Tesla Model 3 verfügt über eine auf den Innenraum gerichtete Kamera im Rückspiegel

Nach und nach kommen weitere Details über das Tesla Model 3 ans Tageslicht, die der kalifornische Autobauer selbst nicht preisgegeben hat. Die neueste und vielleicht aktuell interessanteste Entdeckung: Das Model 3 verfügt offenbar über eine auf den Innenraum gerichtete Kamera im Rückspiegel. Als erstes erblickte das der bekannt Tesla-Enthusiast Jason Hughes (@wk057):

Der gezeigte Ausschnitt stammt aus einem der von Tesla offiziell veröffentlichten Fotos zum Model 3, welche zum Marktstart Ende letzter Woche freigegeben wurden. Das ganze Bild sieht so aus:

Gegenüber dem Online-Magazin Electrek hat Tesla auf Nachfrage bestätigt, dass man tatsächlich eine Kamera im Rückspiegel eingebaut hat, die auf den Innenraum gerichtet ist. Die Kamera sei aktuell jedoch nicht aktiviert und werde erst mit späteren Softwareupdates aktiv. Welchen Nutzen sie dann jedoch haben soll, verriet Tesla vorerst noch nicht.

Einige Experten aus dem Bereich Autonomes Fahren glauben, dass eine Kamera, die zum Fahrer gerichtet ist, für die Autonomiestufe 3 vonnöten ist. Die Fahrzeuge von Tesla ermöglichen aktuell Autonomiestufe 2, doch Tesla sagt, dass zukünftig sogar das vollkommen autonome Fahren, also Stufe 5, mit den bereits jetzt ausgelieferten Fahrzeugen möglich sein wird.

Das MIT hatte Ende letzten Jahres mit einer Studie begonnen, bei der die Interaktionen des Fahrers bei eingeschaltetem Autopiloten aufgezeichnet werden sollten. Für die Studie wurden mehrere Model S unter anderem mit einer zum Fahrer gerichteten Kamera ausgestattet. Die Ergebnisse werden auch an Tesla weitergereicht.

Laut Studienleiter Dr. Lex Fridman sei eine solche auf den Fahrer gerichtete Kamera nötig, um eine höhere Autonomiestufe zu erreichen. Im nachfolgenden Video aus November 2016 erklärt Dr. Fridman den Studienverlauf:

  • Dirk Pakosch

    Ich bekomme bestimmt gleich wieder eines auf die Mütze, aber so langsam wird es mir doch schon Bange , mit den vielen Überwachungen im Auto. Es ist ja schon krass, wie man so beobachtet wird. Wenn das Ganze bei mir bzw. im Auto bleiben würde, das wäre ja noch in Ordnung, aber da man ja eine Internetverbindung bei Tesla zu wo auch immer hin hat, ist es schon ein komisches Gefühl das die wissen, wo du und mit wem zu welcher Zeit unterwegs bist. Betrifft sicherlich nicht nur Tesla , sondern in Zukunft alle Automarken. Dann können die dein Auto auch noch lahm legen, und du bist total abhängig von denen. Leider wird man wohl da nicht drumrum kommen, wenn man ein modernes Auto fahren will.

    • Marian Finkbeiner

      Postet vor die Kamera kleben und auf Autonomes fahren + Tesla Car Sharing verzichten und gut ists.

      Ohne Kameras gehts halt leider nicht.

      • Carsten Teelicht

        Richtig und nur so geht es. Wenn man per Autopilot unterwegs sein möchte, dann lässt man die Kamera frei. Ansonsten zukleben…..

        • Nelkenduft / AHF

          Wenn nach dem Zukleben nicht eine Fehlermeldung kommt und auch das werden wir bestimmt noch erleben in dieser NSA-gesteuerten Welt. Wetten, dass?

          • Fritz!

            Naja, die NSA könnte Tesla auch dazu verpflichten, rund um die Kamera ein paar kleine, aber sehr leistungsfähige Laserdioden einzubauen, Nach maximal 22 Sekunden ist dann jeder Aufkleber weg/verbrutzelt…

            🙂

    • hope

      „[…] Leider wird man wohl da nicht drumrum kommen, wenn man ein modernes Auto fahren will.“

      Das ist der Preis und das Risiko für ein Produkt, welches die Chancen der Digitalisierung nutzt.
      Wie immer im Leben hat alles zwei Seiten. Man muss dann für sich selber abwägen, welche Seite für einen überwiegt und dann eben auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen.

