Tesla Motors will die Nachfrage zum Model X selbst steuern, um lange Wartezeiten zu vermeiden

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Das Tesla Model X ist für viele das langersehnte voll-elektrische SUV und bereits jetzt gibt es über 18.000 Reservierungen weltweit, obwohl die Auslieferung laut Tesla Motors erst im nächsten Jahr beginnt. Das Interesse der Kunden scheint hoch zu sein, aber dies bedeutet scheinbar nicht, dass auch Tesla Motors zur aktuellen Zeit alle Interessenten befriedigen möchte.

Während der Veröffentlichung des Aktionärsbriefs zum 2. Quartal 2014 erklärte Elon Musk dem JPMorgan-Mitarbeiter, Ryan Brinkman, dass man aktuell gar die Kaufinteressenten vom Model X wegzulenken versucht. Dies soll vor allem dazu dienen, dass potenzielle Kunden nicht aufgrund einer zu hohen Nachfrage, sehr lange Wartezeiten auf sich nehmen müssen.

„Es gibt keine Fahrzeuge für eine Testfahrt. Es gibt keine Informationen über dieses Fahrzeug in unseren Geschäften, da wir lediglich das Model S verkaufen. Genau genommen, wenn jemand zu uns kommt und das Model X reservieren möchte, versuchen wir denjenigen dazu zu bewegen, sich eher für das Model S zu entscheiden“, heißt es laut Elon Musk.

Verständlicherweise ist es für Tesla Motors aktuell besser ein Fahrzeug zu verkaufen, welches direkt einen Erlös von mindestens 70.000 US-Dollar erzielt, als eine Reserverungspauschale von 5.000 US-Dollar einzunehmen, wobei der restliche Erlös erst im nächsten Jahr erzielt wird. Dennoch soll auch die Nachfrage dadurch vom Unternehmen nach Belieben gesteuert werden.

„Wir können die Nachfrage selbstständig in die Höhe treiben. Wenn wir es jedoch übertreiben, dann werden sich die Leute über zu hohe Wartezeiten aufregen. Als ich in China war, gab es nur eine Sache, welche bei den Kunden für Unzufriedenheit sorgte: Die lange Wartezeit. Deshalb sollten wir in diesem Fall die Nachfrage nicht unnötig in die Höhe treiben“, fügte Musk hinzu.