Leitender technischer Manager für den Autopiloten wechselte von Tesla zu NEXTEV

Wie der Branchendienst Electrek berichtet, ist Kurt Thywissen, ehemaliger Senior Engineering Manager of UI & Autopilot Software bei Tesla, zu NEXTEV gewechselt. Laut seinem LinkedIn-Profil ist er dort seit Anfang Mai als Senior Director of Human Machine Interaction, Digital Cockpit tätig.

Thywissen gehörte zu den Softwareentwicklern (2004-2005), die das erfolgreiche Filesharingprogramm Kazaa entwickelt haben. Im Anschluss arbeitete er in verschiedenen Positionen bei Skype (2005-2013), dem kostenlosen Instant-Massaging-Dienst, welcher im Laufe seiner Tätigkeit von Microsoft aufgekauft wurde.

Bei Tesla war Thywissen für zweieinhalb Jahre als leitender technischer Manager für die Software des Autopilot-Programms und des User Interfaces verantwortlich. Im Gegensatz zu einigen anderen Kollegen, die zwischen Tesla und dem zukünftigen Arbeitgeber Zwischenstationen einlegten, wurde Thywissen direkt von Tesla abgeworben.

Bei NEXTEV wird er mit dem Digital Cockpit-Team zusammenarbeiten. Dabei geht es vor allem um die Interaktion zwischen der Maschine und dem Menschen. Ein wichtiger Aspekt für das zukünftige vollautonome Fahren.

NEXTEV ist ein relativ junges, chinesisches Unternehmen, welches eine Produktionsstätte im Silicon Valley besitzt. Erst im vergangenen Jahr kam das Unternehmen an die Öffentlichkeit und konnte sich in einer Finanzierungsrunde beinahe eine Milliarde US-Dollar sichern.

Im letzten Monat gab man zudem bekannt, dass man mit der Regierung der Stadt Nanjing einen Vertrag eingegangen ist, wonach man für drei Milliarden CNY (ca. 405 Millionen Euro) eine Produktionsstätte bauen wird.

NEXTEV möchte eine ähnliche Strategie wie Tesla verfolgen. Zuerst wird ein teures Supercar entwickelt, welches zum Ende dieses Jahres enthüllt werden sollte. Anschließend möchte man auch günstigere Fahrzeuge anbieten und damit deutlich mehr potenzielle Kunden ansprechen.

Interessant ist, dass das chinesische Startup bereits im April dieses Jahres mit Henry Wang einen weiteren Tesla-Mitarbeiter abgeworben hat. Wang war zuletzt als Staff Program Manager bei Tesla beschäftigt und arbeitet jetzt als Sr. Manager, Program Management bei NEXTEV. Im Silicon Valley ist ein solches Abwerben zwischen benachbarten Unternehmen jedoch keine Seltenheit.

  • FMH

    Die Leute in der zweiten und dritten Reihe sind wirklich wichtig – nicht die Manager.
    Das eigentliche Know-How liegt bei den Entwicklern ganz unten!
    Die Manager können also gerne wechseln, wenn die Freaks bei Tesla bleiben…

  • Grünspanpolierer

    Die Manager sind eben im Schadensfall mitverantwortlich und ziehen lieber den Hut.

    Wer unausgereifte Produkte (AP) in den öffentlichen Strassenverkehr entlässt, ist eben nicht der beste Arbeitgeber?

    • elektron

      Der gute Poliermeister wird immer verzweifelter. Machte er sich früher noch die Mühe Links zu posten, wird jetzt immer belangloser.
      Schon den Batterietausch für den i3 geordert, damit er im Sommer 200km weit kommt?
      😀

  • Motte

    @ Grűnspanpolierer, Ihre substanzlosen Kommentare sind immer wieder einen Schmunzler wert, aber viel mehr nicht.
    Was ist Ihre Motivation so gegen Tesla zu wettern?

  • SChmitz

    Wer unausgereifte Kommentare in den öffentlichen Foren entlässt, ist eben nicht der beste Kommentator?