      Für wen die Risiken überwiegen, darf entweder nicht den technologischen Schritt mitgehen oder muss sich soweit mit dem Thema befassen, dass man mit den Risiken bewusst umgeht bzw. entsprechende Gegenmaßnahmen ergreift.

      Ansonsten gebe ich McGybrush recht:
      „Wer das nicht will ist bei Autonom Fahrenden Privatwagen und hier dann Tesla im speziellem falsch.“

    • Melone

      Da können Hersteller durchaus viel Schindluder mit treiben (auch wenn ein möglicher Imageschaden wohl abschrecken dürfte). Ich sehe es zunehmend als Aufgabe des Gesetzgebers, da stärker zu regulieren und vor allem Transparenz zu schaffen. Gerade auch bei OTA-Updates, bei denen oft niemand so recht sagen kann, was jetzt alles geändert wurde.

      Krass fand ich zum Beispiel die Fälle, in denen Tesla nach Autopilot-Unfällen schnell detaillierte Daten an die Presse gegeben hatte, wobei aktuell keine Möglichkeit einer objektiven Auswertung besteht. Das ist momentan wohl noch Selbstschutz, kann aber schnell in eine falsche Richtung gehen. Wir sind natürlich auch den deutschen Datenschutzstandard gewohnt, anderswo sieht man das ja bekanntlich alles etwas lockerer. 😉

      Natürlich ist Skepsis eine gewöhnliche Reaktion und in gesundem Maße auch angebracht. Aber dennoch sollten auch die zahlreichen positiven Seiten des Fortschritts nicht untergehen. Dabei hilft m.E. vor allem Transparenz aller Beteiligten.

      • W. Müller

        Kannst Du bei einem Werkstatt Update sagen, was alles geändert worden ist?
        Wohl kaum. Kannst Du wissen, was alles bei dem jetzt verpflichtenden Update der Diesel alles geändert wird?
        Eben. OTA ist nur ein anderer Weg für die Updates, die sonstige Hersteller ohne Dein Wissen beim Werkstattbesuch aufspielen.
        Beim Tesla musst Du wenigstens zustimmen. Sonst gibt es kein OTA Update.

        • Melone

          Richtig, man kann sich als Verbraucher nicht sicher sein. Daher sehe ich eben auch die Notwendigkeit, mehr Transparenz zu schaffen. Zumal Updates immer umfangreicher werden und zunehmend Drittanbieter ins Spiel kommen.

          • W. Müller

            Eben aber das ist kein Tesla-spezifisches Thema.
            Im Gegenteil, beim Tesla kann ich das Update verweigern und weiß, wann eines kommt.
            Drittanbieter bei Tesla wären mir neu.

          • Melone

            Ist es auch nicht, das betrifft mittlerweile die gesamte Branche. Drittanbieter sind bei Tesla beispielsweise mit Spotify und Google an Bord, andere Hersteller bieten sogar Apps wie Twitter fürs Infotainment an.
            Softwareupdates sind bald unabdingbar, einfach aufgrund der Sicherheit. Das ist das Dilemma.

          • W. Müller

            Spotify und Google Maps laufen bei Tesla via standardisiertem Aufruf mittels den verfügbaren Developer-Kits und nicht als Fremd-Software im System.
            Die Apps anderer Hersteller ebenso.
            Software-Update sind schon seit geraumer Zeit unabdingbar und nicht erst seit Tesla oder nach 2012 beispielsweise.

    • Der Besteller(M3)

      …dem schließe ich mich an. – In den 80ern haben wir noch gegen Ausspähung und Überwachung des Staates (Volkszählung etc.) opponiert. Heute lassen sich 300 Menschen gegen Bakschisch vom Staat für einen Gesichtsfelderkennungstest am Berliner Südkreuz mit Gutscheinen kaufen. – Brave new wolrd. – Aber noch dies: Das Model 3 ist schon super. Gut dass es Klebeband gibt… :-))

      • Fritz!

        Das Problem dabei ist, daß Sie das machen können, dann wird aber nachvollziebarerweise Tesla Sie die Autopilot-Stufen ab 3 nicht aktivieren lassen. Aber so ein kleiner Schiebeaufkleber, der die Kamera nur bei Autopilot aufmacht (von Hand, nicht automatisch), würde im Zubehörhandel mit Sicherheit rießenden Absatz finden.

        Auch wenn ich sicher bin, daß die Bilder nie ohne meine Erlaubniss das Auto verlassen, würde ich die Kamera wahrscheinlcih trotzdem bei nichtbenutzung „verdunkeln“.

