Tesla will vollausgestattete P100D-Modelle als Ersatzwagen in allen Service Centern anbieten

Im kürzlich stattgefundenen Conference Call zum letzten Quartalsbericht fragte ein Analyst, warum der Lagerbestand an fertig produzierten Fahrzeugen gestiegen sei. Teslas Verantwortlicher für den weltweiten Absatz, John McNeill, erklärte (via Electrek), dass man kürzlich circa 1.000 Model X für Probefahrten in die Unternehmensflotte aufgenommen hat, was diesen Umstand erklärt.

Tesla-CEO Elon Musk sagte weiter, dass man auch die Flotte an Ersatzwagen in den kommenden Monaten erhöhen wird und diese ausschließlich aus vollausgestatteten P100D Model S und Model X bestehen werden. „Wenn man beispielsweise ein Model X hat, welches zum Service gebracht wird, dann erhält man ein vollausgestattetes P100D Ludicrous Model X als Ersatzwagen“, sagte Musk.

Musk glaubt, dass Kunden dadurch möglicherweise sogar hoffen, dass der Service länger dauert, da man in der Zeit das jeweilige Topmodell des Fahrzeugs fahren kann. Das verbessert sicherlich die Kundenzufriedenheit und ist zugleich eine gute Verkaufsstrategie, da man dem Kunden in vielen Fällen ein Fahrzeug mit mehr Ausstattung und Leistung als sein eigenes Fahrzeug anbietet.

Laut McNeill möchte Tesla die Anzahl der Ersatzwagen proportional zu den ausgelieferten Kundenfahrzeugen pro Quartal wachsen lassen. Die circa 1.000 Model X, die für Probefahrten genutzt werden sollen, waren hingegen eine einmalige Ergänzung, da Tesla diese Fahrzeuge oftmals mit neuen austauscht, während die Ersatzwagenflotte stets vergrößert wird.

  • Richard Müller

    Sinnvoll!

  • Nelkenduft / AHF

    Finde ich auch gut, das tröstet etwas über den sinnlosen Lebenszeitverlust hinweg!

  • Jens B. H.

    Auch hier muss ich sagen: Tesla hat verstanden!
    Volkswagen hat auch hier meine Geduld einmal zu oft strapaziert. Für meinen Passat bekam ich als Ersatz erst nach mehrmaligem rummeckern dann einen Audi A3. Selbstverständlich nur das Basis Modell wobei der Passat eher Top end ist. Den Vogel abgeschossen haben die aber als die uns für den Sharan nur einen Up zu Verfügung getellt haben.
    Wohlgemerkt brauchen wir den Passat da in unserem Haushalt 3 Erwachsene und3 Kinder leben. Der Sharan war dort wegen der versuchten Behebung des Abgasbetruges und zur Inspektion. Ab diesem Tag war ich mir zu 100% sicher das VW es nicht schaffen wird. Wer seine Kunden dermaßen vereppelt hat es nicht nur, nicht verstanden worauf es heutzutage ankommt, sondern es auch ganz nachhaltig nicht vedient.
    Für Tesla ein leichtes Spiel das besser zu machen!

    • Fritz!

      Da muß man aber zur Ehrenrettung vom VW-Händler einwerfen, daß VW nun mal ein größeres Angebot an verschiedenen Autos hat, bei Tesla ist das mit 2 annährnd gleich großen Luxus-Limousinen leichter.

      Andersherum bekomme ich bei meinen Toyota-Händler (wenn ich will), immer ein vergleichbares Auto (außer ich will mal einen kleinen haben), oft auch aus dem Pool der Vorführwagen. Da kannste dann auch mal für 2 Tage mit einem Lexus nach Hause kommen, auch gut gemacht.

      • Jossele

        Als ehemaliger VW-Werkstättenbesitzer in AT darf ich auch noch einwerfen, dass die Ersatzwägen die wir zu Verfügung gestellt haben von uns selbst bezahlt werden mussten und der Wiederverkaufswert war weit unter dem, was man selbst dafür dem Werk gelöhnt hat. Und verlang mal einigermaßen angemessene Leihtarife von Euc.. ähh den Kunden 😉 Aber wenigstens der Konzern macht ordentliche Gewinne. Was bin ich froh, von diesem Verein weggekommen zu sein!!

  • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

    Bravo TESLA! Wenn ich mein Fahrzeug beim Service habe, möchte ich schließlich keinen Verbrenner als Ersatzfahrzeug bekommen!

    Und bitte gleich meine Anregung vom letzten Jahr an EM weitergeben: Unbedingt die Zusammenarbeit mit ausgesuchten -handverlesenen- Autovermietern (in ZUSAMMENARBEIT mit den Servicecentern) weltweit PROFESSIONELL ausbauen.

    Zum einen möchte ich keinen Dieselstinker als (Unfall-)ersatzfahrzeug bekommen. Zum anderen werden viele, die keine ausdrückliche Probefahrt beim Händler (TESLA-Store) machen möchten, weil sie

    a, nicht in die „Fänge“ eines Autoverkäufers geraten wollen,
    b, zunächst einmal keinen Namen/Adresse von sich bekannt geben möchten und schließlich
    c, Berührungsängste haben -die bei einem Dritten eher nicht vorhanden sind,

    eher mal einen Leihwagen für ein Wochenende oder ein paar Tage ausprobieren.

    Das wird den Bekanntheisgrad und insbesondere die Verkäufe mittelfristig spürbar steigern. Leihwagenfirmen werden seit Jahrzehnten vom klassischen Autohandel und auch den Autokonzernen als weiterer Vetriebskanal gesehen und intensiv genutzt – und das nicht umsonst! – Klar, man kann alles übertreiben. Aber RICHTIG gemanaged, bekommt man auf diese Weise potenzielle Kunden in sein Modell, die nie im Sinn hatten, solch eines Probezufahren.

    In den vergangenen 2 Jahren war ich übrigens mehrmals in den USA. Selbst in der Heimat von TESLA, in CA – u.a. Mountain View, San Francisco oder Los Angeles konnte ich als TESLA-Eigentümer nirgends mein geliebtes Model S mieten und musste mich mit Verbrennern „abspeisen“ lassen.

  • Kai Otten

    Ist euch eigentlich auch mal aufgefallen, dass es extrem schwierig ist einen Tesla bei einer der großen Autovermietungen zu bekommen? Ob da wohl auch die alteingesessenen Hersteller ihre Finger im Spiel haben?