Testergebnisse zeigen, dass sich die Leistung des Model S P90D deutlich gesteigert hat

Tesla hat im Juli letzten Jahres das Beschleunigungs-Upgrade „Ludicrous“ vorgestellt, wodurch das Tesla Model S P90D 10 Prozent schneller von 0-100 km/h beschleunigen kann als in der Standard-Version. Das gleiche Upgrade ist auch für das Model X verfügbar und trotz des gleichen Antriebsstrangs, wiegt das elektrische SUV circa 270 Kilogramm mehr als das Model S und ist etwas langsamer von 0-100 km/h.

Interessanterweise war es bisher jedoch immer so, dass die Spitzenleistung des Model X bei vollem Akku höher war als die des Model S. Einige sollen Leistungen von über 490 kW gemessen haben, während das Model S in seltenen Fällen auf circa 450 kW kam. Das soll sich aber mittlerweile geändert haben, berichtet der Branchendienst Electrek.

Das aktuell produzierte Model S P90D mit „Ludicrous“-Beschleunigung und dem neuesten Softwareupdate soll nun eine deutlich höhere Spitzenleistung als zuvor erreichen. Ein Testergebnis ein Nutzers aus dem Forum Tesla Motors Club zeigt, dass das Model S P90D zur Testzeit eine Spitzenleistung von über 490 kW erreichte.

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Interessanterweise hat er den gleichen Test am vergangenen Sonntag erneut durchgeführt und festgestellt, dass das neueste Softwareupdate sogar noch ein wenig mehr Leistung freigegeben hat. Im Testergebnis kam heraus, dass das aktuell produzierte Model S P90D (Akkupaket:1071394-00-A) mit der neuesten Software und bei voll aufgeladenem Akku über eine Spitzenleistung von 501 kW (ca. 680 PS) verfügt.

Ein ähnliches Testergebnis hat auch Drag Times erreicht, welche über ein älteres Model S P90D und der aktuellen produzierten Version des Fahrzeugs verfügen. Beide Model S und ein Model X wurden auf dem Prüfstand gemessen, wobei man ausschließlich mit dem aktuell produzierten Model S P90D die gleiche Leistung erzielte wie das Model X.

Tesla-Model-S-vs-Model-X-P90D-Ludicrous-Vergleich

Woher diese neue Leistungssteigerung kommt, ist unbekannt. Tesla wollte sich zu diesen Ergebnissen nicht äußern. Die Kollegen von Electrek schätzen, dass man bereits den 100 kWh-Akku verbaut und diesen elektronisch abriegelt, ähnlich wie es aktuell mit dem Model S 60 gemacht wird oder zuvor mit dem S 70. Beweise dafür gibt es jedoch nicht.