    • W. Müller

      „Die“ könnten schon heute Dein Auto lahmlegen sofern das kein Fahrzeug älter als 10 Jahre ist.
      Den Beweis haben vor einer Weile Hacker angetreten. Was der Hacker kann, kann der Hersteller schon dreimal so gut.
      Wer sich dem entziehen möchte sollte schnellstens Internet, Smartphone etc. verbannen und keinerlei elektronische Zahlungsmittel mehr benutzen sowie Bargeld immer nur an einer Stelle abheben.
      Ich bin auch nicht begeistert davon und war zum Beipiel lange absoluter Smartphone Verweigerer. Das ist wohl leider der Lauf der Dinge.
      Mein Fazit: Wer Bedenken wegen gesammelten Daten hat sollte sich in keinem Fall ein modernes Auto kaufen und schon gar keinen Tesla. Lest Euch mal deren Geschäftsbedingungen durch was das angeht.
      Ich persönlich habe mich, wie die Meisten wissen, dennoch für Tesla entschieden.

      • Dirk Pakosch

        „“Die“ könnten schon heute Dein Auto lahmlegen sofern das kein Fahrzeug älter als 10 Jahre ist.“
        Zum Glück fahre ich ja noch so eine Dinosaurier (Mazda RX8) aber der Zahn der Zeit nagt schon dran, und er soll dem MY weichen. Hätte aber nie gedacht, das der Sprung so groß wird von keiner Überwachung gleich zur totalen Überwachung im Auto. Fährt ein Tesla eigentlich auch, wenn er keine Verbindung zu Tesla hat, also Antenne defekt oder Serverprobleme?

        • W. Müller

          Ein Tesla fährt auch komplett ohne Verbindung.
          Wie oft ist man je nach Region im Funkloch.
          Da würde ja nichts mehr gehen. Auch hatte in der Schweiz die Swisscom SIM-Karte ein Problem mit dem Roaming: Da hätte man im EU Ausland für eine Weile keine Verbindung. Das Auto fährt trotzdem.
          Wie gesagt: Wenn Du Sorgen wegen der Daten hast, bleib bei Deinem Mazda. Ich nehme an, der hat KEIN GPS? Sonst haste auch im Mazda „Überwachung“.
          Auf keinen Fall sollte man sich dann ein modernes Auto kaufen und auch kein GPS verwenden sowie das Smartphone nicht mitnehmen.

          • Dirk Pakosch

            Na so wie ich das mitbekommen habe, funktioniert ein Tesla ohne Smartphone fast gar nicht, wenn man die ominöse Karte in der Geldbörse hat, die man im Auto liegen lassen hat in einem Funkloch, oder?

          • W. Müller

            Jetzt verstehe ich nicht genau, was Du meinst. Ein Tesla funktioniert prima ohne Smartphone oder Internetverbindung.
            Wenn man den Schlüssel oder in Zukunft die Keykarte im Auto liegen lässt, so schließt der Tesla nicht ab. Wozu soll man da ein Smartphone benötigen?

            Das ist ein echter Vorteil gegenüber früher: Beim alten Auto war Schlüssel dringelassen und Türe mit Knöpfchen runter zugeschlagen = ausgesperrt. Gegen Vergesslichkeit hilft beim Tesla heute eben die Technik.

            Meine Frage war eher: Wenn Du solche Sorge um den Dateschutz hast, benutzt Du sicher kein Smartphone und hast kein GPS oder kaufst sicher nicht online ein, oder?
            Ich mein nur, sonst wär das recht inkonsequent beim Tesla auf Datenschutz achten aber im sonstigen Leben persönliche Daten massenweise herausgeben.

          • Melone

            Er bezog sich wohl auf die Geschichte vor kurzen, als in den USA jemand sein Model S irgendwo in der Pampa nicht mehr starten konnte, weil keine Mobilfunkverbindung zum Smartphone da war und er die Schlüssel nicht dabei hatte. Solche Funklöcher gibt es auch in Deutschland manchmal, da muss man einfach daran denken, seine Karte/Schlüssel einzustecken. Es kann ja auch der Smartphoneakku mal leer gehen.

          • W. Müller

            Na dann sollte man das auch so schreiben und nicht von „im Auto liegenlassen.“
            Wer ohne Schlüssel nur mit Smartphone sein Auto fährt ist wohl selbst Schuld oder lebt wohl in den USA.
            Das mit den Funklöchern hätte ich ja auch geschrieben; abgesehen von Roamingproblemen, die abhängig vom Mobilfunkanbieter ebenso auftreten können in Europa.
            Fazit: Ohne Schlüssel Autofahren ist selten dämlich.

