Tesla wirbt für Model S als Firmenwagen

Tesla wirbt seit Kurzem auf der eigenen Internetseite mit dem Model S als „perfekten Firmenwagen“. Die eigens erstellte Informationsseite soll aufzeigen, welche Vorteile das Tesla Model S als Firmenwagen vorweisen kann, sowohl für den Fahrer als auch für das Unternehmen. Zudem kann man sich auf der Seite die Kraftstoffersparnis direkt ausrechnen lassen.

Folgende Vorteile bietet ein Model S als Firmenwagen:

Tesla nennt unter anderem eine Reichweite (NEFZ) von 632 Kilometern. Diese Reichweite erreicht zurzeit nur das Model S 100D, welches jedoch mindestens 106.720 Euro kostet. Laut dem Firmenwagenmonitor 2016 (PDF) liegt der durchschnittliche Bruttolistenpreis von Firmenwagen selbst bei Führungskräften bei 49.207 Euro. Sogar bei Konzernen mit mehr als 20.000 Mitarbeitern liegt der maximale durchschnittliche Firmenwagenpreis von Führungskräften bei rund 55.000 Euro.

Daraus wird deutlich, dass Tesla mit dem Model S nur einen sehr geringen Anteil an Firmenkunden anspricht. Selbst das Model S 60, welches demnächst nicht mehr angeboten wird, kostet mindestens 69.019 Euro. Interessanter könnte das Tesla Model 3 werden, welches im Preissegment des 3er BMW und Audi A4 liegen wird. Dafür muss man jedoch mit weniger Reichweite auskommen.

  • Richard Müller

    Naja..selbst bei gleichem Preis sehe ich besonders für Außendienstmitarbeiter beträchtliche Nachteile. So fortschrittlich Tesla auch sein mag, an der Ladesäule möchten die Mitarbeiter keine halbe Stunde warten müssen. Da muss die Ladezeit sich noch um einiges verkürzen. Aber da ist ja Tesla auch dran soweit ich mitbekommen habe.

    • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

      Eine „Wartezeit“ hängt nur von eigenen Zeitmanagement ab. Wir verbinden
      die Ladezeit auf langen Strecken stets mit einem Mittag- oder
      Abendessen. Das geht ganz einfach: Auto über Nacht voll geladen (Model S
      85D = Reichweite bei zügiger Fahrt 385 – 410 Km), also vor dem Antritt
      der Reise am nächsten Morgen. Abfahrt gegen 8 Uhr und 400 Km Fahrt bis
      zu einem passenden Supercharger.

      Dann Mittagessen während das Fahrzeug geladen wird (quasi nebenbei). Bis wir bestellt und gegessen haben, ist eh eine Stunde rum. Dann Fortsetzung der Reise mit wieder voll geladenem MS und erneute Fahrt mit 400 Km bis zum Abendessen. Sind 800 Km am Tag genug? Meist sind wir dann schon am Ziel und laden im Hotel über Nacht! 🙂

    • Dieslstinker

      Nja Außendienstmitarbeiter die bei mir zu Besuch sind, stehen meist davor oder/und danach meist noch mindestens eine viertel Stunde bei mir am Parkplatz um, Bestellungen Durchzufunken, Kunden zurückrufen etc.
      Das könnten Sie auch zusammengefasst einmal für eine halbe Stunde an der Ladesäule,
      Außerdem sollten die ja auch einmal Mittagspause machen.

      • Tesla /// likker

        Soweit ich aus der Praxis von ZOE Fahrern gelernt habe, wird bei Kundenbesuchen gerne ein 11kW Anschluss zur Verfügung gestellt, i.d.R. kostenlos. Über Autos und Neuigkeiten spricht jeder Kunde gern.

