigene Wahrnehmung aber auch viel mit rein. Es gibt genug Lobgesang auf die VAG, das ist aber in vielen Techmagazinen bei Tesla auch nicht anders (nur ohne Werbung). Ich erinnere an den Autopilot-Hype. Und „Tesla“ im Titel bringt einfach immer Klicks.
          Am allerbesten allerdings ist es, wenn Redakteure selbst Aktien von Unternehmen besitzen. Und das betrifft gleich nochmal wen? Genau, Electrek.
          Es geht im Onlinezeitalter doch vor allem in kleineren Blättern längst nicht mehr nur um kritische Berichterstattung, sondern um finanzielle Interessen, sei es durch Traffic, Werbung oder Aktien. Und das betrifft am Ende jeden Hersteller. Da muss man sich erst seine Quellen und Berichte suchen, denen man Unbefangenheit zutraut.

        • ThomasJ

          „Früher dachte ich, dass es nicht sein kann, dass Artikel beabsichtigt positiv für einen gewissen Hersteller erstellt werden.“
          VW gibt die 345 km als NEFZ Wert für das Model 3 an, den Tesla schon schon immer als EPA Wert angegeben hat. Das wären ca. 403 km in NEFZ.
          So passt die gefälschte Grafik besser ins VW Bild und ist einmal mehr eine Ver.. :
          Der Bericht ist vom 14.7.2017
          https://electrek.co/2017/07/14/vw-tesla-model-3-cheaper/
          https://uploads.disquscdn.com/images/3257493416b200d78d92d1418124339e3594775303d2f0566c9cf93400705004.jpg

      • Melone

        Was ist denn an dem zitierten Abschnitt falsch?

  • Stefan

    Beim Lesen dieser Meldung habe ich mich gefragt welchen Mehrwert jemand einbringen kann der ein Medien- oder Kosmetikunternehmen kennt. Hoffentlich bereichern diese Manager Tesla und sind nicht nur auf Zahlen und Profit fixiert.
    Sky Deutschland ist leider für mich kein positives Beispiel.

    • Melone

      Das hängt von ihrer Aufgabe ab. Vermutlich werden sie als Aufsichtsrat eingesetzt, in amerikanischen Unternehmen ist der als Board mit dem Vorstand zusammengefasst. Es ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen, wenn der Vorstand unabhängiger wird, Musk selbst hatte das vor einer Weile ja noch ausgeschlagen (man solle dann doch stattdessen Ford-Aktien kaufen, da wäre der Vorstand schön unabhängig).

    • Kyle Seven

      Beide sind Hochkaräter
      Kellog Uni gehört zu den Eliten und Murdoch ist spätestens seit Sky der Medienunternehmer schlechthin, keine üblen Fänge wenn es vor allem um Verkaufen von Visionen geht.

  • Dominik Dössegger

    Korrekt…ein verbreitetes Käseblatt in der Schweiz betitelt jede neue Elektrostudie als Tesla-Killer. Nur eben die alte Leier…den Tesla kann man kaufen. Solange das noch so bleibt und Tesla seinen Vorsprung ausnutzt, braucht Tesla keine wahnsinnige Werbekampane. Empfehlungsprogramm usw. machen da schon eher Sinn. Die machen das schon richtig.

  • PV-Berlin

    Bin einfach geplättet. Das sind ja keine Leichtgewichte, die er sich ins haus holt. Wenn mal jemanden haben muss, sind die beiden sicher sehr hilfreich. Nur um mal einen ganz winzigen Teil ihrer Möglichkeit aufzuzeigen.

  • Melone

    Eine Marke, die schon allein deswegen überall genannt wird, weil sie Klicks bringt – Da hat Tesla echt was geschafft!

  • kritischerGeist

    Es gab mal eine interessante Analyse dazu, glaube ich bei ecomento.tv, wieso Tesla drauf verzichtet & wie lange Tesla darauf noch verzichten kann. Bei ersten ist es einfach eine Frage des Geldes, die Tesla lieber für Produktion & Service ausgibt. Bei zweiten ist es zukünftig notwendig, um sich stärker von der Konkurrenz abzuheben, wenn es genug Konkurrenz 😉 in der Zukunft gibt. Das wäre ähnlich der Hyundai – Strategie als Sponsor für Sport, u.a. EM. Was sich gut verkauft, braucht man nicht expizit zu bewerben, spätens erst mit eine Modellpflege (ala Modell 3.1, 3.2), was Tesla erstmal nicht haben wird.