Tesla veröffentlicht neues Update für die „Summon“-Funktion (Herbeirufen)

Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass ein Tesla-Kunde aus den Vereinigten Staaten einen Unfall meldete, bei dem sein Model S selbstständig gegen einen Anhänger gefahren sein soll. Das Kuriose dabei: Er soll weder im Fahrzeug noch in direkter Näher davon gewesen sein. Außerdem soll das Model S erst Minuten nachdem der Fahrer das Auto verlassen hat losgefahren sein.

Tesla hat die Anschuldigung, dass sich das Fahrzeug durch einen Fehler selbstständig gemacht habe, durch die Auswertung der Logdatei von sich abgewendet. Es hieße, der Fahrer hat vor dem Aussteigen aus dem Fahrzeug die „Summon“-Funktion (Herbeirufen) aktiviert, weshalb das Fahrzeug den entsprechenden Vorgang durchführte. Zuvor hat der Fahrer eben jene Funktion bestätigt und wurde auch durch einen Signalton auf die Aktivierung aufmerksam gemacht.

Tesla sieht also die Schuld beim Kunden und im Gegensatz zu diesem verfügt man über eine Logdatei, die Teslas These untermauert. Dennoch gab es jetzt ein neues Update, welches lediglich eine Neuerung einführt: Wenn die Funktion Herbeirufen aktiviert ist, dann muss man ab sofort die Fahrtrichtung wählen, in die sich das Fahrzeug bewegen soll, nachdem der Fahrer es verlassen hat.

Ob dieser Fall die Ursache war, dass Tesla das neue Update veröffentlicht hat, ist unklar. Gegenüber dem Branchendienst Electrek konnte ein Tesla-Pressesprecher keinen Zusammenhang bestätigen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Tesla durch das neue Update nie wieder um einen solchen Vorfall kümmern muss.

summon-update-fahrtrichtung

Information zum neuen Update (Bild: Reddit-Nutzer mikeash)

  • eCar-Fan

    Ich halte die Beschuldigung des amerikanischen Kunden für Blödsinn. Schon seit Erscheinen der Funktion Summon musste nicht nur die Richtung auf dem Smartphone durch Drücken des Softbuttons gewählt werden; vielmehr musste diese auch gehalten werden. Und zwar permanent! Mein Model S ist NUR dann und solange die Taste gedrückt blieb, zentimeterweise vorwärts oder rückwärts gekrochen. Sobald der Button losgelassen wird, stoppt das Fahrzeug- nach spätestens 10 cm!!! Das war seit Beginn und ist immer noch so. Wer also mit dem Finger drauf bleibt und zusieht, wie sein Auto irgendwo aufrollt ist selber schuld! Und dann auch noch solch eine Behauptung anzustellen, ist purer Blödsinn. Noch dazu „von selbst“! Aber vielleicht war es ja ein Wunder 😉

    • PeterW

      Das mit dem Summon scheint in USA anders zu sein und wer weiss was da wirklich passiert ist.
      Eine Frechheit finde ich, dass die orwellschen Logs nichtmal vom Kunden selbst einsehbar sind. Das wird in Deutschland sicher noch rechtliche Folgen haben dieser Überwachungseifer und ist was mir an Tesla gar nicht gefällt.

    • CHossa

      Nun, das mag für unser europäisches Modell stimmen. In den USA besteht auch die Möglichkeit das Summon mit 2-maligen Druck auf den Parkhebel zu aktivieren. Dieses fährt dann selbstständig in den Parkplatz.

  • Dr.M.

    Das mit dem Sammeln und Speichern der Daten durch Tesla wird ganz sicher noch ein spannendes Thema werden – ganz besonders, wenn das in den USA passiert. Allein schon die erforderliche Datenschutzerklärung dürfte interessant zu lesen sein. Hat jemand schonmal so ein Ding gelesen oder dem zugestimmt? Müsste ja am Bildschirm oder bei Auslieferung des Fahrzeugs passiert sein…

    • FVK

      Die CEO von Google und WhatsApp sowie Microsoft und die Mozilla Stiftung haben damals Apple im Falle der Handydaten eines Verbrechers unterstützt, keine Daten an Behörden (FBI) weiter zu geben ohne richterlichen Beschluss.
      Microsoft hat, nach einem solchen, die Daten deutscher Kunden auf Telekom-Cloud Servern in Deutschland gespeichert damit diese trotzdem nicht frei gegeben werden….
      Ich denke das auch EM es unterstützt, Daten weltweiter TESLA Kunden nicht weiterzugeben.