        • Dieslstinker

          wenn die Außendienstmitarbeiter ein Elektroauto hätten, dürften diese selbstverständlich bei mir mit 11 oder 22 KW laden

          • Kyle Seven

            Also ich fände es schön dreist wenn jemand der mir etwas verkaufen will dann noch bei mir „tanken“ will;

            Wenn dir ladeinfrastruktur vorhanden ist und frei zugänglich dann wäre s gerade noch ok

          • Dieslstinker

            na natürlich kein Staubsaugerverkäufer oder Telkommunikationsanbieter, sondern ein Geschäftspartner bzw. wichtiger Lieferant, da bekomm ich die paar Euro für den Strom locker wieder rein, bzw. würde der sich ja auch nicht schnorren, sondern entweder zum SC fahren oder etwas dafür bieten.

          • PV-Berlin

            Bei B2B Geschäften ganz normal! Dass du eine Idiot bist, ist dein gutes Recht. Ich zahle immer (Essen) wenn ich so viel Zeit in den Geschäftspartner investieren möchte.

          • Kyle Seven

            Kein Grund persönlich zu werden Du Arsch

  • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

    Habe ich da nicht erst neulich von einem Steuerberater gelesen, der 10.000 € an Kraftstoff- und Wartungskosten mit seinem Model S gegenüber seinem früheren AUDI A8 gespart hat? Und der muss es schließlich wissen! Ich denke, dass sich die Kosten während des Betriebs relativieren.

    Und: Auch wenn der Durchschnittspreis eines Dienstwagens deutlich niedriger liegen mag, so gibt es genügend Firmeninhaber, Ärzte, Architekten und andere Topverdiener, die ansonsten eine E-Klasse, S-Klasse oder BMW 7-er, AUDI A8 für über 80 – 90.000 € erwerben. Da kommt es im -meist ohnehin Leasing- nicht auf den einen oder anderen Euro an. Ob 1.400 oder 1.600 € im Monat spielt dann nicht unbedingt die Rolle.

    Das „Problem“ >“Kauf eines Elektroautos“< liegt in Wirklichkeit am mangelnden Wissen über die enorm gute Praxistauglichkeit von TESLA-Fahrzeugen auch im Geschäftsalltag und der oft unsäglichen negativen und leider sogar oft dümmlichen Berichterstattung in den Medien. Auch in einschlägigen Fachmagazinen. Ein TESLA ist schließlich kein "normales" Elektroauto. Und die flächendeckende Versorgung mit Schnellladestationen, über die andere Automobilhersteller noch diskutieren, ist längst REALITÄT! Doch das wissen offensichtlich die allerwenigsten potenziellen Käufer eines TESLA-Firmenwagens. Deshalb warten die meisten erstmal noch ab.

  • Stefan

    Auch der kleinste Tesla ist finanziell ganz weit weg von unserem Limit für Firmenfahrzeuge und das gilt auch für das Model S. Nach Auskunft eines Steuerberaters muss das Finanzamt auch nicht jeden Wagen als Firmenwagen akzeptieren. Für Firmen die einen Bezug zur eMobility haben lässt sich das sicherlich argumentieren, ich kann mir aber nicht vorstellen das z.B. eine Firma wie Würth ihre Aussendienstler mit einem Model S ausstatten.

    Tesla im Fuhrpark erscheint mir erst mit dem Modell 3 realistisch möglich.

    • PV-Berlin

      ??? Steuerberater???

      Das Finanzamt verdient doch prächtig an einem Firmenwagen.

      • Stefan

        Das Finanzamt verdient an zu versteuernden Gewinnen und nicht an Kosten die den Gewinn reduzieren.

        • PV-Berlin

          Dann wird ich mich mal zum Spaß mit der Steuerlichen Betrachtung von Dienstwagen von Personengesellschaften beschäftigen.

          Die 1% Regelung + der Berechnung , der Fahrt zwischen Arbeitsstätte und Wohnort sagt uns was?

          Fährst du einen LKW oder Kran oder ein Schiff kommst du auch nicht darauf, dass dies absetzbare Kosten sind, die du ‚künstlich‘ erzeugst.

          ich bin früher (als Angestellter) 50.000 € bis 100.000 km p.A. gefahren. Logisch nicht mit einem Golf, weil das unzumutbar wäre. Jeder beknackte Abgeordnete des Bundestages fährt mindestens E-Klasse , was zahlen diese Schmarotzer dafür?

