Video: Teslas neue Autopilot Radar-Technologie sagt Unfall voraus und verhindert Schlimmeres

Im Internet macht gerade ein Video die Runde, welches mittels einer sogenannten Dashcam aufgenommen wurde, die in einem Tesla Model X befestigt war. In diesem Video, welches offenbar auf einer niederländischen Autobahn aufgenommen wurde, wird eindrucksvoll bei einem realen Szenario demonstriert, wie der Tesla Autopilot vor einem anbahnenden Unfall warnt.

Im Video ist zu sehen, wie das Model X hinter einem roten Kleinwagen fährt. Nach wenigen Sekunden hört man die Warnmeldung, die der Autopilot des Model X abgibt, um vor einer möglichen Kollision zu warnen. Wenige Sekunden später sieht man den roten Kleinwagen mit hoher Geschwindigkeit gegen einen schwarzen Geländewagen fahren, welcher sich daraufhin überschlägt.

Alle Unfallbeteiligten seien laut dem Model X-Fahrer wohl auf, obwohl der Aufprall eine ziemliche Wucht hatte. Dass der Tesla-Fahrer nicht ebenfalls in die Unfallstelle raste, liegt womöglich an der Auffahrwarnung des Fahrzeugs. Diese kann seit dem Firmware-Update v8.0 mittels Funkwellen unter und um ein vorausfahrendes Fahrzeug sehen und kommende Hindernisse erkennen.

Dass der Autopilot nicht nur vor dem Unfall gewarnt, sondern auch selbstständig noch vor dem roten Kleinwagen abbremste, zeigt, dass das Assistenzsystem von Tesla sich nicht nur an dem vorausfahrenden Fahrzeug orientiert, sondern auch an dem Fahrzeug, welches vor eben diesem fährt. Hier hat der Autopilot möglicherweise Schlimmeres verhindert.

Diese neue Radar-Technologie wurde von Tesla over-the-air mittels Update eingespielt und war von einem Tage auf den anderen in allen Fahrzeugen mit Autopilot-Hardware verfügbar. Alle zurzeit produzierten Fahrzeuge mit der neuen Autopilot-Hardware 2.0 dürften bald ebenfalls mit einem Update rechnen, welches diese Radar-Technologie mindestens auf ähnlichem Niveau aktiviert.

  • Juerg_U

    „Lustig“, dass die Meldung in den sonstigen Medien nicht so gross aufbereitet wurde wie wenn es mit dem Tesla gekracht hätte….

    • Philipp

      Galileo hat ein Link gepostet. Gerade bei jungen Leuten haben die eine große Reichweite.

    • Vomer

      Naja, es war ja auch „nur“ der Bremsassistent und sowas ist ja in vielen modernen Autos verbaut. Solche Situationen gibt es daher wohl durchaus häufiger.
      Wäre der Tesla jetzt noch autonom ausgewichen, wäre das was anderes.

  • Daniel Rohr

    Einfach Hammer, dass wir mal etwas so positives von dem „Fahrassistenz“ von Tesla zu lesen bekommen. Megacool.

  • Luganorenz

    Und wie blöd sich der SUV überschlägt. Eine Fahrzeuggattung, die verboten gehört (und da nehme ich als Teslafan auch das schwachsinnige Model X nicht aus; aber wegen der tiefliegenden Batterie blieb es wohl stehen)

    • Don Barbone

      Naja…der kleine Wagen knallt fast ungebremst auf bzw unter das SUV und hebt ihn dadurch etwas hoch…unglücklicherweise dreht sich das Auto auch noch um 90Grad wodurch sich die ganze Energie auf die Seite auswirkt und quer zu sen Reifen…–>Umkippen+Überschlag!

    • MRd74

      Meine sechsköpfige Familie würde liebend gern einen X fahren, nicht nur mangels Alternativen, ganz egal wie sich diese Fahrzeuggattung nennt. Ich selbst natürlich am liebsten.

      • Luganorenz

        Na, wenn es so viele sechsköpfige Familien wie SUVs gäbe, hätten wir kein Rentenproblem 😉 Wünsche guten Rutsch…

  • Philipp

    Sehr beeindruckend! Da sieht man wie diese Technik uns in der Zukunft helfen kann.

  • Stefan

    Das ist wirklich sehr eindrucksvoll. Ich selbst habe vor ein paar Tagen im Stadtverkehr auch das erste Mal Bekanntschaft mit dem Notbremsassistenten machen können.
    Auch bei mir spielte sich das Problem für mich nicht erkennbar „vor“ dem vorausfahrenden Wagen ab. Konkret meinte jemand aus einer Parklücke direkt vor ein Fahrzeug zu fahren, dass dann natürlich mächtig auf die Bremse gehen musste.