          • Dirk Pakosch

            Naja , da muß ich dich mal auf den neuesten Stand bringen, das geht ja schon lange nicht mehr. Selbst bei meinem 11 Jahre alten Auto geht zwar Knöpfchen runter , aber beim Zuschlagen der Tür springt dieser wieder von allein hoch, wenn man nicht voll bewußt dabei den Türgriff aufhält. .Dazu braucht es keine Technik. Einzig, wenn der Schlüssel im Kofferaum liegt, dann ist Schicht im Schacht. Übrigens hat er tatsächlich kein GPS.
            Ich nutze natürlich im normalen Leben Handy und kaufe auch online ein, meine einzige Sorge ist eben, Tesla ist ein Ami, und wie schon hier erwähnt, gehen die etwas anders mit solchen Daten um. Wenn es, wie hier beschrieben tatsächlich immer erst mit Freigabe des Kunden zur Veröffentlichung von Daten und Bildern kommt, dann ist es ja in Ordnung, nur befürchte ich eben, wenn es mal nicht gut für Tesla oder ein andere Firma läuft, werden die sicherlich nicht erst fragen um sich zu „retten“. Wem gehören eigentlich die gesammelten Daten von so einem vernetzten Auto?

          • W. Müller

            Na, dann hätten wir das mit dem Türe zuschlagen und die ist dann verschlossen und Schlüssel drin lassen geklärt. Das geht offensichtlich weder bei Deinem Auto noch beim Tesla. Wobei beim Tesla kannst den Schlüssel auch im Kofferraum lassen. Das Auto bleibt offen.
            Ich verstehe immer noch nicht, Deine Art, die Bedenken in Tesla=Ami und Smartphone resp. Internet betreffs Datenschutz zu unterscheiden.
            Was meinst Du über welche Datenknoten Deine Internet-Daten so alles laufen?
            Die bleiben mitnichten in Europa und google zieht mehr Daten aus dem Internet als Du Dir Sorgen machen kannst.
            Schau mal hier: http://www.dnstools.ch/visual-traceroute.html
            Gib da mal nur „google.de“ ein und Du siehst, Deine Anfrage geht über die USA.

            Google ist aber bekanntermassen auch eine US-Firma. Deine Daten von google und vom online-Einkauf wandern ebenso in die verschiedensten Daten-Minen zur Auswertung Deines persönlichen Verhaltens im Internet und beim Kaufen.
            Für mich bleibt das inkonsequent. Auf der einen Seite weils ein Auto ist, sich Sorgen machen und auf der anderen Seite die Daten nur so herausschleudern mit Mobil-Telefon und Internet.
            Ich nehme jetzt stark an, Du benutzt wenigsten in keinem Fall whatsapp oder Facebook, oder? Weil das wäre noch paradoxer.

            Die Daten zu Deinem Auto gehören je nach Vertragsbedingung und Land, wo Du es gekauft hast, zu Tesla oder zu Dir. In Deutschland musst Du extra zustimmen, dass Tesla Deine Daten haben darf.
            Bei BMW und Co wird einfach gesammelt und Du unterschreibst das mit den AGB.

    • Nelkenduft / AHF

      Radfahren mit Integralhelm ist dann die neue Freiheit in einer Orwellschen Welt der abstrakten Ängste 🙂

      • W. Müller

        Schön, hast Du nicht „Aluhut“ geschrieben 🙂

        • Nelkenduft / AHF

          Den Aluhut tragen doch schon all diejenigen, die Angst haben in der Öffentlichkeit in die Luft gesprengt zu werden.

  • Marcel

    Vieleicht in Kombination mit der schlüsselkarte bzw nf vom handy für autonomes carsharing ausgelegt

  • McGybrush

    Die einzig wahre Lösung einen Unfall bist Autonomie Stufe 4 zu verhindern. Guckt man nicht nach vorne, bremst das Auto irgendwann ab. Klare Sache. So kommt man dann auch nicht unter die Räder eines LKW’s. Denn wer nach vorne schaut bremst bei Hindernissen im Notfall selbst. Vielleicht zu spät, aber besser als nie. In dem Zusammenhang der einzig richtige Ansatz. Es muss sichergestellt werden das der Fahrer sich nicht mit anderen dingen beschäftigt solange Stufe 5 nicht erreicht ist.

    Bei Carsharing und Unfällen natürlich ein Beweissicherung die sicherlich am ende für den Hersteller wie hier Tesla zum Vorteil sein wird da die meisten Unfälle jeglicher Art auf Menschliches Versagen zurück zu führen ist. Von denen klagen sich aber sehr viele einen Schadensersatz in Mio ein weil man das Gegenteil nie beweisen konnte.

