Website-Icon Teslamag.de

Vorschau: Tesla nimmt nächsten Anlauf zur Neuvorstellung von Über-Elektroauto Roadster

Bild: Tesla

Anzeige

Beim letzten Mal konnte Elon Musk (wahrscheinlich) nichts dafür, aber trotzdem wurde in Vorberichten zu einem heiß erwarteten Ereignis kräftig gespottet: Am 1. Oktober sollte der Tesla Roadster neu vorgestellt werden, der eigentlich schon 2020 in Produktion gehen sollte. Einladungen für das Event waren schon verschickt, aber dann war nach Tesla-Angaben das Wetter zu schlecht für die Vorführung des Hyper-Elektroautos, das laut Musk sogar schweben oder fliegen können soll. Also wurde die Roadster-Veranstaltung um zwei Wochen verschoben und soll jetzt nach deutscher Zeit in der Nacht auf Freitag stattfinden – mit Live-Stream im Internet.

Roadster-Hype von Musk seit 2017

Bis Donnerstag gegen Mittag in Deutschland gab es keine Anzeichen dafür, dass die Roadster-Neuvorstellung ein weiteres Mal verschoben wird. Im Gegenteil gab Tesla am Mittwoch, anders als vor dem vorherigen Versuch, offiziell bekannt, dass sie als Live-Übertragung im Internet zu sehen sein wird. Demnach beginnt das große Roadster-Event um 19.55 Uhr Ortszeit in Texas, in Deutschland also um 2.55 Uhr am sehr frühen Freitag. Einen Link für den Stream veröffentlichte Tesla zunächst nicht, aber er dürfte rechtzeitig zumindest in dem Musk-Medium X zu finden sein.

Praktisch seit der Vorstellung des neuen Tesla Roadster im November 2017 (s. Foto oben) hatte CEO Musk das Interesse daran mit immer neuen spektakulären Aussagen über den gleichnamigen Nachfolger des ersten Elektroautos seines Unternehmens am Kochen gehalten. Schon früh sprach er außerdem von einem optionalen Paket mit Raketen-Technik von SpaceX. Mit mehreren Kaltgas-Triebwerken solle der neue Roadster nicht nur innerhalb von 1,1 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigen, sondern auch kurzzeitig den Boden verlassen können.

Elektroauto mit SpaceX-Triebwerken

Auf diese Aussicht auf ein mehr oder weniger fliegendes Elektroauto konzentrierten sich zuletzt die Spekulationen. Dazu trug im Juni ein Bericht von The Information bei, laut dem Tesla (eigentlich schon im August) vor allem die SpaceX-Version des neuen Roadster zeigen wollte, mit der tatsächlich ein Abheben möglich sei. Zudem soll die Neuvorstellung in Waco im Bundesstaat Texas und damit in der Nähe eines SpaceX-Standorts oder sogar genau dort stattfinden. Vor dem abgesagten Termin Anfang Oktober wurde bekannt, dass SpaceX eine Flugverbotszone darüber angemeldet hatte.

Spektakulär dürfte die Veranstaltung also werden, wie auch Musk selbst am frühen Donnerstag ein weiteres Mal in Aussicht stellte. Fast scheint der Tesla- und SpaceX-Chef dessen inzwischen ein bisschen müde geworden zu sein: Relativ bescheiden bezeichnete er das anstehende Roadster-Event als „Kandidat für die großartigste Produkt-Demo aller Zeiten“, nachdem er früher schon das Gleiche behauptet hatte, aber ohne die Kandidat-Einschränkung. Auf jeden Fall werde sie ein „BANGER“ (Knaller), wahrscheinlich nur metaphorisch, möglicherweise aber auch buchstäblich, machte Musk weiter neugierig.

Tesla könnte Roadster-Startpreis senken

Auf jeden Fall scheint Tesla es ernst damit zu meinen, den Roadster nach der langen Verspätung in einer gegenüber 2017 wohl stark überarbeiteten Form auf den Markt zu bringen. Dafür spricht nicht zuletzt, dass man das Elektroauto seit kurzem wieder vorbestellen kann, zum Beispiel auch in Deutschland, wo die Roadster-Seite lange ins Leere führte. Der bei der ersten Vorstellung genannte Startpreis von 200.000 Dollar dürfte inzwischen ebenfalls Geschichte sein. Manche Beobachter spekulierten, dass Tesla den Roadster ohne SpaceX-Paket sogar deutlich billiger machen könnte.

Anzeige
Die mobile Version verlassen