Tesla Motors lässt Akkuspeicher bereits von 330 Haushalten testen, sagt ein Analyst

tesla-akkuspeicher-zuhause-infos

Wir hatten bereits vor zwei Tagen berichtet, dass Tesla Motors eine neue Produktpalette vorstellen will, die jedoch laut Musk kein Auto sein soll. Wir gingen selbst gar soweit, dass wir jegliche Art von Fahrzeug ausgeschlossen haben. Dies ist den ziemlich offensichtlichen Tweets von Elon Musk geschuldet, welcher zudem nur wenige Wochen zuvor von dem baldigen Produktionsbeginn sprach.

Ein weiterer Hinweis des Analysten Trip Chowdhry von Global Equities Research lässt vermuten, dass die kommende Ankündigung tatsächlich eine Vorstellung eines Akkuspeichers für Zuhause sein wird. Wenn die Informationen des Analysten nämlich korrekt sind, testen bereits 330 Haushalte einen solchen Speicher von Tesla Motors, von denen der Analyst zwei sogar persönlich kennt.

Aufgrund dessen konnten auch einige erste Informationen gesammelt werden, welche unter anderem aufzeigen, dass Tesla Motors schon länger an einem solchen System arbeitet. Bisher sollen 230 Haushalte in Kalifornien und 100 weitere Haushalte außerhalb des Bundesstaates einen solchen Akkuspeicher installiert haben. Nachfolgend einige Informationen zu den ersten Prototypen.

  • Ein Kunde hat einen solchen Speicher bereits seit eineinhalb Jahren in seiner Garage installiert
  • Der Speicher muss 1,5 Fuß (circa ein halber Meter) über dem Boden installiert werden und sollte zu allen Seiten einen Fuß (circa 30 Zentimeter) Luft haben
  • Der Akkuspeicher macht keine Geräusche, braucht keine Wartung und es läuft keine Flüssigkeit aus
  • Hat bereits den Inverter (Wechselrichter) integriert
  • Der Akkuspeicher sei ungefähr 90 Zentimeter hoch und über 70 Zentimeter breit, schaue zudem auch sehr gut aus
  • Es gab zwei Optionen: Einen 10 kWh-Speicher und einem mit 15 kWh
  • Der Akkuspeicher (10 kWh) dürfte circa 13.000 US-Dollar kosten, wobei es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten geben soll
  • Der befragte Besitzer hat diesen bezahlt, indem er 1.500 US-Dollar angezahlt hat und anschließend 15 US-Dollar monatlich für zehn Jahre zahlt
  • Der Speicher kann beispielsweise über ein iPhone kontrolliert werden und hat eine eigene Webapplikation
  • Der befragte Kunde hat seinen Speicher so eingestellt, dass dieser Solarenergie tankt und wenn der Akku voll ist, wird diese Energie an den Energieanbieter des Kunden ausgeliefert, wodurch die Stromrechnung des Kunden gesenkt wird
  • Auch wird Strom von der Steckdose bezogen, so beispielsweise in der Nacht wenn der Strompreis bei 0,11 US-Dollar liegt. Dieser wird dann tagsüber für 0,43 US-Dollar an den Energieanbieter verkauft. Dadurch macht dieser Kunde zwischen 10 und 12 US-Dollar im Monat.
  • Der Akkuspeicher kann auch von einem Generator aufgeladen werden, sodass man nicht vom Stromnetz abhängig ist
  • Bisher gab es bei diesem Kunden keinerlei Probleme mit dem Akkuspeicher. Zudem erhielt er monatlich mehrere Over-the-Air-Updates für seinen Akku

Der Analyst glaubt zudem, dass unter anderem auch Google einige solcher Speicher in seinen Gebäuden haben soll. Zudem vermutet er, dass die Speicher für kommerzielle Zwecke bis zu 400 kWh aufweisen könnten. Bisher ist keine von den genannten Informationen von Tesla Motors bestätigt, sodass man wohl auf die offizielle Ankündigung am 30. April warten muss.

  • notting

    Wäre interessant zu wissen, ob auch vorgesehen ist Akkus da reinzustecken, die man selbst z. B. in seinen Tesla-Fahrzeugen soweit runtergeritten hat, dass die Reichweite zu niedrig wurde.

    Außerdem klingt „Der befragte Kunde hat seinen Speicher so eingestellt, dass dieser Solarenergie tankt und wenn der Akku voll ist, wird diese Energie an den Energieanbieter des Kunden ausgeliefert, wodurch die Stromrechnung des Kunden gesenkt wird“ etwas komisch. Der Idealfall ist ja, dass man die Sonnenenergie direkt nutzt, weil so ein Akku bringt auch gewisse Verluste mit sich. Ergo ist es nicht sinnvoll, nicht primär seine eigene Sonnenenergie direkt zu nutzen, sondern den Akku zu laden und dabei gleichzeitig Strom aus dem Stromnetz zu beziehen. Sinnvoll wäre, dass der Akku nur mit _überschüssiger_ Sonnenenergie geladen wird, um sie auch eben z. B. in der Nacht zu nutzen (inkl. der entspr. Verluste).

    notting

  • roflmao

    •Der Akkuspeicher (10 kWh) dürfte circa 13.000 US-Dollar kosten, wobei es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten geben soll
    •Der befragte Besitzer hat diesen bezahlt, indem er 1.500 US-Dollar angezahlt hat und anschließend 15 US-Dollar monatlich für zehn Jahre zahlt

    1500+15*12*10=3300 USD

    • TK

      In diesem Fall hieß es, dass der Akkuspeicher anschließend wieder abgeholt wird und nicht beim Besitzer bleibt. Ich denke da gibt es völlig unterschiedliche Finanzierungsmodelle, wobei sich der Besitzer nicht an die jeweiligen Optionen erinnern konnte. Zudem gab es von seinem Energieanbieter eine Art Subvention, die bis zu 50 Prozent des Kaufpreises ausmachen soll. War ein wenig undurchsichtig im Artikel selbst.

  • Also nachts vom Netz nachzuladen und tags zu nutzen macht gar kein Sinn. Ein Speicher soll ja auch gewisse Peaklasten im Netz der erneuerbaren wegsteuern. Die Kostenrechnung ist ebenso unschlüssig.