Tesla veröffentlicht neuen Masterplan, um Größe der Fremont-Produktionsstätte zu verdoppeln

Wie der San Francisco Chronicle berichtet, hat Tesla einen neuen Masterplan (PDF) veröffentlicht, der eine Verdopplung der Fremont-Produktionsstätte vorsieht. Eine größere Produktionsstätte wird Tesla benötigen, um die Produktionskapazität stufenweise für das Model 3 steigern zu können. Bis 2018 hat man vor, bis zu 500.000 Fahrzeuge pro Jahr zu produzieren.

Der neue Masterplan sieht mehrere neue Gebäude vor, die in der Nähe der Lackiererei, auf dem aktuellen Parkplatz der Lackiererei und auf offener Landfläche neben der Teststrecke platziert werden könnten. Zudem hat Tesla ein über 10 Hektar großes Grundstück nördlich der Produktionsstätte gekauft, welches ebenfalls genutzt werden könnte.

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Der neue Plan gibt nur einen ungefähren Eindruck dafür, wie Tesla die Produktionsstätte erweitern könnte. Bisher steht noch nicht fest, ob man den Plan 1:1 umsetzen wird. Auch sind keine prognostizierten Kosten für den Ausbau angegeben. Es soll vielmehr gegenüber der Stadt Fremont veranschaulicht werden, welches Vorhaben Tesla hat.

Aktuell verfügt die Produktionsstätte in Fremont über 4,5 Millionen Quadratfuß an Produktionsfläche. Diese könnte laut dem Plan um 4,6 Millionen Quadratfuß erweitert werden. Außerdem würde man weitere Parkplätze und Fuß- und Fahrradwege schaffen. Diese wären dringend vonnöten, da auch die Mitarbeiterzahl deutlich um weitere 3.100 Mitarbeiter – von aktuell 6.210 – steigen soll.

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Die Fremont Planning Commission soll am Donnerstag eine Entscheidung zu den Plänen fällen. Sollte Tesla auch von der Stadtverwaltung eine Zustimmung erhalten, könnte der Ausbau in Auftrag gegeben werden. Tesla baut offenbar bereits rund um die Produktionsstätte in Fremont, dies dürfte aber nicht in Zusammenhang stehen, da der Plan noch nicht genehmigt wurde.

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  • Man, gibt Elon Musk gas. Muss er aber auch, wenn er seine Ziele erreichen will. Langsam sollten die deutschen Autohersteller Angst bekommen. Wenn Tesla seine Ziele erreicht, wird in der ganzen Welt bestimmt mindestens ein Autohersteller langfristig verschwinden. Also eine Marktreinigung. VW wird wahrscheinlich am Ende weniger Automarken haben. Vielleicht am Ende nur Porsche, Audi und VW. Skoda wird wahrscheinlich verschwinden.

    Im Jahr 2017 rechne ich mit 150.000 bis 200.000 verkauften Autos, das würde zu den Aufbaupläne passen.

    • efe

      Ich rechne in 2017 mit weniger Auslieferungen.
      Beim Model S zeigt sich dieses Jahr eine Stagnation um die 13’000/Quartal. Das Model X wird sich irgendwo in der Nähe des Model S einpendeln, ich gehe von durchschnittlich 12’000/Quartal aus. Model S und X bei 100k in 2017.
      Dazu kommt noch das Model 3. Da ist es jedoch deutlich schwieriger abzuschätzen wieviel sie produzieren können. Ich gehe von 20k bis 50k aus.
      Meine Schätzung: 120’000 bis 150’000.

      • Das stimmt schon. Aber bis jetzt hatte Tesla eine Wachstumsrate von ca. 41 bis 66% pro Quartal! Und aktuell wird die Wachstumsrate immer besser. Ich rechne für 2016 mit 75.000 bis 85.000 gelieferten Tesla`s. https://uploads.disquscdn.com/images/32001f5887d43a3e66fcd29e82f7169696de0d45fcf3d75afdb6ec9e2f332c78.png

        • Kant

          Stimmt! Aber bei kleinen Zahlen sind hohe %-Schwankungen natürlich auch normal und damit wenig aussagekräftig (siehe z.B. Q3 2016).
          Bei Ihrem Chart kommt man aber auch auf 120-150k.
          Wesentlicher scheint mir aber ein YoY-Gewinn/Verlust Chart… Wenn Tesla (derzeit) ein Problem hat, dann nicht die Anzahl der verkauften Autos, sondern eher dass man bei jedem Auto Verlust macht (overall betrachtet).

      • Kant

        Sehe ich ähnlich…
        statt „Stagnation“ bei Model S würde ich aber eher von „Sättigung“ sprechen – insofern eine ganz normale Entwicklung. Model X wird sicher noch erheblich wachsen, Sättigung aber wohl auch bei Anzahl Model S.
        Daher auch meine Schätzung: 120-150k.
        Entscheidende Frage ist aber, ob Tesla damit endlich Gewinn macht!

  • PV-Berlin

    Da das Model S schon weit über den optimistisches Planungen liegt (EH per Lebenszeit) ist das Geld der Entwicklung schon lange verdient. Daher hat das Model S in 2017 und später viel Luft für den Angriff in den Interessantesten Markt überhaupt. Die Marge sinkt schon deshalb nicht, weil die Kosten verhältnismäßig stark fallen (Zelle, Akku, Fertigung etc. , also auch von dieser Kennzahl besteht einiges an Spielraum anderen Herstellern in dem Segment richtig mal zu ärgern.

    Das ist eben der Vorteil von Tesla, sie kommen recht langsam aus den Pushen, weil si noch so jung und unerfahren sind.

    Dazu kommt, dass das Model S eine ganze Reihe von Anpassungen sehr leicht macht und Tesla eh lieber Experimente (Markt) strukturierter angehen möchte.

    Daher kommt es kaum zur Verlangsamung beim Model S und der X ist eine derartige teure Veranstaltung, die aber Gott sei Dank auf eine nicht zu befriedigende Nachfrage trifft, trotz absurder Preise, das Tesla garantiert hier nicht locker lässt und die Fertigung Minimum noch mal verdoppeln wird (zu Q 4)

    Ich sehe auch 120.000 EH Minimum in 2017. Wenn es sehr gut klappt, dann sind 150.000 EH drin.