Tesla Model S: Weniger Gestaltungsmöglichkeiten, Grundpreise sollen steigen

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Was im 3. Quartalsbericht 2014 angekündigt wurde, ist auf der offiziellen Webseite von Tesla Motors bereits umgesetzt worden. Um die Produktion des Model S weniger komplex zu gestalten und den Ablauf der Produktion zu beschleunigen, ist es vielen Kunden nun nicht mehr möglich gewisse Optionen bei ihrer Bestellung auszuwählen, da es diese überhaupt nicht mehr gibt.

Im Bereich der Lackierungen fällt die grüne und braune Lackierung vollständig weg. Weiterhin ist es nicht mehr möglich das Model S P85 zu bestellen, lediglich das P85D steht noch zur Verfügung. Für die 60 kWh-Version ist ab sofort kein Allradantrieb verfügbar. Während der Allradantrieb bisher mit 4.000 US-Dollar zu Buche schlug, sind es ab sofort 5.000 US-Dollar Aufpreis.

Es ist nicht mehr möglich, das Dach in der Farbe Schwarz zu bestellen, wenn man eine andere Lackierung für die Karosserie wählt. Einzig das Model S P85D hat im Bereich der Sitze mehr Gestaltungsspielraum bekommen: Man kann zwischen den Textil- bzw. Ledersitzen der ersten Generation wählen und den neuen Sitzen der zweiten Generation, welche zuvor Standard waren.

Insgesamt wurden die Preise bei allen Optionen angehoben. Zudem wird es bald der Fall sein, dass der Grundpreis des Tesla Model S ebenfalls ansteigt. Dies liegt vor allem an dem starken Dollar und im Gegensatz dazu dem schwachen Euro. Im Wechselkurs gab es laut Musk eine 7-prozentige Anpassung, welche bald auch im Konfigurator der Webseite berücksichtigt werden soll.

  • Dr. M.

    Ob sich Tesla damit einen Gefallen tut? Ich glaube nein.
    Ausserdem sieht das schon etwas nach kurzfristigem Aktionismus aus, schliesslich wurden gerade eben erst neue Farben hinzugefügt und auch die jetzt wegfallende 60D Version wurde ja eben erst auf die Webseite gestellt, umgekehrt wurde die P85 Version nicht gleich entfernt als die P85D neu eingeführt wurde.
    Nicht, dass man wirklich alle diese Optionen brauchen würde (z.B. Dach in schwarz), aber etwas unüberlegt wirkt das schon, die Sachen vor gerade mal einem Monat aufzuschalten und dann gleich wieder zu entfernen. Das wirkt etwas chaotisch und ungeplant wie auch die Einführung der D Versionen. Diese wurde doch ziemlich kurzfristig angekündigt, ich selbst hatte noch im September bei Tesla nachgefragt, was nun mit Allrad ist und es hiess, es sei nichts angekündigt. Das war ein Monat vor der Vorstellung des D“. Da kann ich schon verstehen, dass Kunden sich da etwas ärgern, wenn sie sich das Model S gerne mit Allrad gekauft hätten und im Vertrauen auf die Auskunft von Tesla nicht gewartet haben.
    Die Preise wegen der Wechselkurse anzuheben, schön, aber so eine gute Idee ist das nun wirklich nicht, denn diese sind ohnehin schon ziemlich deftig, z.B. die Winterreifen sind doch wohl etwas übertrieben.
    Das alles dürfte den Absatz in der EU nicht unbedingt erhöhen, da helfen auch viele Supercharger und neue Stores nichts. Auch fallen die Benzinpreise derzeit – kein sehr guter Zeitpunkt. Denn die Kunden werden da schon sehr rechnen, ob sich der Anschaffungspreis langfristig rechnet.
    Sollten da doch die Investoren Druck machen, dass endlich und schneller schwarze Zahlen hermüssen?

    • Mike

      Dr. M sehr gut erkannt!

      Das Tesla Kosten einsparen muss ist ja ok, nur wenn Tesla Premium sein will
      müssen sie auch Premium liefern, da zählen auch Details.

      Gerade bei den kleinen Details fehlt es Tesla noch an Qualität. Ohne eine staatliche
      Förderung wird der Absatz in D erst ab dem Model 3 stärker ansteigen.

