Tesla Model S: 75 kWh-Akkupaket kommt noch Ende dieser Woche

Wir hatten im April darüber berichtet, dass ein neues 75 kWh-Akkupaket als Einstiegsvariante für das Tesla Model X erhältlich ist. Obwohl auch das Model S kurz darauf eine Modellpflege erhalten hat, wurde der kleinstmögliche Akku bei 70 kWh beibehalten. Das wird sich nun bald ändern.

Wie der Branchendienst Electrek berichtet, hat das California Air Resource Board (CARB), eine Regierungskommission des Bundesstaates Kalifornien, die unter anderem Gesetzesvorschläge zur Luftreinhaltung macht, ein Model S mit einem 75 kWh-Akku für eine von der Regierung vergebenen Umweltplakette neu aufgelistet. Das würde bedeuten, dass Tesla schon bald ein Model S 75 als Einstiegsmodell vorstellen wird.

Um sicherzugehen, dass die Regierungskommission keinen Fehler gemacht hat, hat das Magazin The Verge bei Tesla angefragt. Ein Tesla-Pressesprecher bestätigte die Einführung eines solchen Modells, welches noch Ende dieser Woche verfügbar sein soll. Im Gegensatz zum 70 kWh-Akkupaket wird man hierbei jedoch einen Aufpreis von 3.000 US-Dollar zahlen müssen.

Aktuell bietet Tesla das 70 kWh Akkupaket bei dem Model S an, welches als Hinterradantrieb eine Reichweite von 455 km (NEFZ) und als Allradantrieb eine Reichweite von 470 km (NEFZ) bietet. Eine 7 Prozent höhere Akkukapazität könnte die Reichweite auf 486 km (NEFZ) für den Hinterradantrieb respektive 502 km (NEFZ) für den Allradantrieb bringen.

Update: Ein Nutzer aus dem Tesla Motors Club Forum berichtet, dass sein bereits bestelltes Model S 70 mit einem 75 kWh-Akku geliefert wird, welcher wiederum durch die Software auf 70 kWh gedrosselt wird. Gegen einen Aufpreis von 3.250 US-Dollar soll man die 75 kWh freigeschaltet bekommen.

  • Sukram

    >Im Gegensatz zum 70 kWh-Akkupaket wird man hierbei jedoch einen Aufpreis von 3.000 US-Dollar zahlen müssen.

    Aha- die berühmten „Skaleneffekte“ 😉

    Beim i3 kostet der Unterschied

    Energiekapazität kWh
    BMW i3 (60 Ah) / BMW i3 (94 Ah)
    Brutto 21,6 / 18,8
    Netto 33,2 / 27,2

    1200€ Aufpreis.

    • Grünspanpolierer

      Zieht man die €4000 Kaufprämie beim Kauf des effizientesten Elektroauto der Welt noch ab, bekommt man sogar noch Geld zurück für die zusätzlichen 11,6 KWh brutto!

      Es war eben immer ein bisschen teurer ‚V8‘ statt ‚I3‘ zu fahren. Nicht nur bei den Verbrennern…

    • Luganorenz

      Hallo Markus,

      du weißt doch, dass sich die Leute aufgeregt haben, dass das Model X nicht wie angekündigt nur 5000€ teurer war, sondern der Preisunterschied zu den entsprechenden Model Ss größer ist. Jetzt ist Tesla dabei, sein Versprechen einzulösen 😉

      Schönen Abend

  • McGybrush

    Das ja Praktisch wenn er nur 70kWh bezahlt aber 75kWh hat. Dann kann er ja immer 100% laden und die batterie wird trotzdem geschont da er 7% weniger drinn hat 🙂

    Ich würde das bei 70kWh lassen bis es das 100kWh mal geben sollte. So heben sich beide kaum ab und hält die Basisvariante günstiger.

  • mitleser

    D.h. der Einstiegspreis für ein nacktes MS wird sich von 82,7 auf (in etwa) 85,7k€ hochschrauben – schade.

    • Martin

      Genau! Das ist echt schade. Bei einem solchen Preis kann man nicht mehr von einem Einstiegsmodel reden. Man will uns doch immer erzählen, das die Akkupreise mit der Zeit sinken. Wann kommt denn nun endlich diese Zeit? Das Model S ist mal bei 65.000 € angefangen. Jetzt sind es fast 20.000 € mehr!!! Was soll diese Preispolitik?

  • Phil

    Hat der gedrosselte Model S dann auch ne geringere Reichweite oder nur geringere Leistung?

  • Dr.M.

    Der Aufpreis von 70D zu 90D sind derzeit in DE ca. 20.000 Euro für 20 kwh mehr Batteriekapazität, macht dann also ziemlich genau 1.000 Euro mehr pro kwh. Selbst bei 30% Abzug wegen MwSt und Importsteuern bleibt zu den genannten 190 USD pro kwh Batteriepreis immer noch eine ganz ordentliche Lücke – bzw. eben Marge für Tesla. Denn die 25 km/h mehr Höchstgeschwindigkeit und die Sekunde weniger von 0-100 dürften beim 90D den Mehrpreis kostenseitig bei Tesla kaum rechtfertigen. Das ist schon ein Haufen Holz, finde ich. Da würde auch eine Kaufprämie für Autos über 60.000 Euro nicht helfen.
    Das (noch) teurere Model S dürfte mit der 75er Batterie für immer weniger Leute im Bereich des Möglichen liegen, ganz Besonders, wenn es dann nur noch „D“-Modelle geben sollte. Wie ein US-Kollege von mir so schön sagt: „They are pricing themselves out of market.“
    Da bleibt dann wohl für die allermeisten Tesla-Interessenten fast nur noch das Warten auf das Model 3 (oder noch spätere und günstigere Modelle), was zu Spekulationen Raum gibt, ob Tesla
    a) entweder dringend Geld braucht und Investoren hier Druck machen,
    b) die Attraktivität des Model S als derzeit günstigstem lieferbarem Modell überschätzt und meint, so ziemlich jeden Preis verlangen zu können,
    c) das Model 3 schon deutlich früher als angekündigt Ende 2017 (und auch das nur in USA und auch das nur, wenn Elon Musk hier nicht – wieder – zu „confident“ war) kommt, um so dann die Käuferschichten abzuholen, die jetzt nicht kaufen – wollen oder können, oder
    d) das Model 3 teurer wird als angekündigt, und mit den Preisen des Model S soll der Preisunterschied möglichst gross gehalten werden.
    Ist aber alles Spekulation. Wird man ja mal dürfen.

  • Eberschnulli

    Ist da 🙂 kostet 3’300€ Aufpreis und verspricht bis zu 20km mehr Reichweite