    Wer das nicht will ist bei Autonom Fahrenden Privatwagen und hier dann Tesla im speziellem falsch.

  • Melone

    Vielleicht wird damit auch erstmal eine Müdigkeitserkennung wie bei anderen Herstellern umgesetzt. Ich bin auch schon Autos damit gefahren und finde das auf längeren Strecken recht praktisch.

    • Longcheck

      ein wenig aus der Plauderkiste:
      Ich mache es grundsätzlich mit einem Powernapping, bin seit über 40 Jahren im Außendienst, bin auch schon öfter mal abends 300 km zum nächsten Hotel unterwegs. Alles andere wie Kaffee, etc. hilft letztendlich nicht.
      Solch eine Erkennung ist aber im Frühstadium der Müdigkeit recht nützlich, wenn man ‚es‘ selber noch nicht so recht gemerkt hat.

      • Melone

        Genau. Gerade auch für Leute wie mich mit nur gelegentlicher Langstreckenerfahrung – man meint eigentlich, man braucht es nicht, aber wenn man dann daran erinnert wird legt man doch eher mal nochmal eine Pause ein.

        • Longcheck

          YES Sir

  • Schleif

    Mal ne blöde Frage
    Wenn die Kamera im Model 3 verbaut ist – und auch nötig für irgend eine Autonomiestufe dann hat ja das Model S (trotz AP2) ein fehlendes Hardware-Teil das dann nachzurüsten wäre – oder sehe ich das verkehrt. ????

    • Skynet

      Sehr interessante Frage die zeigt, dass man vom autonomen Fahren der Stufe 4 und 5 noch weit entfernt ist. Man ist sich ja offenbar noch nicht einmal sicher, was dazu notwendig ist.

      EM hatte ja angekündigt, dass ein Tesla mit AP2 noch 2017 autonom von West nach Ost fahren und bereits 2018 Level 5 kommen soll. Für Level 5 soll ja der verbauteRechner

      • Schleif

        Servus Skynet
        Nur es ist weit einfacher eine Platine zu stecken als 4m Kabel unsichtbar im Innenraum zu verlegen. Denk ich mal.

      • Melone

        Level 5 in 2018 würde ich gerne als ambitioniert bezeichnen, aber das ist vielmehr auf mehreren Ebenen völlig unrealistisch.

        • Fritz!

          Ambitioniert: ja
          sehr ambitioniert: auch ja.

          Vällig unrealistisch: Nein

          Er sprach dabei nicht davon, daß es dann sofort in allen Autos verbaut/freigeschaltet wird. Sie werden ein Serienmodell mit den besten Algorithmen füttern, die sie haben, sich eine gute Strecke aussuchen und es probieren. Ich bin gespannt…

          • Melone

            Bin ich auch. Ich meinte auch gar nicht die Tesfahrt dieses Jahr, sondern die Ankündigungen von Elon Musk bezüglich Level 5 in normalen Fahrzeugen 2018 oder 2019. Da sind, zumindest wenn man sich nach der gängigen Definition richtet, weder Gesetze zu fertig noch ist mir bekannt, dass das technisch bis dahin möglich sein sollte.

      • Fritz!

        „Für Level 5 soll selbst der bei AP2 verbaute Rechner nicht ausreichend sein und (kostenlos?) ausgetauscht werden.“

        Und schon wieder wird die Geschichte mit der Hardware falsch dargestellt.

        Die Hardware ist nach Meinung von Tesla für Level 5 ausreichend und wenn, und dann auch nur dann, sich doch noch herausstellen sollte, daß die verbaute Hardware doch nicht ausreichen wird, kann sie einfach gegen eine dann stärkere/leistungsfähigere Hardware getauscht werden.

        Bitte diese Falsch-Info nicht immer wieder verbreiten

    • McGybrush

      Die Frage hab ich mir auch schon gestellt.

      Daraus ergeben sich 3 Szenarien:
      a) Alle Tesla dürfen irgendwann mit als auch ohne Innenraum Kamera Fahren
      b) Es Muss eine Kamera nachgerüstet werden. Möglicher Rattenschwanz der dran hängt Innenspiegel + Kamera, Kabel und Rechner mit zusätzlichem Videoeingang neu.
      c) Eine bis dato unbekannte Gesetzgebung erlaubt es auch das Model 3 nicht Autonom zu fahren ohne weitere Hardware zu tauschen/hinzu zu fügen.