      Also abwarten bis 2018.

  • rru

    Ich denke, es ist keine schlechte Idee, Optionen die ohnehin kaum jemand bestellt hat, aus der Liste zu streichen. Braun und grün habe ich weder in Deutscland noch in Kalifornien schon mal gesehen, der Wegfall tut nicht wifklich weh.

    Das Gleiche dürfte auf den S60D und den normalen P85 seit Einführung des D zutreffen.

    Für mich nur konsequent und lieber jeden eingesparten Euro in die SuperCharger stecken, die sind einfach genial, gerade für fie, die wirklich rechnen können.

    • Dr.M.

      Richtig, der Wegfall von Sachen die eh nie oder sehr selten bestellt werden, kein Problem, deswegen gab es die 40 kwh Version des Model S nie wirklich, auch das schwarze Dach bei abweichender Wagenfarbe, da habe ich mich schon immer gefragt, was das sollte. Damit es im Innenraum wärmer wird?
      Die Farben die jetzt wegfallen, auch kein Problem, haben mir auch nicht so gut gefallen.
      Worum es mir geht, ist die etwas unprofessionell wirkende Vorgehensweise von Tesla.
      Die jetztigen Änderungen hätte man alles auch schon vor einem Monat bei der Aktualisierung der Webseite wegen der „D“ – Versionen umsetzen können – aber da fehlte es wohl an den entsprechenden Entscheidungen, weswegen ich das jetzt als etwas chaotisch empfinde.
      Hier noch ein Link: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/kommentar-tesla-produktionsprobleme-e-autohersteller-verliert-nimbus-a-1001481-2.html

  • Ingo

    Preiserhöhung ist Quatsch, die Autos lassen sich viel billiger produzieren als Verbrenner.
    Das muss normalerweise jedes Quartal runtergehen. Die Preisklasse kauft in D privat kein Mensch. Das sind nur subventionierte Geschäftswagen.

    • ckris

      Ingo – warum weisst du das alles nicht?

      • die Produktionskosten von Elektrofahrzeugen sind NICHT geringer

      • jeder 2. Wagen des Model S von Tesla wurde in Deutschland PRIVAT gekauft: „Unter den 17 Zulassungen waren 58,8 Prozent für gewerbliche Halter. Im September waren hingegen 66,1 Prozent für gewerbliche Halter bestimmt“ (Zitat betreff Zulassungen im Oktober von http://teslamag.de/news/tesla-fahrzeugzulassungen-in-deutschland-fuer-oktober-2014-1811)

      • Ingo

        Ein Elektroauto hat kaum bewegliche Teile, ich glaube beim Tesla sind es 18.
        Beim herkömmlichen Verbrennersystem sind es 360-400. Die Kompexibilität besteht nur in der Entwicklung. Die Produktion wird jeden Tag günstiger.
        Dei der Aufteilung GK PK sprach ich von der Preisklasse nicht von Tessla. Da ist es so, dass wir einen stark subventionierten Automarkt für GK haben, der Anteil liegt nunmal bei 90% GK.

  • rru

    Und wie kommst du darauf, dass Elektro- Autos sich billiger produzieren lassen als Verbrenner ?

  • ckris

    • Gestaltungsmöglichkeiten: es ist nicht korrekt, nur anzugeben, welche Optionen weggefallen sind, ohne darauf hinzuweisen, daß auch neue Optionen dazugekommen sind: zB. P85D, das jetzt mehr Optionen zeigt – nun mit/ohne Teich-Paket, mit/ohne Luftfederung etc. (vgl teslamag-Artikel http://teslamag.de/news/tesla-model-s-p85d-basispreis-1757)

    • die $-Kurzanpassung ist völlig korrekt, zumal Tesla 2013 den Kurs auch schon angepasst hatte – damals zu Gunsten der EU-Käufer!

    • TK

      Hallo ckris. Wie bereits in dem von dir verlinkten Beitrag erkannt, sind die von dir genannten Optionen vorher schon dazugekommen. In diesem Artikel geht es um Änderungen die danach und zeitgleich passiert sind. Sonst müsste man ja alle möglichen Änderungen immer wieder auflisten. Außerdem ist ja auch dieses Mal Neues dazugekommen – nur wurde etwas mehr genommen. Hoffe ist verständlich 🙂