    Bevor ich die Bremslichter des vorausfahrenden Wagen sah warnte mich mein Tesla Model S (Faceift, AP 1) das da was nicht stimmt.
    Zu einem Unfall kam es Gottseidank nicht, aber es war sehr knapp.

    Sowas möchte wohl niemand erleben, aber wenn es passiert ist es nicht schlecht wenn das eigene Auto so gut reagiert 😉

  • Skynet

    Interessant ist ja das Verhalten des Fahrers/Fahrerrin des Kleinwagens. Irgendwie kann er sich nicht zwischen Bremsen und nach rechts ausweichen entscheiden und fährt stattdessen mit voller Geschindigkeit auf. Wie kann man eigentlich so … sein? Dazu hebts den SUV voll aus und der Corsa (?) bleibt erstaunlich intakt.

    Daran erkennt man erneut die Bedeutung der Notbremsassistenten. Diese müssen dringend weiterentwickelt und in jedem Fahrzeug in vernünftiger Form verfügbar sein. Dies doch bitte nicht immer gleich „Autopilot“ nennen, es war der Notbremsassistent der abbremst!

    Bleibt eigentlich nur zu hoffen, das es die Insassen des Wagens überlebt haben sonst wäre das Video ziemlich geschmacklose Werbung.

    • ThomasJ

      „Alle Unfallbeteiligten seien laut dem Model X-Fahrer wohl auf, obwohl der Aufprall eine ziemliche Wucht hatte.“
      Steht im Bericht.

      • McGybrush

        Es war der Notbremsassistent. Denn dazu muss der Autopilot nicht mal aktiviert sein. Er ist auch beim selber fahren aktiv. Er nutzt dazu zwar Radar und Kamera. Ist aber Technisch betrachtet ein eigenes System.

        Bei Anderen Automarken merkt man es es eher. Denn dort ist die Notbremsfunktion auch ohne den ganzen Rest bestellbar. Bei Tesla wird halt nur Vollausstattung verbaut. Denn Tesla selbst nennt es im Konfigurator Notbremsfunktion. Und diese ist IMMER aktiv. Selbst wenn man das „Komfort-Paket“ weg lässt was ja wohl nur existiert um die Förderung in Deutschland zu bekommen. Also selbst in der Nutzlosesten Ausstattung ohne Autopilot hat der Tesla dennoch eine Notbremsfunktion. Wer den nicht Serie hat bekommt auch keine 5 Sterne im NCAP Crashtest. Egal wie gut das Auto sonst ist.

      • Skynet

        Nahezu jeder derzeitige Notbremsassistent beruht auf Radarsensoren ohne das deshalb ein „Autopilot“ vorhanden ist. Die zentrale Frage ist die Wirksamkeit dieses und da würde ich mir mal einen ausführlichen unabhängigen Test wünschen.

        • W. Müller

          Nur sind die meisten Notbremsassistenten der anderen Hersteller nicht in der Lage das Auto noch vor dem Vorfahrenden zu erkennen wie das hier der Fall ist. Dies erledigt beim Tesla die neue Programmierung des Radar-Sensors im Zusammenhang mit dem Autopiloten.

          • Skynet

            Woher willst Du dies wissen, gibts einen Vergleichstest der dies belegt? Tesla nimmt den selben Radarsensor von Bosch wie andere auch. Bei den Unfall stand der SUV auf der Überholspur. Ich gehe davon aus, dass auch der Assistent anderer Hersteller dies trotz dem dazwischen fahrenden Fahrzeug als Hindernis erkannt hätten.

          • W. Müller

            Woher ich das weiß? Ganz einfach, mein Tesla hat im Display immer das Auto noch vor dem Vordermann deutlich angezeigt. So sehe ich das auch im Display wenn das vor mir fahrende Auto das noch davor fahrende Fahrzeug optisch komplett verdeckt.

            Wenn ich das vor-vor Auto auf dem Display sehen kann, ist das für mich Beweis genug, dass die System des Tesla das auch genauso erkennen.
            Das wird so auch im Changelog zur neuen Software beschrieben.

            Gerne lese ich aber auch Quellen von anderen Herstellern, die genau dasselbe anbieten.

          • Skynet

            Da ich selber als Firmenfahrzeug einen Audi fahre habe ich jetzt mal dort nachgeschaut. Zumindest laut der Werbung ist selbst das serienmäßige Pre Sense basic in der Lage vor Fahrzeugen Hindernisse/Fahrzeuge zu erkennen. Ob es funktioniert? Ich weiß es nicht da ich es selbst nach rund 250.000km so noch nicht gebraucht habe.

            https://www.audiusa.com/help/video-tutorials#dtufilters/vehicleYear/all/vehicleName/all/vehicleTutorial/all/

            http://www.audi-technology-portal.de/de/elektrik-elektronik/sicherheitssysteme/audi-pre-sense

          • W. Müller

            Audis Notbremsassistent funktioniert gar nicht gut. Getestet im VOX Automagazin November/Dezember 2016 allerdings nicht mit Tesla dabei.

