Tesla Motors veröffentlicht Firmware v7.1

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Tesla Motors hat am Freitag begonnen die Firmware v7.1 auszurollen, die unter anderem den Musik-Streamingdienst Spotify in alle Tesla-Fahrzeuge integriert. Zusätzlich dazu wurden die Autopilot-Funktionen erweitert und andere bereits integrierte Funktionen verbessert. Das rechtwinkelige Einparken und die HomeLink Öffnungs- und Schließfunktion sind ebenso wichtige Neuerungen.

Laut der Release Note zum Update 7.1 (2.9.154) gibt es Verbesserungen am Autopiloten, beim Autoparken, erweiterte Autopilot-Anzeige, optimierter Abstandsgeschwindigkeitsregler, den neuen Radio-Streamingdienst Spotify, HomeLink-Funktionen, Verbesserung der Fahrzeugverriegelung, Automatische Helligkeitseinstellung, verbesserter Trip-Planer und weitere kleinere Verbesserungen.

Neue Sicherheitsmaßnahme beim Autopiloten

Tesla Motors hat mit dem Update auf die Firmware v7.1 dem Autopiloten neue Restriktionen verpasst. So kann der Lenkassistent bei Wohngebieten und bei Straßen ohne Mittelstreifen nur begrenzt eingesetzt werden. Wird der Autopilot an einem solchen Straßenabschnitt eingesetzt, wird die Fahrgeschwindigkeit um 10 km/h unter der zulässigen Geschwindigkeit gedrosselt.

Nachtrag (12.01.16): Ein Nutzer hat uns in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass diese Information in deutsch fehlerhaft übermittelt worden sei. Wie die Restriktion tatsächlich ablaufe, schildert er in seinem Kommentar.

Rechtwinkeliges Einparken

Während das Model S zuvor lediglich parallel einparken konnte, ist es mit dem neuesten Update nun möglich auch rechtwinkelig automatisch einzuparken. Dafür muss man an einer entsprechenden Lücke vorbeifahren, bis auf der Instrumententafel ein „P“ angezeigt wird. Der Rest verläuft wie beim parallelen Einparken. Hinweis: Rechtwinkelig wird automatisch stehts rückwärts eingeparkt.

Erweiterte Autopilot-Anzeige und Spotify

Einige der Neuerungen waren bereits im Vorfeld bekannt, so beispielsweise dass der bisherige Musik-Streamingdienst Rdio von Spotify abgelöst wird. Auch haben wir Anfang Dezember darüber berichtet, dass auf der neuen Instrumententafel ab sofort nicht nur andere Fahrzeuge erkannt werden, sondern auch die entsprechenden Fahrzeugtypen (LKW, Motorrad, Kfz) visualisiert werden.

HomeLink – Automatisches Öffnen und Schließen des Garagentors

Hat man die Funktion „HomeLink“ im Model S in Verwendung, kann man ab sofort auch eine automatische Öffnungs- und Schließfunktion aktivieren. Mit dieser Funktion ist es dann möglich, das Garagentor automatisch zu öffnen und zu schließen. In den Vereinigten Staaten kann das Model S zudem dank dieser neuen Funktion allein in die Garage automatisch ein- oder ausfahren.

Verbesserung der Fahrzeugverriegelung

Mit der neuesten Firmware wurde dem Fahrer mehr Kontrolle über das Entriegelungsverhalten des Model S gewährt. So entriegelt der neue „Fahrer-Modus“ ausschließlich die Fahrertür und dies nur dann, wenn man den Schlüssel zweimal drückt und sich dem Fahrzeug nähert. Drückt man den Schlüssel dann erneut zweimal, werden auch die restlichen Türen entriegelt.

Automatische Helligkeitsanpassung des Displays

Obwohl man das Display bisher auch manuell in der Helligkeit anpassen konnte, haben sich zahlreiche Model S-Fahrer eine automatische Helligkeitsanpassung gewünscht. Diese ist nun mit der Firmware v7.1 hinzugefügt worden und nutzt die Lichtsensoren des Model S, um die Helligkeit des Displays an die Umgebung anzupassen, ohne dass der Fahrer das manuell vornehmen muss.

Verbesserung bei der Routenführung

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Verbesserung der Routenführung. Zum einen erkennt man jetzt auf der Karte solche Supercharger, die aktuell außer Betrieb sind. Zum anderen wurde die Logik des Trip Planers etwas verbessert, sodass dieser seltener Stopps bei Superchargern vorschlägt, um 5 Minuten zu laden oder Laderouten wählt, die von der eigentlichen Route stark abweichen.

Bilder vom User StromAir aus dem TFF-Forum.

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8 Kommentare zu “Tesla Motors veröffentlicht Firmware v7.1

  1. Die Restriktion bzgl. des Autopiloten wurde in der deutschen Übersetzung fehlerhaft veröffentlicht. Es soll nicht heißen
    „… um 10 km/h unter der zulässigen Geschwindigkeit gedrosselt.“, sondern
    „… auf die zulässige Geschwindigkeit gedrosselt zzgl. der selbst eingestellten Toleranz, die max. 10 km/h betragen kann.“
    Der Autopilot weigert sich also lediglich auf einzelnen Straßen, schneller als zulässig zu fahren bzw. max. 10 km/h oberhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, sofern man diese maximale Toleranz so eingestellt hat. Diese Beschränkung halte ich für automatisiertes Fahren auch für sinnvoll. Man wird dadurch nicht zum Verkehrshindernis.
    Ich fahre selbst seit Jahren Model S und habe die Funktion seit Erhalt der 7.1 am Samstag ausgiebig getestet und bzgl. dieses falsch übersetzten Punktes überprüft.

  2. Nichts gegen neue Features einzuwenden, es ist ja mittlerweile normal, das Fahrzeuge mit 25 Millionen Zeilen Code rumfahren. Ich hoffe nur das Elon seine Coder so gut in Griff hat, das sie Module auch wegwerfen können, und nicht nach den Motto:“Och…, dat könne ma irgendwann nochma jebrauchen!“. Ich habe schon ganze Steuerungsprogramme ins Nirwarna geschickt, die ergänzt werden sollten, lieber neuschreiben, damit man ein sauberes EPA hat(Eingabe durch Sensorik, Processing der Eingabewerte, danach saubere Ausgabe an die Akteure), spart Speicher, und macht Programm schneller.
    Die beiden TEGRA´s kommen jetzt auch langsam in die Jahre, noch ackern die beiden gut, bloß das Ende der Fahnenstange wird sichtbar, vorallendingen wenn mit den Autopilot noch mehr in tiefere Ebenen gegangen wird. Belassen wir es mal bei den einen Aspekt, Hardwaretechnisch wird sich für die Zukunft was ändern müssen.

    • Ich habe nun auf Ihren Kommentar verwiesen 🙂 Gestern habe ich nur den Rechtschreibfehler ausgebessert, da dies problemlos über das Smartphone geht. Ganze Texte zu ergänzen ist etwas aufwendiger am Smartphone, bzw. mache ich lieber am PC.

  3. In D-Land wird das aber nicht wirklich autonom laufen oder?
    Beide Hände am Lenkrad sind Pflicht und ein „alive-check“ müsste ja auch ständig aktiv sein.
    Das könnte dann eh noch ein behördlicher Spießroutenlauf werden.

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