  • Heinz Wagner

    Fakt ist doch, dass Tesla darauf kurzfristig reagiert hat und mit dem Update der Vorfall in Zukunft ausgeschlossen werden kann. Es ist am Fahrzeug ein Schaden entstanden. Nunmehr ist es die Angelegenheit zwischen dem Fahrzeugbesitzer und Tesla sich zu einigen bzw. rechtliche Schritte (Besitzer) einzuleiten.

    • Hääääääää

      „Fakt ist doch, dass Tesla darauf kurzfristig reagiert hat
      und mit dem Update der Vorfall in Zukunft ausgeschlossen
      werden kann.“

      Ein Unfall ist nie auszuschließen, was man ausschließen kann
      ist das diese Funktion einen Sinn hat, außer zum Angeben.

      Bis ich da des geschie( piiiieeeeep )ne Wischwaschihandy
      in die Hand nehme, mich in Wind, Schnee, Regen oder prallen
      Sonnenschein in die Landschaft stelle und dann bei
      Schrittgeschwindigkeit da im Freien rumdrücke bis ich mein
      Luxusmodell da der Öffentlichkeit vorgeführt, hät ich das
      Ding in einen Bruchteil der Zeit wie bisher ausgeparkt.

      Aber des könnte man(n) mit einen VW Käfer oder Trabi auch,
      wo also wäre da der Sinn soviel Geld auszugeben

      • WdKsnLjaS

        @Hääääääää
        „Ein Unfall ist nie auszuschließen, was man ausschließen kann
        ist das diese Funktion einen Sinn hat, außer zum Angeben.“

        Ich habe mir so eine Funktion bereits schon mehrmals für mein Fahrzeug gewünscht. Es gibt nämlich Situationen in denen andere Verkehrsteilnehmer leider nicht wirklich mitdenken oder es ihnen einfach sch*** egal ist welche Auswirkung ihr Parken auf andere hat.

        Gestern dachte ich noch: „Kein Kommentar, lohnt nicht.“

        Heute bin ich dann über folgendes gestolpert:
        https://tff-forum.de/viewtopic.php?f=11&t=3374&start=1570#p257172

        Ich stehe also nicht alleine da. Diese Funktion kann also schon sinnvoll eingesetzt weden.

        Aber lass Dich jetzt nicht entmutigen hier Artikel zu kommentieren. Denn Deine Kommentare sind mir besonders wichtig!

        (WdKsnLjaS = Wegen dummen Kommentar statt nur Leser jetzt auch Schreiber)

  • McGybrush

    Daten sammelt jeder. Es ist jetzt nur zu bewerten ob Tesla da mal eben einsehen darf oder nicht. Das es diese Log Dateien gibt das ist seit der Erfindung des PC eh vorhanden. Ohne gehts halt nicht. Aber jeder der Whatsapp, iTunes, google… AGB abnickt brauch jetzt nicht bei Tesla wegen datenschutz anfangen. Bei Whatsapp nicken Leute ohne meine Einwilligung ab das sie meine Daten von deren Handy bekommen. Das ist viel schlimmer zu bewerten. Von jedem einzelnen der Whatsapp hat. (Bei vielen anderen Diensten ganz ähnlich).

  • Alex

    Liebe Tesla Freude, seit einer Zeit lese ich hier die News und bin begeistert über das Auto. Ich mache mir nun den Gedanken, solch ein Auto zu kaufen, aber das sofortige „JA“ kann ich mir bezüglich den Preisen nicht sofort geben. Da habe ich mich jetzt bei der Konkurrenzen umgeschaut, was die so anbieten. Leider gibt es kein 4×4 Fahrzeug mit dem Elektroantrieb, ausser bei Tesla. Ich möchte euch fragen, was der Ausschlag gewesen ist, eines zu fahren.. Ein Model 3 kommt für mich zu spät, denn ich brauche eines ab kommendem Jahr.
    Ich freue mich auf eure Inputs..