  • Chris

    @grünspanpolieren Ich verstehe Ihre Motivation ehrlich gesagt nicht. Wenn ich etwas nicht mag dann gehe ich nicht ständig auf Fansites um es schlecht zu machen. Ich meine was habe ich davon. Ich mache mich entweder zum Affen oder werde im schlimmsten Fall beschimpft. In einem neutralen Forum kann ich es ja noch verstehen. Aber auf einer Seite die Teslamag heißt gegen Tesla zu lästern macht einfach keinen Sinn. Klar ist bei Modell S /X nicht alles gut. Aber immer nur alles schlechte zu sehen zeugt eher von einem schwachen Geist. Naja Sie müssen selber wissen was Sie machen. Nur wundern Sie sich nicht das Sie hier eher nur belächelt werden und eher nicht Ernst genommen werden.

    • Tesla-Fan

      Es ist halt recht einfach anonym im Netz einen auf dicke Hose zu machen.
      Alternativ könnte er sich ja persönlich als Nicht-Fan in einem Fußball-Fanclub anmelden und dort Auge in Auge rummotzen.
      Die sind da nicht so zimperlich, da gibt es nach ein paar Bierchen einen auf die 12 und gut ists 🙂

      Zum Thema.
      Es ist klar, das ein Job bei Tesla kein nine-to five-job ist, in führender Position gleich gar nicht. Und es ist nicht ungewöhnlich, dass man das eine Zeit lang mitmacht und sich dann neu umsieht. In den Führungsriegen kommen oft Machtkämpfe dazu, die es bei Tesla genauso gibt wie anderswo. Ich empfehle dazu die Elon Musk Biografie zu lesen, da stehen viele interessante Details drin… Ein Startup ist keine Wellness-Oase.
      https://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/3557-elon-musk/

  • HansPeter

    Da die Aussagen vom Grünspanpolierer immer schön kommentiert werden, werden sie sicherlich nicht ausbleiben. Ich denke in der Resonanz liegt die Motivation. Während er es zu einer zweifelhaften Bekanntheit geschafft hat, kenne ich sonst keinen einizigen weiteren Usernamen.

    Leider gehen eben nicht nur die Manager. Es gibt hier in der Gegend sehr viele sehr gute Mitarbeiter und ebenso auch vergleichbar viele sehr gute Arbeitgeber. Ein Mitarbeiter aus der Linie, der auch nur ein bisschen mehr bei der Konkurrez verdient wechselt ohne mit der Wimper zu zucken. Loyalität wird hier weniger großgeschrieben. Sowohl von Unternehmensseite (Arbeitsverträge) als auch von der Mitarbeiterseite (einfach extrinsisch zu motivieren). Von den Managern hört man eben in der Öffentlichkeit. Ungeachtet dessen ist auch der Weggang des Managements sehr bedauerlich. Ohne die richtige Führung, die Ergebnisse konsolidiert, den Status im Auge behält und Ziele vorgibt, kommen die einfachen Arbeiter nicht weit. Sehr einfach kann man gutes und schlechtes Management unterscheiden.

    • Harald Wenzel

      Hallo HansPeter,

      das ist eine interessante Sichtweise der Kommentare von Grünspanpolierer, denn immer wenn er Fakten bringt, siehe z.B. Verkaufszahlen Tesla, dann wird die Diskussion von den Jüngern Elons komischerweise immer von den Fakten weg gelenkt. Wenn er dagegen einfach mal (wie Jünger Elons es meistens tun) aus seiner subjektiven Meinung heraus schreibt wird Ihm trolling vorgeworfen. Dabei erreicht Grünspapolierer aber nie den Level der persönlichen Beleidigung wie es hingegen hier viele Anhänger Elons tun (kann man oben schön sehen oder auch beim Artikel über die Stückzahlen, um nur neuere Kommentare zu nennen).
      So gesehn ist mir ein Grünspanpolierer, der ab und zu mal polarisiert aber auch Fakten beiträgt wesentlich lieber als die Jünger Elons die Ihre Religion angegriffen sehen und nur emotional antworten.

      • ArchimedesTURBO

        @Harald Wenzel

        Ich sehe es genauso. Der Polierer mag zwar kritisch schreiben, ist mir aber lieber als dieses abgöttische verehren eines Automobilherstellers. Autos werden benutzt und Menschen werden geliebt, nicht anders herum.

  • freude am Fahren

    Ronaldo Faktor: Keiner mag ihn aber ohne ihn wärs langweilig.