Bild: Gigafactory-Baustelle bei Austin im Schnee (Foto: Tesla)
Einen guten Ruf als regionales Technologie-Zentrum hatte die Stadt Austin im US-Bundesstaat Texas schon länger, was dazu beigetragen haben dürfte, dass Tesla ein Grundstück an ihrem Rand als Standort für seine neueste Gigafactory auswählte. Mit der Tesla-Ansiedlung aber könnte die Bedeutung der knappen Millionen-Stadt eine ganz neue Dimension erreichen: Laut einem Bericht sieht ein lokaler Verband Austin schon zum „Detroit der Elektroautos“ werden, und dessen Verfasserin vergleicht die Stadt mit der Bay Area um San Francisco, also dem Silicon Valley.
Makler: Boom wegen „Musk Industries“
Der Präsident des Tesla-Clubs in Austin sei Immobilien-Makler, berichtet die Bloomberg-Journalistin Dana Hull in der neuen Ausgabe ihres Newsletters Hyperdrive. Und nach dessen Worten sei plötzlich fast jeder zweite seiner Kunden eine Person, die beruflich nach Texas ziehe. Google verlagere reichlich Entwickler in die Gegend, ebenso wie Apple und Oracle. Geradezu atemberaubend aber sei dank „Musk Industries“ die Entwicklung östlich von Austin.
In der Gigafactory in Texas, an der seit Sommer 2020 gebaut wird, will Tesla laut CEO Elon Musk Model Y, Cybertrucks und den Semi herstellen, und sie soll zu einem „Öko-Paradies“ für Besucher werden. Nach neueren Informationen könnte auf demselben Grundstück, nur getrennt durch die Autobahn, eine Fabrik von SpaceX zur Produktion von Satelliten-Empfängern für den Internet-Dienst Starlink entstehen.
Tesla-Finanzchef folgt CEO nach Texas
Musk als der CEO beider Unternehmen ist schon vergangenes Jahr nach Texas umgezogen. Und wie Hyperdrive jetzt berichtet, hat sich sein Finanzchef Zachary Kirkhorn diesem Schritt angeschlossen: Er soll ein Haus in einer luxuriösen Wohngegend am Lake Austin gekauft haben. Einer der Vorteile von Texas für Tesla- und andere Gutverdiener ist laut dem Newsletter, dass dort keine persönliche Einkommenssteuer erhoben wird, während sie in Kalifornien mit am höchsten innerhalb der USA sei. Wenn die Giga Texas fertig sei, wäre sie nicht überrascht, wenn Tesla seinen Hauptsitz dorthin verlegen würde, schreibt die Autorin.