          *bei einem 50.000 bis 100.000 € Dienstwagen aus D. kassiert das Finanzamt schon vorab hübsch mit, denn die Staatsquote liegt knapp bei 45% , nur mal so als Gedankenstütze

  • Stimmt, auf den ersten Blick erscheint ein Model S als Firmenwagen unrealistisch.
    Aber wenn man die Betriebskosten mit einrechnet, sieht das schon besser aus.
    Ich fahre derzeit einen BMW 318d Touring als Firmenwagen und hatte mir um die Jahreswende, als TESLA es geschafft hatte, in die 4.000€ Förderung zu kommen, ganz konkret das durchgerechnet.
    Ich hatte Leasingangebote um 1.000€/Monat bei 35.000km/Jahr, was nur unwesentlich höher lag als die akt. Kosten (incl. Betriebskosten).
    Wenn also der Chef mitspielt und ein wenig umweltbewusst denkt, ist das Ganze nicht mehr so abwegig. Natürlich kann es zu Diskussionen kommen, wenn ein Angestellter einen Firmenwagen mit einem Bruttolistenpreis wie der Chef fährt bzw. fast doppelt so hoch wie die anderen Firmenwagen…
    Aber letzten Endes zählen für die Firma hauptsächlich die realen Kosten.
    Woran das „Projekt“ bei mir gescheitert ist:
    Aufgrund der pauschalen Besteuerung (1%/Monat und 0,03%/km vom Brutto-Listenpreis (incl. aller Extras)) wäre für mich persönlich die finanzielle Belastung deutlich höher gewesen.
    Da schafft unser Staat leider viel zu wenig Anreiz (habe ich auch Schäuble und Dobrindt geschrieben; leider ohne Antwort).
    So muss ich wohl leider noch 1…1,5 Jahre Diesel-Stinker fahren, bis mein Model 3 kommt…
    Und den werde ich vermutlich privat finanzieren, wenn sich die steuerliche Situation nicht verbessert.
    Was der Staat hierbei versäumt bzw. verhindert:
    Gerade als Firmenwagen mit Lademöglichkeit am Arbeitsplatz (tagsüber) würde sich die Bilanz aus Stromangebot und Nachfrage deutlich verbessern.
    Die Notwendigkeit, sich für das Laden in der Nacht Speicher in den Keller zu stellen, würde deutlich entschärft.
    Aber nein; da wird lieber beschlossen, dass Wohnhäuser zukünftig über Ladestationen verfügen müssen! Dabei ist das Laden am Tage, wenn zum Teil die Strompreise an der Börse negativ sind, die deutlich bessere Alternative!
    (Habe ich natürlich auch geschrieben…)

    • PV-Berlin

      der maximale Bonus von 10.000 € (Abschlag vom Listenpreis) ist logisch zu gering.
      Ansonsten sprechen Fuhrparkmanager ausschließlich von der monatlichen Rate und den monatlichen Kosten (Budget) .

  • Dejan Stankovic

    Ich bin kein Vertreter aber mit 65.000 km im Jahr komme ich locker an diese Grenze hinaus. Die Ladepausen sind ideal für in Ruhe die Protokolle aufzuschreiben oder telefonieren…oder was warmes essen. Diese Pausen sind mittlerweile festes Bestandteil und ich will die nicht mehr missen.
    Zu den Kosten… bei so viel km im Jahr schaut meine Rechnung sehr wohl anders aus. Wo ich früher zwischen 12.000 und bis 20.000 Euro jährlichen Betriebskosten hatte, ohne Kaufpreis / Leasing des Autos selbst!… sind das heute gerade 2.000 – 2.500! Ich führe seit immer einen Fahrtenbuch und lasse mir vom Finanzamt das Auto nicht zweimal bezahlen! Also, ist die Finanzierung für einen Model S absolut drin!
    Ich lade selten bei Geschäftspartnern weil ich es dank Supercharger sehr leicht überbrücke. Meine Ziele sind maximal 500 km weit.