USA verhängt Strafzoll für Solaranlagen, Tesla zeigt sich unbeeindruckt

US-Präsident Trump hat am Montag Einfuhrzölle auf Waschmaschinen und Solaranlagen verhängt. Für Waschmaschinen werden Zölle von 20 bis 50 Prozent fällig, während Solaranlagen mit einem Zoll in Höhe von 30 Prozent belegt werden sollen. Obwohl Tesla in den USA produziert, könnte es dennoch davon betroffen sein, doch die Kalifornier zeigen sich bisher unbeeindruckt.

Solarzellen und -module sollen zukünftig ausschließlich bei Tesla in Buffalo, New York, produziert werden. Dort wurde in Zusammenarbeit mit Panasonic eine Produktionsstätte für alle Solar-Produkte des Unternehmens aufgebaut, die ebenfalls – aufgrund der zu erzielenden Produktionskapazität von ein Gigawatt pro Jahr ab 2019 – Gigafactory 2 genannt wird.

Anfang Januar diesen Jahres begann in Buffalo die Produktion der Solar-Dachziegel. Auch Solarmodule werden vor Ort hergestellt, doch dürfte das aktuelle Produktionsvolumen nicht ausreichen, um die gesamte Nachfrage zu decken. Tesla ist somit gerade jetzt, wo die Produktionskapazität noch hochgefahren wird, auch auf importierte Solarpanele angewiesen.

Auch die Solarzellen werden aktuell noch aus anderen Produktionsstätten von Panasonic in Übersee importiert. Die Produktion von Solarzellen vor Ort soll erst im nächsten Monat beginnen.

Obwohl das Unternehmen möglicherweise auf steigende Kosten blickt, zeigte man sich in einer Stellungnahme gegenüber The Buffalo News unbeeindruckt:

Tesla ist darauf festgelegt, die inländische Produktion auszuweiten, inklusive der Gigafactory 2 in Bufallo, New York, unabhängig von der Entscheidung zu den Solar-Einfuhrzöllen.

Die Einfuhrzölle, die hauptsächlich Hersteller aus China, Malaysia, Thailand und Korea treffen werden, starten dieses Jahr bei 30 Prozent und sollen in Fünf-Prozent-Schritten innerhalb der nächsten vier Jahre auf 15 Prozent gesenkt werden. Die ersten 2,5 GWh sind von den Einfuhrzöllen ausgenommen. Erst nach Erreichen dieser Grenze werden die Zölle erhoben.

Zahlreiche Unternehmen der Branche, darunter auch solche, die zukünftig sogar davon profitieren dürften, wie etwa Tesla, haben sich im Vorfeld gegen die Einführung des Zolls auf Solaranlagen ausgesprochen. Der US-Branchenverband Solar Energy Industries Association (SEIA) befürchtet, dass durch den Einfuhrzoll und damit resultierend erhöhter Preise bis zu 23.000 Stellen verloren gehen könnten.