      Bei b und c wäre es im schlimmsten Fall nicht möglich es selbst für Geld nicht Nach zu rüsten oder im besten ist es möglich und wird dann vielleicht auch noch von Tesla bezahlt.

  • ThomasJ

    Autonomes Fahren heisst ja mit zunehmendem Level, ohne sein eigenes Zutun, sicher von A nach B gelangen. Sicher nicht nur für sich selber, AUCH für andere im Strassenverkehr – Autofahrer, Velofahrer, Fussgänger.

    Wie schon unten von anderen Forenmitglieder geschrieben, ist diese Sicherheit (vor Level 5) nur dann gewährleistet, wenn der Fahrer offene Augen, nicht dauernd aufs Handy und mit Blick nach vorne gerichtet, fährt. Der Fahrer bleibt bis dahin ein Teil des autonomen Fahrens.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Autonomes_Fahren

    So eine „Überwachung“ vom Fahrer, dem potenziellen „Täter“ bei einem Unfall, macht demnach Sinn. Eigentlich auch dann, wenn keine autonomes Fahren angepeilt ist.
    Und wenn ich die zunehmend komplexe Verkehrsentwicklung der letzten 30 Jahre beobachte, sowieso.

    Hier sollte die eigene „Überwachungsempfindlichkeit“ in den Hintergrund treten. Welche echten Nachteile habe ich in der Abwägung der Vorteile – der Sicherheit? Dass mich ein Tesla Mitarbeiter sehen könnte wie ich in der Nase bohre, Pizza esse oder extrem falsch zum Radiosong mitsinge?
    Natürlich will ich das nicht. Dies gilt es durch Intransparenz der Daten zu verhindern. So sollte die Debatte geführt und schlussendlich durch den Gesetzgeber eindeutig geregelt werden. Aber keine Verhinderung im Keime mit den Vorteilen wie oben beschrieben.

    • Es wäre interessant zu erfahren, ob und wo diese Daten gespeichert werden. Wenn alles Lokal in der Maschine abläuft, ist das soweit okay. Ich selbst würde aber nicht wollen dass das Signal irgendwo „hingestreamed“ wird. Wer garantiert mir dass sie deaktiviert ist während das Auto ausgeschalten ist? Was ist, wenn ich auf der Rückbank in verfänglichen Posen mit einer Frau hantiere?

      Fragen über Fragen… 🙂

      • W. Müller

        Beim Tesla gehen ein Menge Daten via VPN auf deren Server.

        Komplett deaktivieren kann man das nur durch Entfernen der SIM Karte, die zumindest in den älteren Modellen – per Facelift – leicht zugänglich ist.
        Einschränken kann man den Datenstrom durch entsprechende Einstellungen in der Software auf dem Touchscreen.

        Bisher hat Tesla keine Bilder gestreamed ohne entsprechende Zustimmung des Fahrers. Da besteht in der Tat Infomationsbedarf wie das in Zukunft sein wird. In der Zwischenzeit hilft bei Rückbankaktivitäten ein dunkler Klebestreifen über der Kamera.

        PS: Solche Kameras innen haben auch VW und Co.

      • ThomasJ

        So weit so gut.
        Aber „mit einer Frau „hantieren“ “ …. ?
        Dabei geht es mir nicht um „diese Sache“ als solches 🙂 aber „hantieren“, geht gar nicht. Hier etwas an der Wortwahl arbeiten … . Die deutsche Sprache ist da sehr viel einfallsreicher. 🙂
        Und ja, dunkler Klebestreifen hilft da sicher!

    • Pamela

      Im Interesse der Tesla-Mitarbeiter hoffe ich doch, dass nicht noch Wanzen verbaut wurden 😉

  • Pamela

    Tagtraum: Ich sitze in Instanbul mit jemanden im Straßencafe und der erzählt mir, dass er zur Gülen-Bewegung gehört und gejagt wird. Da mache ich mal ganz schnell mein Handy aus, kappe GPS und Internet im Auto uns versuche auf direktem Weg in die deutsche Botschaft zu gelangen.

    Das sammeln und speichern von Daten und damit eben auch eine Standorterkennung ist nicht mehr wegzudenken aus unserer vernetzten Welt. Wir haben dadurch Bequemlichkeiten und Service, das haben wir schätzen gelernt.

    Ich kenne noch ein anderes Netz, das war nicht digital, sondern bestand aus Menschen um mich herum, die Informationen gesammelt haben die gespeichert wurden. Das Schlimme daran war doch, dass sie von den falschen Leuten genutzt wurden – sehr unangenehm, kann ich Euch sagen.

