Tesla Motors zeigt mit Bildern und Videos die Aufrüstung der Produktionsstätte

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Im Juli dieses Jahres pausierte Tesla Motors die Produktionsstätte in Fremont, Kalifornien, um diese den Bedürfnissen nach zu modernisieren und aufzurüsten. Dazu benötigte der kalifornische Autohersteller laut eigenen Angaben 65.000 Arbeitsstunden, 342 Mitarbeiter, 72 Meilen an Ethernet-Kabel (über 115 Kilometer) und über 45.000 Liter Farbe.

Die neue Produktionsstraße kostete rund 100 Millionen US-Dollar und brachte neben 50 Tonnen Recyclingmaterial auch eine Meile (ca. 1,6 km) an zusätzlicher Produktionsstraße, welche laut Tesla Motors erstmal mit 200.000 Quadratmetern Epoxidharz begoßen werden musste. Zu der gesamten Umgestaltung veröffentlichte man ein auch Video, welches dies gut darstellt.

Durch die Aufrüstung soll es jetzt möglich sein, statt zuvor 800 Fahrzeuge die Woche, mittlerweile 1.000 Model S je Woche zu schaffen. Zusätzlich dazu, kann man nun gleichzeitig mit der Produktion des Model X starten, wenn diese denn beginnt. Ein großer Kostenfaktor waren die zehn neuen Roboter, die zu den weltgrößten ihrer Art zählen und ganze Fahrzeuge heben können.

Diese Roboter sind zudem in der Lage, die hunderte Kilo schweren Akkus in das Fahrzeug einzubauen, und dabei statt bisher vier Minuten nun lediglich zwei zu brauchen. Tesla Motors findet, dass diese Roboter damit Superhelden-Aufgaben erfüllen und entsprechend gab man ihnen auch Namen einiger Charaktere aus dem X-Men-Universum (u.a. Xavier, Iceman und Wolverine).

Für den relativ neuen Allradantrieb und Doppelmotor hat Tesla Motors einen zusätzlichen Bereich eingerichtet, welcher in Zukunft auch erweitert werden kann, ohne die anderen Produktionsprozesse wesentlich zu behindern. Sollte hier also ein signifikanter Anstieg an Bestellungen eingehen, so kann man die Produktion für diese Art von Antrieb mühelos erhöhen.

Damit die Produktionsstätte nicht ganz so trist wirkt und vor allem auch die Umwelt zusätzlich geschont wird, hat Tesla Motors auf dem Fabrikdach Fenster einbauen lassen und die bisherigen Leuchtstoffröhren durch LED-Leuchtmittel ersetzt. Zudem wurden die grauen Wände weiß gestrichen und auch Kletterpflanzen, die nach oben wachsen können, haben ihren Platz gefunden.

Durch neue Schweißgeräte wurde die Dauer des Produktionsablaufs um fünf bis zehn Prozent verbessert und auch im Bereich des Antriebsstrangs ist man mit neuen Robotern in der Lage, statt bisher 800.000 Akkuzellen, nun eine Million zu verarbeiten. Der Transport ins Ausland soll nun mittels 24 zusätzlich installierter Ladetore ebenfalls schneller vonstatten gehen.

Um die Produktionsstätte ein wenig künstlerisch zu gestalten, beauftragte Tesla Motors einen Künstler den Produktionsprozess des Model S im Comic-Stil zu illustrieren. Die fertige Illustration wurde anschließend auf Glas gedruckt und für mehrere Trennwände neben den Robotern genutzt. Zusätzlich dazu errichtete man eine Foto-Wand, welche die 54-jährige Geschichte der Fabrik zeigt.