            Dazu kommt:
            Ich finde in Deinen Quellen keinen einzigen HInweis auf die Fähigkeit von Audi, das vor-vor fahrende Fahrzeug zu erkennen. Wo genau ist das zu finden?
            Ich würde es sehr begrüßen, wenn Du bei den zahlreichen Video-Tutorials, die Du verlinkst dann den passenden Beitrag dazu genauer nennen würdest.
            Alternativ wäre auch ein Zitat aus den deutschen Texten hilfreich wo der Audi das kann.

          • Skynet

            Na ich gehe schon davon aus, dass Du dir das Video anschaust und vor allem anhörst sind nur 4:44 min. Leider gibt es keinen direkten Link und man muss in der linken Spalte etwas nach unten gehen. Die Aussagen sind eigentlich eindeutig und von der Funktion her mit Tesla vergleichbar.

            Interessant ist ja auch die aufpreispflichtige Plus-Version (u. a. am
            Ende des Videos) in der zusätzlich das Heck überwacht wird und ggf. die
            Bremskraft sogar abgewogen wird zwischen Heck- und Frontaufprall. Ich
            habe noch nichts gelesen, dass Tesla dies auch macht.

            Nicht falsch verstehen, ich finde das Konzept von Tesla schon in Ordnung. Nur hat nicht der der am lautesten schreit oder im Falle von Tesla am meisten postet auch immer Recht bzw. das bessere System. Es ist ja schon erstaunlich, wieviel in ein einziges Internetvideo hinein interprettiert wird und man weiß noch nicht einmal was detailiert wie erkannt und angezeigt wurde. Wenn ich böse wär könnte ich sogar behaupten es war gar kein Tesla.

          • W. Müller

            Ich schaus mir je gerne an. Nur: Welches Video meinst Du jetzt genauer? Da sind über 150 Videos in dem Link aufgeführt, den Du bringst.

            Nenn doch einfach den Titel, dann kann ich das suchen. So aber ist der Link für mich wertlos.

            Der Schwerz mit dem „böse wär“ ist jetzt wirklich gut. Da hat der Fahrer wohl auch absichtlich die typischen Warnsignale vom Tesla ins Video kopiert, oder wie? Den Ton, den Du hörst, ist der typische Ton vom Kollisionswarner im Tesla (sek 7 im Originalvideo)

            https://www.youtube.com/watch?v=aRLx_eHJ4Po

          • Skynet

            Wie gesagt, einfach mal in der linken Spalte das 27-te (?) Video „Audi pre sense®“anschauen.

            Tesla mag dies ja alles viel schöner darstellen (bei Audi ist es einfach ein rotes Symbol) nur ist der Radarsensor auch nicht empfindlicher und Audi hat zwei davon an Board. Letztlich kommt es darauf an, wie die Radardaten verarbeitet werden. Dazu hab ich jetzt nach über 3 unwissenden Jahren unheimlich (Dir sei dank) dazu gelernt und finde die vorsorgliche elektrische Gurtstraffung und das Verfahren der Sitze einfach nur genial.

          • ThomasJ
          • W. Müller

            Ah, danke, jetzt hab ichs gefunden. Nicht schlecht in der Tat. Hoffen wir, dass die Umsetzung in der Praxis nicht so schlecht ist wie im Test von vox automobil.

    • Michael Kurz

      er hatte die Fahrzeuge rechts überholt und blinkt um nach rechts zu fahren

    • Benedict

      Ja echt.. besonders interessant wie sich so ein SUV verhält: eigentlich genauso wie man es sich immer vorgestellt hat – es kippt gnadenlos um, als das Vorderrad im Randstreifen versinkt. Also flach und tief ist da wie immer besser.
      Sehr beeindruckende Reaktion des Teslas.

  • Nelkenduft / AHF

    Hier der Youtube-Link (mit Adblocker gehen diese ganzen Social-Media-Überwachungs-Links nicht):
    https://www.youtube.com/watch?v=kyaihf4-j08

  • Dirk Pakosch

    Mich erstaunt eigentlich mehr, wieviel Autofahrer dann offensichtlich versuchen, die Unfallstelle zu umfahren, um schnell weiter zu kommen.

    • Klaus Müller

      Welches Video haben Sie angesehen? Es fahren genau 3 Fahrzeuge an der Unfallstelle vorbei, wobei 2 davon auf dem Seitenstreifen anhalten und offensichtlich helfen wollen. Lediglich eines fährt zögerlich weiter, da der Fahrer offensichtlich gesehen hat, dass schon genügend Helfer angehalten haben.