    Will sagen : Wir müssen nur alle zusammen schön aufpassen, dass unsere nicht perfekten aber noch vorhandenen Demokratien nicht kaputt gemacht werden.
    Dann stören mich auch Kameras nicht, die wie hier einen entsprechenden Nutzen haben.

    • Melone

      Dazu mal eine passende Geschichte aus der c’t:

      Amsterdam gilt seit jeher als Musterbeispiel gelungener Stadtplanung. Bereits 1851 begann die Stadt, systematisch Daten der Bevölkerung zu erheben, um optimal ihre Ressourcen zu verteilen. Fürs „Bevolkingsregister“ gaben die Einwohner bereitwillig Beziehungsstatus, Beruf und Religionszugehörigkeit an. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.

      Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von einem Tag auf den anderen entschied ein Marker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hatte 90 Jahre lang niemand etwas zu verbergen gehabt – schließlich diente die Erfassung ja dem Wohl aller.

      Ich denke, das führt nochmal gut vor Augen, wie schnell die Datensammelei schief gehen kann, wenn jemand mit nichts Gutem im Sinn Zugriff darauf erhält. Und dass wir immer hinterfragen sollten, ob es wirklich nötig ist, Daten irgendwohin zu leiten, denn letztendlich kann alles auch gegen uns verwendet werden.

      Das Editorial gibt es hier: https://m.heise.de/ct/ausgabe/2015-17-Editorial-Nichts-zu-verbergen-2755486.html

      • Pamela

        Oh, das ist das wahrste und traurigste Beispiel – wenn man nur wegen seiner Herkunft und Religion zum rechtlosen Freiwild wird. Nur die Herkunft lässt sich heute eh nicht mehr verbergen, wenn man sich allerorts digital registriert hat.

        Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass so etwas noch mal in Europa passieren wird (in anderen Gebieten dieser Welt findet es aber noch statt).Ein komplett dämliches Volk hinter einem geisteskranken Führer ? (Istanbul liegt nicht in Europa 😉 )

        Es gibt Daten und Daten.
        Ob und was ich mir beim Onlinehändler bestelle oder ob ich doofe Selfies in Facebook sammeln muss – ich meine, das ist für niemanden interessant.
        Aber wenn aufmüpfig bin, Petitionen von Bürgerrechtsbewegungen unterzeichne, mich an Sammelklagen gegen Konzerne und ihre Machenschaften beteilige oder in Foren kritische, politische Meinungen äußere – weiß ich dann schon, dass es bei Verlust meines verfassungsrechtlichen Schutzes ziemlich blöd für mich aussieht (also ich hätte verkackt und müsste machen, dass ich wiedermal wegkomme).

        Beim vernetzten Auto, bestünde ja nur die Gefahr, dass man leicht gefunden würde. Spätestens dann muss man alles abschalten können oder es stehen lassen.

        • Melone

          Es ist natürlich ein krasses Beispiel. Ich glaube auch nicht daran, dass so etwas hier nochmal passiert, aber die Türkei zeigt ja, wie schnell es manchmal gehen kann (oder das Beispiel USA oder Polen oder Russland). Es braucht ein paar ungünstige Ereignisse – Wirtschaftskrisen, Kriege, Naturkatastrophen etc., und plötzlich brechen selbst bis dahin stabile Systeme zusammen. Das geschieht nur meistens schleichend. Sebastian Haffner hat eine gute Analyse zu Hitler geschrieben, die auch ziemlich gut charakterisiert, was damals alles schiefgelaufen ist. Das Volk muss gar nicht mal dämlich oder hochgradig verzweifelt sein, manchmal scheitert es an der Inkompetenz Einzelner. Vor allem aber nimmt man Entwicklungen wie damals meistens erst dann wahr, wenn es schon zu spät ist – Bedingt durch Propaganda oder dadurch, dass es wie bei Hitler am Anfang tatsächlich besser als vorher läuft.

          Oder es läuft über die Einflussnahme anderer Länder. Manche landen einfach aus Pech oder Willkür auf irgendwelchen No-Fly-Listen der USA. Und plötzlich kann man mit niemandem mehr Verträge abschließen und findet keinen Job mehr, weil jeder Angst hat, mit deinem Namen irgendwo aufzutauchen. Alles schon geschehen. Damit werden ganz einfach Existenten vernichtet und es gibt dann praktisch keine Möglichkeit, etwas dagegen zu tun.

          Und mitunter lassen sich aus Daten auch Schlüsse ziehen, an die vorher niemand gedacht hat. Was hört man denn so für Radiosender? Über was unterhält man sich im Auto? Fährt man ruhig oder aggressiv? „Aha, ein offensiver Fahrer. Erhöhen wir ihm mal die Versicherungsbeiträge.“ Oder ein Auto, was jeden Geschwindigkeits- oder Verkehrsverstoß gleich an die Behörden melden muss. Man muss ja nicht gleich eingesperrt werden. Als Unternehmen kann man da auch meistens wenig gegen tun, siehe NSA.

          Man darf sich von solchen Szenarien natürlich nicht einschüchtern lassen. Aber es ist immer auch ein guter Denkanstoß, ob man es potenziellen Übeltätern allzu leicht machen muss und ob eine Saftpresse nicht auch ohne Internetanschluss eigentlich ganz gut funktioniert.

          • Fritz!

            Aber zu dem Thema Dikaturen/Demokratie/Überwachunsstaat gibtes auch nochweitere Ideen. Ich war vor ein paar Jahren mal auf einem ScineFiction Kongreß in Kiel (oder wars Lübeck?) und da hat sich ein Vortrag mit dem Thema SciFi von früher und was dann heute davon eingetreten ist. Sprich, wie gut war die Phantasie der Autoren?

            Das Thema „öffentliches Rauchen“ war in den 30er bis 70er Jahren in der SciFi-Literarur überhaupt kein Thema als Beispiel.

            Viel spannender war aber die Betrachtung eines Überwachungsstaates, der in der SciFi-Literatur eigentlich zwingend mit einer Diktatur einherging (1984 u.a.). Es war unvorstellbar, das ein gesamtes Volk FREIWILLIG in einer Demokratie auf einen Großteil seiner Grundrechte verzichtet, nur um ein bischen mehr an angeblicher Sicherheit zu haben wie es nach 9/11 in den USA passiert ist. Da haben Kinder ihre Eltern angezeigt, weil die sich (zu Recht) kritisch über die Politik/den Präsidenten unterhalten haben. Da wurden Daten abgegeben/gesammelt und es hat sich keiner dran gestört. Da wurden Grundrechte MASSIV beschnitten und (fast) alle fanden es gut, solange es der erhöhung der eignene Sicherheit half.

            Es müssen also noch nicht mal „falsche Leute“ meine Daten in die Hände bekommen, es kann auch sein, daß dieselben Leute, die es gesammelt haben (mit einer guten Begründung) auf einmal afugrund einer naderen Gesellschaftslage diese Daten nun gegen mich verwenden. In Amsterdam waren es die bösen nazis von außerhalb, die die Daten „mißbraucht“ haben. In den USA waren es die eigenen Leute, die dies getan haben.

            Datensparsamkeit ist und bleibt eine wichtige Forderung!

          • Pamela

            @disqus_RyKtOPbtm5:disqus und Fritz!
            Alles wahr. Klar, wenns es hart käme, nehmen sie Dir nicht nur Dein Konto sondern gleich Deine Identität, gruselig ! Aber diese Daten, die das ermöglichen, haben wir doch alle schon preisgegeben.
            Die Frage ist, warum würde eine neue Macht das mit Dir tun. Doch nur, wenn Du Dich vorher öffentlich zu kritisch geäußert hast, es – wie bei den amerikanischen Kindern – weiter gegeben würde oder Du gar politisch aktiv warst.

            Ich will nicht mehr in einem Land leben, indem ich meine freie Meinung nicht äußern kann. Dann suche ich mir wieder einen neuen Ort auf der Welt.
            Ansonsten spar ich mir auch Veröffentlichungen von Privatem.
            Bei welchen Daten – außer der Benutzung der Saftpresse – müsste ich dann Eurer Meinung nach aufpassen ?

          • Melone

            Hm, schade, hatte hier eigentlich eine längere Antwort formuliert, aber irgendwie erscheint sie nicht.
            Was ich im Kern antworten möchte: Prinzipiell bei allen. Ob es jetzt Kriminelle, Nachrichtendienste/Staaten, Unternehmen, Einzelpersonen oder andere Institutionen sind, irgendwie findet man aus allen Informationen Wege, sie gegen einen zu verwenden. Und daher bin ich beim Minimalprinzip des deutschen Datenschutzgesetzes – so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Und je sensibler/intimer Daten sind und je schwieriger sich die Erfassung kontrollieren lässt (Kameras, Sprachassistenten), desto vorsichtiger muss man sein. Denn während Zustände wie in der DDR mittlerweile fern scheinen, so gibt es durchaus eine realere Bedrohung durch andere Institutionen (siehe oben), und unter diesem Aspekt kann man ja gewichten. Meine Meinung dazu.